Dieter Eidmann: Bildhauerfotos und Zeichnungen

Von Lyrikzeitung

Ausstellung

Ort der Ausstellung von Dieter Eidmann: Falladahaus Greifswald, Steinstr. 59

Zeit der Eröffnung (mit Einführung Angelika Janz): 29.6.2013 um 19 Uhr

Dauer der Ausstellung noch bis 1.9.2013

Öffnungszeiten ansonsten dienstags 14-17 Uhr und zu den Veranstaltungen (oder nach Vereinbarung, Anfragen hier)

Die Eröffnung findet statt im Rahmen des Fallada-Festes zum 120. Geburtstag Hans Falladas mit einem bunten Programm mit Kinderbuchlesung, Kino und Poesie

Zur Ausstellung:

Mit dem Medium Fotografie werden die skulpturalen Arbeiten in Granit und die archiplastischen Objekte in Gips des Bildhauers Dieter Eidmann präsentiert. Dieter Eidmann, geboren 1940 in Wuppertal, lebt seit 1994 in Aschersleben/Vorpommern. Die in einem Zeitraum von 15 Jahren entstandenen Granitskulpturen sind Ertrag einer Wechselwirkung im Entstehungsprozess der Skulpturen, den zahlreichen Modellstudien und anderen plastischen Arbeiten. Die fotografische Interpretation dieser Arbeiten durch den Künstler vermittelt sein ästhetisches Konzept, kann aber den Dialog des Betrachters mit den realen Objekten nicht ersetzen. Parallel zur plastischen Arbeit de Künstlers entstehen farbige Zeichnungen und Kalligraphien. Sie sind als eigenständiges Medium eine Form der Erweiterung seiner Arbeit am Raumgeschehen in der Bildenden Kunst. Dieter Eidmann arbeitet in schwedischem oder afrikanischem Granit, inhaltlich gesehen konkret, thematisch gesehen mit Formdurchdringungen, die sowohl landschaftliche (unserer Region mit ihren Seen, der Ostsee, der Endmoränenlandschaft) wie auch archi-skulpturale Assoziationen intendieren, Skulpturen, die eine meditative Aura besitzen, die eine Korrespondenz von Architektur und Skulptur in vielfältiger Raumbezüglichkeit einschließt. Eine konzentrierte visuelle Beschäftigung mit den Arbeiten setzt philosophische Gedankenbewegungen in Gang: die Summe (und mögliche Offenlegung) der einander durchdringenden Formen – stellt sie die Komplexität der Skulptur in Gänze dar oder entsteht nicht gerade an dieser Vorstellungsschnittstelle ein Mehrwert, das dem Vorstellungsdenken immer neue Räume eröffnet? Das Neue ist – bei längerem Anschauen der Arbeiten – die gelenkte Fahndung des Betrachters nach dem Innenleben/Innengeschehen der Skulptur – die Skulptur signalisiert nicht, wie gewohnt, anhand von Kontur und Oberfläche allein eine Wiedererkennbarkeit auf ästhetischer Ebene. Das visuelle Denken wird in die inneren Gegenden des Steins jenseits seiner gespannten Oberflächen gelenkt, innerhalb derer die Formen in der Bewegungsdurchdringung “komplett” wären. Dem Betrachter, der bereit ist, sich auf dieses kontemplative Sehabenteuer einzulassen, werden keine starren Interpretationsmuster und diktierten Ansichten “präsentiert”, sondern der Blick wird freimacht und Angebote des Ausruhens werden dort formuliert, wo Formverbindungen gefunden zu sein scheinen, die sich in ein immer neu zu findendes Ganzes fügen.