Disneyland Paris

Von Urlaubaer

Ein Kindheitstraum wurde wahr!

Im Alter von fast 36 Jahren habe ich es endlich geschafft einen lang ersehnten Traum wahr werden zu lassen: Einmal das Disneyland Paris zu besuchen!
Aber ich will meine Erzählung am Anfang der Reise beginnen.

Nach fast zwei Stunden Autofahrt kamen wir am Hamburger Flughafen an. Hier verlief alles ohne Probleme und wir lagen im Zeitplan. Wir hatten einen angenehmen Flug nach Paris. Ich war überrascht, wie groß der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle ist. Da ich überwiegend mit Auto oder Zug unterwegs bin, war der Pariser Flughafen für mich schon ein Erlebnis.

Wir hatten uns in einem Hotel einquartiert und schon im Vorfeld einen Shuttle Service vom Flughafen zum Hotel gebucht. Diesen sollte man nach der Landung einfach telefonisch über seine Ankunft informieren. Leider war das nicht so einfach wie erhofft. Ich rief die angegebene Telefonnummer an und am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Anrufbeantworter, der eine leise gesprochene Bandansage in französischer Sprache abspielte. Ich spreche und verstehe aber kein Französisch! Absolut hilflos legte ich auf. Ich rief noch einmal an: wieder die französische Ansage.

Schließlich fand ich in den Reiseunterlagen eine deutsche Telefonnummer. Dort nannte man mir eine andere Telefonnummer. Genervt wählte ich diese Nummer ... Na klar, wieder ein Anrufbeantworter! Diesmal aber in englischer Sprache. Ich gelangte zu einem englischsprachigen Mitarbeiter, der mir versicherte, dass er einen Fahrer losschickt. Nach einer Stunde Wartezeit wurden wir dann endlich am Flughafen eingesammelt und zum Hotel gefahren.
Der im Voraus gebuchte Shuttle Service war sehr teuer. Es gab damit viele Komplikationen und lange Wartezeiten. Daher hier mein Tipp für euch ...

TIPP : Wenn ihr nach Paris fliegt und dann weiterreisen wollt, empfehle ich auf einen solch überteuerten Shuttle Service zu verzichten. Direkt vor dem Flughafen stehen viele Taxen und auch ein Busunternehmen bietet seine Dienste an. Das ist schneller und sogar um einiges günstiger!

Wir checkten im Algonquin's Explorers Hotel, ganz in der Nähe von Disneyland Paris ein. Das Hotel ist absolut familienfreundlich. Das ganze Personal ist dort im passenden Look einer Schiffsmannschaft verkleidet und die Innen- und Außenausstattung führt dazu, dass man sich an Bord eines Piratenschiffes wähnt. Unser Zimmer sah aus wie die Kombüse dieses Schiffes.

Nach der anstrengenden Reise waren wir einfach nur hungrig und müde. Daher aßen wir lecker zu Abend und verschwanden alsbald in unserer „Koje".

Tag 1 im Disneyland Paris

Der Wecker klingelte am nächsten Morgen viel zu früh. Aber unsere Vorfreude auf das Disneyland Paris war so groß, dass wir schnell aus unseren Betten sprangen. Meine kleine Tochter schwang sich direkt in Ihr Kostüm: Sie wollte natürlich eine Disney Prinzessin sein! Als kleine blonde „Vaiana" verkleidet ging es gleich nach dem Frühstück via Bus vom Hotel zum Park.

Kaum ausgestiegen und auf dem Weg zum Eingang hörten wir zig verschiedene Sprachen um uns herum. Mir war bewusst das das Disneyland ein Magnet für Besucher aus vielen Ländern ist. Doch vor Ort ist man von dem Sprachengewirr doch beeindruckt.

Schon alleine der Vorbereich zum Eingang des Parks ist bombastisch. Selten habe ich einen Eingangsbereich gesehen, der so liebevoll und Detailreich gestaltet war. Man hätte denken können, dass man bereits im Park ist. Aus Lautsprechern wurde der gesamte Platz mit bekannter Disneymusik beschallt und große unglaublich schön bepflanzte Blumenbeete und Brunnen waren zu bestaunen. Wir hatten unsere Eintrittskarten bereits vor Antritt der Reise online reserviert und mussten somit nicht lange am Ticket-Schalter anstehen.

Auch im inneren des Disneyland Resort Paris angekommen spiegelte sich der erste Eindruck wieder. Absolut detailverliebt bis in kleinste Teil zeigte sich der Park von seiner besten Seite. Der Erste Blick viel direkt auf das Wahrzeichen: Das große Dornröschen-Schloss!

Das ließen wir uns nicht nehmen. Unser erster Weg führte schnurstracks zum Schloss.
Innerhalb des Schlosses gab es einen sehr schönen Disneyshop, man fühlte sich wie im inneren des Waldes bei Auroras Freunden. Oben im Schloss konnte man Glasmalereien und Wandteppiche bestaunen.

Wir waren im Hochsommer im Pariser Disneyland. Oft herrschten vor Ort Temperaturen von über 30° C im Schatten. Da war man schnell sehr durstig und die Trinkflaschen leer. Zum Glück gibt es im Park überall Trinkbrunnen, an denen man seinen Wasservorrat auffüllen konnte. Doch zuerst konnten wir diese nicht finden. Daher hier mein Tipp, wie ihr diese Brunnen finden könnt ...

TIPP : Ihr findet einen Trinkbrunnen immer in der Nähe einer Toilette. Die WCs sind in den Karten vom Park eingezeichnet und wir fanden vor dem Eingang zu jedem WC auch einen Trinkbrunnen!

Mit frischem Wasser versorgt erkundeten wir den Park weiter.
Doch das klingt einfacher als es war. Von einer Attraktion gelangten wir zur nächsten und ein Anziehungspunkt war besser als die andere. Wir konnten uns kaum entscheiden, wo wir anfangen und aufhören wollten ...
Daher empfehle ich, macht einfach das, was euch zuerst über den Weg läuft!

So durften wir zum Beispiel in den Weltraum und flogen dort ein heißes Manöver mit C-3PO (Star Wars).
Wir fuhren eine Rennstrecke in einem Auto ähnlich wie bei Cars (Das hat uns übrigens fast am besten gefallen).
Dann konnten wir mit Dumbo fliegen, ein Foto mit Minnie Mouse ergattern und dann haben wir uns im Irrgarten von „Alice im Wunderland" verlaufen. Die Grinsekatze war dort, die Herzkönigin und Ihre Ritter, die aussehen wie Spielkarten. Am Ende landeten wir in der Burg der Herzkönigin, von dieser hatte man einen schönen Blick über den Park.

Wir haben an diesem einen Tag so viel erlebt, dass ich mich kaum an alles erinnern kann.
Da uns vom vielen laufen langsam die Füße schmerzten, genossen wir einfach die Disney Prinzessinnen Show am Schloss. Hier konnten wir ein wenig ausruhen und die Show war auch wirklich schön anzusehen.

Die „Nautilus" war auch sehr interessant und vor allem angenehm zu besuchen, da man dort mal keine Stunde Wartezeit hatte.
Die große Disneyparade wollten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Die Wagen waren auch hier bis ins letzte Detail durchdacht und absolut schön anzusehen.
Hier nervte mich ein besonderes Problem unserer Zeit ganz extrem. Viele, nein sehr viele Zuschauer standen dort in der ersten Reihe und filmten mit ausgestreckten Armen mit ihrem Smartphone die gesamte Parade! Ihr fragt Euch warum mich das so gestört hat?

Ich bin mit 1,58m Körpergröße recht klein und kann mich daher auch gut in die Lage der Kinder versetzten. Ich stand in der dritten Reihe und konnte kaum etwas von der Parade sehen. Die ganzen hochgehaltenen Telefone versperrten mir die Aussicht aber ohnehin fast gänzlich ... Selbst meine Tochter, die auf den Schultern ihres Großvaters saß, hatte andauernd irgendein Handy vor der Nase. So konnte man die Parade wirklich wenig genießen. 🙁
Daher gibt es hier auch kein Foto der sehr sehenswerten Parade. Ich wollte diesen Unsinn nicht nachahmen.

Um uns von diesem Ärgernis abzulenken unternahmen wir als nächstes eine ruhige Bootstour durch eine Miniwelt. Auch diese wieder absolut liebevoll gemacht.
Gleich nach dieser Tour wurde es rasant auf einer wilden Fahrt mit Teetassen vom verrückten Hutmacher und so langsam neigte sich der erste Tag dem Ende zu.
Wir gingen also zurück zum Schloss da wir uns das große tägliche Feuerwerk und die Show nicht entgehen lassen wollten. Es erwartete uns wirklich ein absolutes Highlight, wenn nicht das Beste an diesem Tag. Ich bekomme noch immer Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Es war inzwischen dunkel geworden, alles war schön beleuchtet. Das Dornröschen-Schloss wurde nun lila angestrahlt und sah atemberaubend schön aus! Fast noch mystischer als bei Tageslicht.
Das Feuerwerk begann und dann wurde das Schloss als Kinoleinwand genutzt. So schwamm Arielle, umrahmt von der bekannten Musik, das Schloss empor, feierte mit dem Löwen Simba, eilte Nemo hinterher und so weiter und so weiter ...
Ein Disney-Klassiker nach dem nächsten wurde auf das Schloss projiziert, plus Feuerwerk an den richtigen Stellen und unterlegt von der passenden Musik.

So verließen wir nach einem ereignisreichen Tag das Disneyland Paris. Wir hatten sehr viel erlebt und doch nicht alles geschafft. Das Adventureland hatten wir noch gar nicht besucht.
Es waren wirklich sehr viele Eindrücke zu verarbeiten und die schmerzenden Füße zu versorgen. So ging es todmüde zurück in die Unterkunft.
Dort vielen wir alle schnell in den Schlaf.

Tag 2 im Disneyland Paris

Am nächsten Morgen ging es wieder früh los. Am diesem zweiten Tag hatten wir vor den Walt Disney Studio Park zu besuchen.

Hier sind wir viel gelaufen und haben uns einfach nur umgesehen um das ganze Ambiente zu genießen. Wirklich viele Fahrgeschäfte haben wir hier nicht ausprobiert. Das lag aber auch daran, dass es an vielen Stellen lange Wartezeiten gab. Bestimmte Attraktionen mussten wir auch ganz auslassen, da meine sechsjährige Tochter noch zu jung oder zu klein war.

Sehr gefallen hatte mir „Ratatouille". Hier schrumpfte man auf Rattengröße und wurde mit einem Wagen durch die Küche gefahren und musste vor den Köchen davonlaufen. Sehr witzige Idee und genial umgesetzt.
Schnell meldeten sich die Füße wieder. Der erste Tag saß uns noch in den Knochen und aufgrund der großen Hitze suchten wir Entspannung in einer Show.

Wir sahen uns Mickey Mouse als Zauberlehrling an. Wie nicht anders zu erwarten, wieder unglaublich schön gemacht. Die Show erinnerte an ein Musical in der auch viele Disney Prinzessinnen zu bestaunen waren. Zusätzlicher Pluspunkt: der Saal war klimatisiert. Endlich konnten wir uns eine Abkühlung verschaffen.

Wir besuchten nach der Show noch eine Achterbahn, die tatsächlich auch für meine Tochter zugelassen war. Ich dachte, die kann nicht all zu wild sein. Wir standen dort über eine Stunde an und stiegen in die „Findet Nemo Achterbahn" ein. Mir gefiel die rasante Fahrt sehr gut. Man muss allerdings wissen, dass diese Bahn im Dunkeln fährt und nicht geradlinig verläuft. Es sind zwar keine Loopings vorhanden doch der Wagen, in dem man zur zweit sitzt, bewegt sich hin und her. Meine Tochter war totenstill. Als ich einen Blick zu Ihr riskierte stand Ihr die Angst ins Gesicht geschrieben. Die Arme war wie geschockt. Als wir ausstiegen sagte Sie nur: „Mama, das war schrecklich."
An sich eine tolle Achterbahn. Doch nach meinem Ermessen nicht für kleinere Kinder geeignet.

Nach dem Abendessen beendeten wir unser Abenteuer Disneyland so langsam. Allerdings nicht ohne ein zünftiges Disney Merchandise Shopping!
So ganz ohne ein Mitbringsel mag man dann doch nicht nach Hause fahren. Somit zogen bei uns Kuschelhund Pluto, Kuschel-Mickey und eine Vaiana Barbie ein ... 😉

Fazit

Disneyland ist einfach unglaublich schön und kaum mit Worten zu beschreiben. Am besten spiegeln die Fotos den Detailreichtum wieder. Ich persönlich denke, das muss man mal erlebt haben!
Bei zwei Tagen Aufenthalt haben wir bei weitem nicht alles gesehen. Trotzdem war das Erlebnis einfach unglaublich beeindruckend und wir werden auf jeden Fall wiederkommen.

Dann allerdings eher in einer kühleren Jahreszeit wie Herbst oder Winter. Dann kann man im Park auch andere Shows und Events erleben als im Sommer. Außerdem würde ich einen längeren Aufenthalt in Paris einplanen. Das lange Laufen bzw. Anstehen ist wirklich anstrengend und ein Tag Parkpause ist sehr zu empfehlen.

Bei diesem Besuch haben wir in einem Hotel übernachtet. Ich denke aber darüber nach, bei unserem nächsten Besuch des Disneyland Paris eine Ferienwohnung in der Umgebung zu mieten.
Das Hotel hat die Vorteile eines Frühstücksbüffets, Kinder können hier einiges erleben und man kann eher nette Bekanntschaften machen.
In einer Ferienwohnung könnte man dafür selbst kochen und sich für den Besuch im Park versorgen. Denn das Essen im Disneyland empfanden wir alle als schrecklich. Es gab lediglich Fastfood und alles war einfach nur süß und fettig. Wahrscheinlich bin ich aber auch einfach nur „zu Deutsch". Mir fehlte mein Vollkornbrötchen mit Salat und Käse und eine vernünftige Mahlzeit ... 😉

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