Die Zeit vergeht, Erinnerung bleibt.

Immer wieder, schon die letzten paar Tage, kamen kurz Gedanken auf, Gedanken, Erinnerungen an das tragische Ereignis des vorigen Jahres. Die Zeit stand still.Begreifen konnte es so schnell niemand. Es wollte auch niemand so schnell begreifen. Auch ich nicht. Doch als der Hubschrauber das Gelände verließ erhaschte mich ein Gefühl von Gewissheit, Gewissheit, dass das nicht gut ausgehen könnte.

Stunden zuvor haben wir noch gescherzt, blöde Witze gerissen über die längst überfälligen Leberkässemmeln gesprochen. Damals hätte ich nie gedacht, dass das unser letztes Gespräch war.

Die Hoffnung hat noch einige Stunden angehalten, doch es kommt so, wie es kommen sollte. Wie es das Leben so wollte. Zu schnell, viel zu schnell und du warst viel zu jung. Viel zu jung. Kein Abschied, kein Leb wohl, kein “wir sehen uns wieder, irgendwann”. Einfach Aus. Machtlos. Sprachlos.

Die Zeit heilt so manche Wunden und du – bzw das Leben – hat mir auf diese Weise wieder einige Dinge klar(er) gemacht. Wie wertvoll es ist den Tag zu schätzen, die Menschen, die einem nahe stehen und daß man es ihnen auch zeigen sollte.

Ich hoffe, deine Reise ist zu Ende, du bist sicher an einem Ort, in einer Sphäre wo es schön ist und wo die Sonne immer scheint.

Die Kerze, ja, das haben wir dir ja versprochen, sie ist gut bei deinen Liebsten angekommen und sie hat uns damals auch sehr oft Kraft gespendet. Und ich glaub, du hast uns in dem einen oder anderen Moment sogar beobachtet.

Was für heute bleibt, ist ein kleiner Schmerz, an das tragische Ereignis, doch die Freude dich gekannt zu haben ist größer. Danke dafür.

 

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