Docs Kolumne: Neues aus dem FFF (Fügenfüllerfanclub)

Der Autor der Kolumne ist glühender Fan des Baustoffs Lehm. Ein besonders geliebtes Produkt ist der Lehm-Fugenfüller, dieser rettende Stoff gegen die Beleidigung des Auges durch Ritzen und Spalten, wie sie uns überall in der Wohnung entgegenspringen. Hat man früher gerne zu den akrylhaltigen Verwandten und zu den sonstigen Gummiartigen gegriffen, so ist heute stets eine Tüte mit trockenem Claytec Lehm-Fugenfüller in der Nähe um – frisch angemischt – mit Spachtel oder Kartusche seinen Weg ins Loch zu finden.

Objekt der Fan-Begierde: Allzweckwaffe Lehm-Fugenfüller

Objekt der Fan-Begierde: Allzweckwaffe Lehm-Fugenfüller

Lehm-Fugenfüller ist für viele Einsatzbereiche im Innenbereich eine ökologische und leicht zu verarbeitende Alternative zu den auf dem Markt befindlichen Produkten. Material und Einsatz ist hervorragend auch für den Laien geeignet. Es ist bei der Verarbeitung sympathisch und absolut tolerant, Spritzer, Flecken, Schmierereien können selbst nach Eintrocknen feucht oder mit Wasser mühelos entfernt werden.

Eine von 20: Schale aus Stampflehm

Eine von 20: Schale aus Stampflehm

Immer wieder erreichen uns begeisterte Anwendererfahrungen. Jüngst eingetroffen ist der Bericht des Produktdesigners Ingmar Cramers, der die Fugen in einem Dielenboden damit geschlossen hat. Der in den Niederlanden geborene Cramers hat sein Studio in Potsdam, wo er reduzierte und sehr ästhetische Produkte aus den Materialien Holz, Keramik oder auch Lehm entwirft und herstellt: www.ingmarcramers.de. Aktuell arbeitet er an einer Serie von Schalen aus Stampflehm: „Ich arbeite als skulpturaler Produkt Designer. Dort verfolge ich ein künstlerisches Projekt, in dem ich die Qualitäten von Lehm erforsche. Gewählt habe ich erstmal die Form einer Schale, die wasserbeständig und funktional ist – jedoch gleichzeitig die Vergänglichkeit des Lehmes behält. Wenn 20 Schalen fertig sind, habe ich mir eine Art Vokabular des Stampflehmes erarbeitet, welches ich in weiteren Produkten anwenden will.“
Vielleicht ist er über sein Produktdesign auch auf den Lehm-Fugenfüller gestoßen.

Auch ein Fugenfüller-Fan: Produktdesigner Ingmar Cramers

Auch ein Fugenfüller-Fan: Produktdesigner Ingmar Cramers

Ingmar Cramers hat eine alte Tradition aufgegriffen und die Ritzen zwischen den Dielen mit dem neuen Lehm-Fugenfüller von Claytec verschlossen und geschliffen. Hier sein Bericht, dass der Fugenfüller selbst in kleinsten Nagellöchern auf den Metallköpfen zuverlässig haftet: „Ich habe 45m² an Boden damit verfugt. Alles Kiefer Dielen, mit Spalten von 1 bis 8 mm Breite, etwa 5mm tief. Schwellen aus Eiche waren gleichermaßen problemlos. Kleine Nagellöcher (mit weniger als 1mm Tiefe!) habe ich damit gefüllt … Sogar ohne die Stabilität des nachträglichen Ölens hat das Schleifen diese Stellen nicht aufgerissen … . Ich hatte nicht viel Zeit und habe mit der Kartusche gearbeitet. Dürfte ich das Ganze noch mal machen, mit mehr Zeit, würde ich alles mit einem Spachtel machen (etwa 25mm breit), mit mehr Ruhe den Lehm in der Fuge schmieren, nicht ganz so scharf abziehen. Optimal ist es, wenn ein halber mm Lehm aus der Fuge ragt, da das Abschleifen sehr leicht ist und dann eine wirklich volle, plane Fuge entsteht.“

Spalten mit Fugenfüller geschlossen: von Ingmar Cramers bearbeiteter Dielenboden

Spalten mit Fugenfüller geschlossen: von Ingmar Cramers bearbeiteter Dielenboden

Gereinigt hat Cramers die Fugen mit einer drehzahlregulierten Flex bei geringer Umdrehungszahl mit einer normalen Eisentrennscheibe. Diese nimmt nur Staub und Lack ab, schneidet aber nicht ins Holz. Eine schwalbenschwanzförmige Vorbereitung der Fuge lässt den Füller noch besser haften: „Wenn man die Flex (in etwas breiteren Fugen) um 10 Grad nach links und rechts anwinkelt, entsteht in der Fuge eine leicht konische Form. Wird hier Lehm eingefüllt, kann der nie wieder von selbst raus, da er wie ein Zinken drin steckt.“ Zum Ölen wurde Osmo matt transparent benutzt. Eine kleine Menge Weißpigment neutralisiert die unterschiedlichen Farbtöne der Materialien. Das Öl zieht gut ins Holz und sehr tief in den Lehm ein. „Der Lehm ist wirklich wie ein Schwamm, dementsprechend kann man das Öl auf dem Lehm mehrmals satt auftragen.“ Zum Einsatz kam Lehmfüller mit dem Farbton Naturbraun, der sowohl mit Kiefer als auch mit Eiche harmoniert.

Die guten Erfahrungen übernimmt der Autor als Bauherr gerne bei einem aktuellen Bauprojekt, dem Logierhaus „Villa Ihler“ in Thürigen.

Dr. Michael Willhardt


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