Diese Woche gesehen… 16. bis 22. Februar

Diese Woche gesehen… 16. bis 22. Februar

gabelingebers Film der Woche

Diese Woche hatte ich etwas Pech mit der Filmwahl – ein richtig gutes Werk war diesmal nicht dabei. Der “Film der Woche” ist immerhin interessant.

1. JOURNEY FOR MARGARET (W.S. Van Dyke; USA 1942; DVD)
Ein heute vergessener US-Propagandafilm aus dem zweiten Weltkrieg; Robert Young und Laraine Day spielen ein Paar, das während der Bombardierung durch Deutschland in London weilt. Als er einen Artikel über Kriegswaisen verfassen muss, macht er die Bekanntschaft zweier traumatisierter Kinder, die ihn als Bezugsperson akzeptieren. Der Film macht u.a. deutlich, dass die Hemmschwelle bezüglich des Drückens auf die Publikums-Tränendrüsen früher wesentlich tiefer lag als heute. Dem Film liegt zudem ein schwaches Drehbuch zugrunde, und Robert Youngs Schauspielkünste sind sichtbar limitiert. Demgegenüber steht auf der positiven Seite ein Truppe von ausnahmslos hervorragenden Nebendarstellern; insbesondere die beiden Kinder wirken verblüffend authentisch. Und Regisseur Van Dyke (“Mordsache dünner Mann”) liefert eine solide Regiearbeit ab – die letzte seiner Karriere. Ein Jahr später beging er Selbstmord.

ALCESTE A BICYCLETTE (dt.: Molière auf dem Fahrrad, Philippe Le Guay, Frankreich 2014; DVD)
Die Grundidee zu diesem Film klingt vielversprechend: Zwei alternde Schauspieler treffen sich nach Jahren; der eine – er hat inzwischen Karriere am Fernsehen gemacht – versucht den anderen, einen Aussteiger, zur Rückkehr auf die Bühne zu bewegen. Beide beginnen, auf dem Landsitz des Aussteigers “spasseshalber” den “Menschenfeind” von Molière zu proben. Dabei enthüllt sich – genau wie bei Molière – ein Mikrokosmos von Eitelkeiten, Egoismus, Verletzungen, Neid und Misstrauen. Das Spiel der beiden Alt-Stars Fabrice Luchini und Lambert Wilson ist herrlich, der film jedoch kommt nach einem guten Start zum Stillstand und dreht fortan nur noch im Kreis – um sich selber. Die Kernaussage von der universellen Gültigkeit des Werks Molères verblasst dank einem schwachen Drehbuch und geht schliesslich vor der Selbstverliebtheit der beiden Hauptfiguren unter.

MELINDA AND MELINDA (dt.: Melinda und Melinda; Woody Allen, USA 2004; DVD)
Auch hier klingt die Ausgangslage vielversprechend: Die Geschichte der Aussenseiterin Melinda wird im selben Film wechselweise als Komödie und als Tragödie durchgespielt. Leider funktioniert das nicht, weil es sich genaugenommen gar nicht um dieselbe Geschichte, sondern nur um dieselbe Hauptfigur handelt. Zudem sind die Dialoge derart platt und oberflächlich, dass sich das Interesse der Zuschauer rasch verflüchtigt – und geredet wird in diesem Film leider viel zu viel. Kommt hinzu, dass der komödiantische Teil kaum je wirklich komisch wird, während der tragische mit Plattitüden gespickt ist.
Ein enttäuschend schwaches Werk von Altmeister Woody Allen.


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