DJI Spark: Alle Infos zur neuen Selfie-Drohne

Von Francis & Bina (my-Road.de)

Neue bunte Vielfalt bei DJI (Foto von dji.com)

Farbenfroh, kompakt und leistungsstark – so präsentiert der Marktführer seine neue Drohne DJI Spark. In diesem Beitrag erfährst du alles, was bisher über die Selfie-Drohne bekannt ist.

Sie ist klein. Sehr klein. Die neue Drohne von DJI ist nicht viel größer als eine Getränkedose und passt locker auf eine Handfläche. Damit ist der DJI Spark das kleinste Modell im Sortiment des chinesischen Marktführers. Trotzdem hat der kleine Flitzer eine Menge zu bieten!

DJI Spark und die Gestensteuerung

Der DJI Spark führt ein Feature ein, dass es so noch nicht im Drohnenbereich gab. Allein durch Handbewegungen lässt sich der kleine Quadrocopter manövrieren. Das ist vor allem für Selfies eine wunderbare Erleichterung. Bei anderen Drohnen muss man bei Gruppenbildern und Selfies die Fernsteuerung hinter dem Rücken verstecken oder irgendwo ablegen. Mit dem DJI Spark lassen sich solche Aufnahmen in Zukunft einfach mit der Gestensteuerung durchführen. Insbesondere für Privatfotos eine wunderbare Sache!

Wenn du willst, kannst du den DJI Spark sogar direkt von deiner Handfläche aus starten lassen, ohne dass du ein Smartphone oder eine Fernsteuerung bedienen musst. Lege für diese Funktion den DJI Spark auf deine Handfläche und drücke den Power-Button zwei Mal. Daraufhin erkennt die Drohne mit der Kamera dich als Piloten und startet automatisch. Einfach grandios, um private Erinnerungen festzuhalten und auch schnell in der Luft zu sein! Der aufwändige Zusammenbau des Copters vor jedem Start entfällt damit.

Befehle für die Gestensteuerung des DJI SparkHandfläche nach links bewegen: Spark fliegt nach links (in einer Entfernung von knapp einem Meter)
Handfläche nach rechts bewegen: Spark fliegt nach rechts (in einer Entfernung von knapp einem Meter)
Handfläche nach oben bewegen: Spark fliegt nach oben (in einer Entfernung von knapp einem Meter)
Handfläche nach unten bewegen: Spark fliegt nach unten (in einer Entfernung von knapp einem Meter)
Mit einer Hand winken: DJI Spark Drohne fliegt 3 Meter weg
Mit beiden Händen winken: Quadrocopter fliegt zu dir zurück und landet auf deiner Handfläche
Rechteck mit Daumen und Zeigefingern: DJI Spark schießt ein Foto

Wem das alles zu heikel ist, kann aber auch mit dem Smartphone oder einer Fernsteuerung den DJI Spark bedienen. Damit eröffnen sich natürlich weitere Einstellungsmöglichkeiten und die Reichweite erhöht sich. Durch die Nutzung eines Smartphones kann der Copter bis zu 100 Meter weit weg fliegen, bei Verwendung einer Fernbedienung erhöht sich die Reichweite sogar auf einen Radius von bis zu 2 Kilometern. Denke aber daran, dass solche Flugentfernungen in den meisten Ländern nicht erlaubt sind.

Der DJI Spark lässt sich auch mit einer Fernsteuerung und einem Smartphone bedienen (Foto von dji.com)

Gewohnte DJI-Intelligenz auch im DJI Spark

Neben der Gestensteuerung ist der DJI Spark mit einer Reihe an weiteren großartigen Features ausgestattet, die wir z.T. schon von anderen Drohnen wie dem Phantom 4 Pro kennen. Dazu zählt zum Beispiel ActiveTrack (durch Antippen eines Objektes in der App wird dieses durch den Copter verfolgt) oder Tab Fly (durch das Antippen eines bestimmten Punktes in der App fliegt die Drohne automatisch zu diesem Ort).

Natürlich spielen auch die bekannten Sicherheitsfeatures für DJI weiterhin eine große Rolle. Neben dem etablierten Return to Home (Copter kehrt beim Verbindungsabbruch zum Startpunkt zurück) besitzt der DJI Spark auch eine Hinderniserkennung. Damit kann der Copter Hindernisse bis zu einer Entfernung von 5 Metern erkennen, sodass Kollisionen vermieden werden.

Hindernisse erkennt der DJI Spark auf eine Entfernung von 5 Metern (Foto von dji.com)

Für eine genauere Navigation des Copters ist im Spark nicht nur ein GPS-Modul integriert, sondern auch das russische Navigationssystem GLONASS. Das ermöglicht eine exaktere Steuerung der Drohne.

Auch das bekannte Vision Positioning System (VPS) ist wieder an Bord. Mit diesem System kann sich der Spark auch ohne GPS/GLONASS im Raum orientieren und seine Position halten.

Damit du nicht ungewollt in Gebieten fliegst, in denen der Betrieb von Coptern nicht erlaubt ist, berücksichtigt der DJI Spark lokale Flugverbote (z.B. rund um Flughäfen, temporäre Verbotszonen bei Großereignissen etc.). Ich bin gespannt, ob auch die Beschränkungszonen der neuen Drohnen-Verordnung in Deutschland mit einbezogen werden.

Jetzt wird der Himmel bunt

Erhältlich ist der Copter in den Farben Alpinweiß, Himmelblau, Sonnengelb, Lavarot und Wiesengrün. Wir würden uns natürlich für die grüne Version entscheiden. 😉 

Der DJI Spark ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich (Foto von dji.com)

Derzeit ist der DJI Spark nur in einem Combo Paket erhältlich, dass 200 Euro mehr kostet und weiteres Zubehör wie eine Fernsteuerung, einen Ersatzakku, weitere Propeller und eine Schultertasche beinhaltet.

Weiterhin kann man sein Equipment mit den DJI Goggles erweitern – einer Video-Brille, mit der du den Copter direkt in der „Pilotenperspektive“ (First Person View) steuern kannst.

Die FPV-Brille DJI Goggles im Einsatz mit dem Spark (Foto von dji.com)

Die Kamera des DJI Spark

Die Kamera des DJI-Spark nimmt 12 MP Bilder (3968×2976 Pixel) auf, was für viele Nutzer ausreicht. Die Videoauflösung beträgt 1920×1080 Pixel, was FullHD entspricht. Die Bildrate liegt bei 30 fps, sodass sich mit dem DJI Spark keine Zeitlupen aufnehmen lassen. Das ist bei Luftaufnahmen aber ohnehin eher selten notwendig.

Damit deine Drohnen-Aufnahmen spannender werden, hat DJI mit den Quickshots automatische Flugmanöver eingeführt:

  • Rocket: Bei diesem Quickshot fliegt der DJI Spark gerade nach oben, während die Kamera nach unten schaut.
  • Dronie: Bei einem Dronie startet der DJI Spark an einem Objekt und entfernt sich schräg nach oben von dem Motiv weg, sodass die Umgebung sichtbar wird.
  • Circle: Bei diesem Quickshot umkreist der Spark das Motiv in einer gleichmäßigen Bewegung.
  • Helix: Bei einem Helix umrundet der Spark ein Objekt wie bei einem Circle, entfernt sich aber immer weiter vom Motiv. Damit fliegt der Spark spiralförmig nach oben.

Ein Quickshot wird innerhalb von einer Minute aufgenommen und so abgespeichert, dass ein 10-Sekunden-Clip entsteht.

Mit ShallowFocus wird eine Tiefenunschärfe ermöglicht (Foto von dji.com)

Neben diesen Video-Optionen gibt es auch neue Foto-Modes. Mit Pano lässt sich ein Panorama-Fot erzeugen, ohne dass du selber die Einzelbilder zu einem Gesamtwerk zusammenfügen musst. Das erledigt schon die App für dich. Durch ShallowFocus wird eine Tiefenunschärfe erzeugt, sodass das eigentliche Motiv stärker zur Geltung kommt.

Doch was nützt die ganze Kamera-Technik, wenn du nicht zum Schneiden deines Footages kommst? Viele Luftaufnahmen liegen auf Festplatten und Speicherkarten rum, ohne jemals von jemand anderen gesehen zu werden. Die Nachbearbeitung ist eben ziemlich aufwändig. Auch für dieses Problem hat sich DJI etwas einfallen lassen!

DJI verspricht, dass man mit der neuen DJI Go 4 App das Filmmaterial innerhalb kürzester Zeit zu einem fertigen Video zusammenschneiden kann. Ein Editor in der App vereinfacht die Nachbearbeitung und erlaubt auch, eigene Musik und Schriftzüge einzufügen sowie Farbfilter zu nutzen. Alles wird so zusammengesetzt, dass du deine Aufnahmen sofort mit deinen Freunden teilen kannst!

Mit der DJI Go 4 App lassen sich Videos schnell auf dem Smartphone schneiden (Foto von dji.com)

Wie sich der DJI Spark von anderen Selfie-Drohnen abgrenzt

Die Kamera des DJI Spark ist nicht gerade für Filmemacher geeignet, weshalb ich diesen Copter in der Kategorie der Selfie-Drohnen sehe. DJI selbst stellte bei der Produktvorstellung vor allem die Nutzung durch Privatanwender in den Mittelpunkt. Jeder soll mit dem DJI Spark in der Lage sein, seine Erlebnisse mit seinen Freunden und seiner Familie zu teilen.

In genau diesem Segment gibt es natürlich schon andere Drohnen, wie zum Beispiel den Yuneec Breeze oder den Parrot Bebop 2. Diesen Coptern fehlt es allerdings an einer mechanischen Bildstabilisierung. Parrot und Yuneec nutzen zwar eine digitale Bildstabilisierung, doch die Qualität eines Gimbals lässt sich damit nicht erreichen.

Mit dem Smartphone lassen sich viele Einstellungen vornehmen (Foto von dji.com)

DJI ist mit dem Spark einen Schritt weitergegangen und hat die Minidrohne mit einem 2-Achsen-Gimbal ausgestattet. Somit wird die Kamera immer entsprechend der Flugbewegung ausgerichtet, sodass die Aufnahmen sehr stabil sind – selbst bei schwierigen Flugbedingungen.

Ist der DJI Spark die neue Reise-Drohne?

Der DJI Spark ist nicht nur wegen seiner geringen Abmessung ein idealer Begleiter bei Ausflügen und Reisen. Der neue Quadrocopter von DJI wiegt gerade mal 300 Gramm (Abflugmasse) und ist damit super zu transportieren.

Doch die Entwickler haben auch in einem anderen Punkt an die alltägliche Anwendung gedacht. So lässt sich der Akku z.B. über eine Powerbank mit einem MicroUSB-Anschluss aufladen. Das ist unterwegs natürlich super praktisch!

Mein Fazit zum DJI Spark

Der DJI Spark richtet sich eindeutig an Privatpersonen, die ihren Alltag für den Bekanntenkreis oder sich selbst aus neuen Perspektiven verewigen wollen. Die maximale Flugzeit von 16 Minuten ist im Vergleich zu anderen DJI-Modellen gering; trotzdem sollte das dem Anspruch der meisten Privatanwender genügen. In diesem Bereich scheint der DJI Spark eine echte Alternative z.B. zum DJI Mavic zu sein. Den Preis von 599 Euro halte ich im Vergleich zur Konkurrenz aber für zu hoch.

Wer jedoch professionelle Aufnahmen anfertigen möchte, könnte von der Kamera und der Flugleistung enttäuscht werden. So lassen sich Bilder nur als JPGs abspeichern (kein RAW/DNG möglich) und die Auflösung ist auf 1080 Pixel bei 30 Frames per Second begrenzt.

Hobby-Piloten kann ich den DJI Spark aber nach dem aktuellen Stand der Informationen nur empfehlen. Leider hatten wir bis jetzt nicht die Möglichkeit, den DJI Spark zu testen, da er erst ab Juni ausgeliefert werden soll. Wer jedoch ein Modell ergattern möchte, sollte sich beeilen und den DJI Spark jetzt gleich vorbestellen. Denn in der Vergangenheit kam es bei DJI bei neuen Modellen zu Lieferengpässen. Deshalb würde ich den Spark gleich auf der DJI-Seite vorbestellen. Die Zustellung deiner neuen Drohne würde ich frühestens in der zweiten Juni-Hälfte 2017 erwarten.

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Hast du noch Fragen zum DJI Spark? Dann ab damit in die Kommentare! Natürlich sind wir auf deine Erfahrungen gespannt, wenn du dann dein Modell ergattert hast.