Dogfight am Finanzhimmel: Bevor uns angloamerikanische Ratingagenturen schlecht reden, bauen wir eine deutsch-europäische Baby-Agentur, die uns gehorsam ein ewiges triple A + verpassen wird

Frankreich, die zweitgrösste europäische Marktwirtschaft schwächelt – zumindest, wenn man es der anglo-amerikanischen Ratingagentur Moody’s glauben will, die die Grande Nation abwertete. Die Aussichten seien schlecht. Der Euro kriselt noch etwas mehr und gibt gegenüber dem Dollar empfindlich nach. Deutschland will nicht glauben, dass die neu veröffentlichten Wirtschaftsdaten ein Frankreich zeigen, das fast so desolat bezüglich Verschuldung und Arbeitslosigkeit aufgestellt ist wie Italien. Frankreichs Finanzminister will das auch nicht glauben und verkündet, dass diese Ratinagentur einfach nur, naja einseitig bewerte und zwar zugunsten des anglo-amerikanischen Wirtschaftsbereichs – womit er übrigens Recht hat.

Schiedrichter: wir wissen wo dein Auto steht

Spätestens ab diesen Punkt wird klar: eine eigene europäische Ratingagentur muss her, und zwar eine, die Deutschland und Frankreichs Interessen schützt. Jetzt treten die Bertelsmänner auf den Plan. Auf der Suche nach Alternativen treibt die Bertelsmann Stiftung ihr Modell einer internationalen Agentur voran – mit Sitz in Europa. Deren Urteil soll auf mehr Indikatoren basieren – darunter Reformfähigkeit und Geburtenrate. Klar, dass mit Reformfähigkeit, der Wille gemeint ist, sich dem Spardiktat der Neoliberalen Bankiosis zu unterwerfen, d.h. Merkels marktkonforme Demokratie zu errichten.

Eine neue unabhängige non-profit Agentur für eine gerechtere Bonitätsbewertung nach dem Rezept von Bertelsmann? l.o.l. ROFL. Argh: Nö !

“Fragwürdige Beurteilungen der Bonität von Staaten haben erheblich zu der jüngsten Finanzkrise beigetragen”, betonte der Vorstandsvorsitzende der Brtelsmann Stiftung, Gunter Thielen, am Dienstag in Gütersloh. “Wir benötigen dringend eine zusätzliche, unabhängige Institution für die Bewertung von Länderrisiken, und wir müssen die Qualität der Länderratings verbessern.” Die Bertelsmann-Stiftung will nun die G20-Gruppe der Industrie- und Schwellenländer von dem Vorschlag überzeugen. Die geplante nicht gewinnorientiert arbeitende Ratingagentur INCRA (International Non-Profit Credit Rating Agency) soll von einem Fonds im Volumen von 400 Millionen Dollar (306 Mio Euro) finanziert werden, aus dessen Ausschüttungen die laufenden Kosten getragen werden. Beteiligen können sich daran Regierungen, Unternehmen, Stiftungen und Privatleute. Die Bertelsmann-Stiftung will auch Investoren in Asien und Lateinamerika bei dem INCRA-Projekt einbinden. Die Ratingagenturen verdienen bislang mit ihren Benotungen Geld.

Ganz klar, dass eine von Regierungen und Unternehmen bezahlte Ratingagentur absolut unabhängig ist. Dort wird alles mit gerechten, äh. gerichteten Dingen zugehen… Und wenn die Bertelsmänner, die pseudo gerechten Moralisten unter den gut Christlichen dies so konzipieren, wird alles enorm unparteiisch sein. Wir dürfen auf weitere Gehirnpfürze aus dem Tal der Dinosaurier warten. Die kommen ganz bestimmt, das ist so sicher wie das “Armen” in der Kirche.

gedankensindfreier für humanicum


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