Die Woche | 24.11. – 30.11.2018

Die Woche | 24.11. – 30.11.2018

Immer mehr Anzeigen wegen Mängeln in Restaurants auf Mallorca
Im letzten Jahr gab es eine hohe Anzahl von Anzeigen wegen schlechter Lebensmittel oder mangelnder Hygiene in Restaurants auf Mallorca und den anderen Inseln. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des balearischen Verbraucherschutzamtes. Insgesamt 24 Restaurants mussten 2017 geschlossen werden, gegen 161 Gastronomen wurden Bußgelder verhängt. Fast 250 Beschwerden von Kundenseite wurden zudem beim Verbraucherschutzamt registriert. Die Daten von 2018 sind zwar noch nicht vollständig, allerdings gab es im Rückblick auch in diesem Jahr einige Lebensmittelskandale auf Mallorca. Darunter zum Beispiel der Gammelfleisch-Skandal im Mai, bei dem eine Firma aus Santa Ponça abgelaufene Lebensmittel aufbereitet und weiterverkauft haben soll. Oder auch der aktuelle Salmonellenbefall in Inca.
Experten begründen die steigende Zahl von Verstößen gegen Hygiene- und Lebensmittelvorschriften damit, dass in den letzten Jahren immer mehr Restaurants und Bars auf den Balearen neu eröffnet wurden. Innerhalb von fünf Jahren ist ihre Zahl um fast 3.200 auf rund 19.800 Lokale insgesamt angestiegen.

Woche 24.11. 30.11.2018
Die Woche | 24.11. – 30.11.2018

Graffiti-Beseitigung kostet SFM bis jetzt schon 60.000 Euro
Die mallorquinische Zuggesellschaft SFM hat in diesem Jahr bereits 60.000 Euro in die Beseitigung von Graffitis investiert. Im Vergleich zum gesamten Jahr 2017 ist das schon jetzt ein Anstieg von knapp 22 Prozent. 2017 mussten gut 47.000 Euro in die Säuberung der Züge gesteckt werden. Laut SFM wurde in diesem Jahr eine Zugfläche von rund drei Kilometern beschmiert, auch hier verzeichnet die Zuggesellschaft einen enormen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. 2017 wurde eine Fläche von rund 2,3 Kilometern durch Graffitis beschädigt.
Aber nicht nur auf Mallorca werden immer mehr Züge von Graffitis beschmiert, im letzten Jahr musste die spanische Bahngesellschaft Renfe 16 Millionen Euro in die Reinigung ihrer Wagons stecken.

Balearenregierung fordert Maximalpreis für Spanienflüge
Die Balearenregierung wird beim spanischen Innenministerium einen Antrag einreichen, in dem sie fordert, einen Maximalpreis für innerspanische Flüge festzulegen. Hintergrund sind die gestiegenen Flugpreise: Wie bereits berichtet, haben sich die Ticketpreise für Verbindungen von den Balearen auf das spanische Festland in den letzten Monaten um mehr als 70 Prozent erhöht. Hinzu kommt, dass Flugreisen vom spanischen Festland auf die Balearen in vielen Fällen günstiger sind, als in umgekehrter Richtung.
Als Grund dafür sehen Experten aus Reiseveranstalter-Verbänden die Erhöhung des Residentenrabatts von 50 auf 75 Prozent: Demnach haben viele Fluggesellschaften die Preise angehoben, um so doppelten Gewinn zu machen, denn der höhere Residentenrabatt wird ihnen pro Fluggast ohnehin von der spanischen Zentralregierung zurückgezahlt.
Um diese Praktik zu unterbinden, fordert die Balearenregierung daher, dass eine Obergrenze für die Flugpreise auf das spanische Festland festgelegt wird.

Reinigungspersonal in Palmas Rathaus will streiken
Volle Mülleimer, dreckige Schreibtische und nicht gereinigte Bäder, so könnte es ab kommender Woche in Palmas Rathaus und in anderen Verwaltungsgebäuden der Inselhauptstadt aussehen. Grund ist, dass die Gewerkschaft CCOO des Reinigungspersonals zum Streik aufgerufen hat. Ab Montag, dem 3. Dezember, wollen die Mitarbeiter auf unbestimmte Zeit ihre Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass seitdem eine neue Firma das Reinigungspersonal koordiniert, die Arbeitszeiten der Angestellten teilweise von acht auf vier Stunden herunter gestuft wurden. Eine Zeitspanne, in der die Arbeit nicht zu bewerkstelligen ist. Hinzu kommt, dass den Reinigungskräften oftmals kein oder nicht genügend Putzmittel zur Verfügung gestellt werden. Dadurch bleiben die Büros in Palmas Rathaus trotz Reinigung schmutzig. Jeden Tag beschweren sich um die sechs Mitarbeiter der Stadt Palma darüber, dass an ihren Arbeitsplätzen unhygienische Zustände herrschen. Mit dem Streik soll nun auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden.

Neues Luxushotel für Palma
In Mallorcas Inselhauptstadt Palma wird noch in diesem Jahr ein neues Luxushotel eröffnen. Es entsteht derzeit in dem ehemaligen Herrenhaus Can Bordoy in der Calle del Forn de la Gloria in Palmas Altstadt. Rund 18 Monate haben die Umbauarbeiten angedauert, Investor ist ein Unternehmer aus der Schweiz. Insgesamt 24 Zimmer stehen Gästen in dem neuen Hotel zur Verfügung. Mit in dem Gebäude untergebracht ist auch ein neues Restaurant: „Botànic“ mit seinem Chefkoch Andrès Benitez, der bekannt ist für eine gesunde Küche mit lokalen Produkten.
Eröffnungstermin für das Fünf-Sterne-Hotel in Palmas Altstadt ist der 20. Dezember.

Immer mehr 1.000 Euro-Verdiener auf den Balearen
Immer mehr Angestellte auf den Balearen verdienen im Monat nur etwas mehr als 1.000 Euro. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Finanzamtes. Zwar geht die Zahl der Arbeitslosen kontinuierlich zurück, über eine halbe Millionen Menschen hatten 2017 auf den Inseln einen Job. Die Hälfte von ihnen verdient jedoch gerade einmal 1.061 Euro monatlich, verteilt auf 14 Monatsgehälter.
Auch im Rest Spaniens ist die Zahl der Personen, die verhältnismäßig niedrige Löhne für ihre Arbeit bekommen, in den letzten Jahren gestiegen. Dieses Phänomen findet man auch in Italien, während die Durchschnittsgehälter in Nordeuropa deutlich darüber liegen.
Die aktuelle Statistik des Finanzamtes zeigt auch, dass nach wie vor eine Schere zwischen den Gehältern von Männern und Frauen besteht. Durchschnittlich verdienen Männer auf den Balearen im Jahr 3.000 Euro mehr, als ihre weiblichen Kollegen.

Nachtflugverbot für Mallorca gefordert
Die Stadt Palma will ein Nachtflugverbot für Mallorca. Schon im letzten Jahr hatte das Rathaus eine entsprechende Petition beim spanischen Innenministerium eingereicht, jetzt wird die Forderung erneut laut.
Wie Neus Truyol, die Stadträtin für Umwelt erklärt hat, soll zwischen 23:00 Uhr und 6:00 Uhr morgens der Betrieb an Palmas Airport Son Sant Joan eingestellt werden – vor allem, um die Lärmbelästigung zu reduzieren, der die Bürger rund um die Einflugschneise ausgesetzt sind.
Palma will sich damit ein Beispiel an anderen europäischen Flughäfen nehmen, an denen ein solches Nachtflugverbot gilt, dazu gehören zum Beispiel London Heathrow, Paris Charles de Gaulle und der Flughafen Frankfurt.

Mallorcas Trockensteinmauern sind UNESCO-Weltkulturerbe
Die Trockensteinmauern sind ab sofort Weltkulturerbe, das hat die UNESCO bei einer Sitzung auf Mauritius bekannt gegeben. Auf Mallorca gehören die Trockensteinmauern, hier „pedra en sec“ genannt, seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft, vor allem im Tramuntanagebirge.
Auf Mauritius mit dabei war auch Josep Manchado, Direktor des Umweltamtes im Inselrat. Er freute sich über diese Entscheidung und erklärte, dass die Trockensteinmauern, die auf Mallorca gut geschützt werden, nun auch endlich eine internationale Auszeichnung haben.
Die Gebirgskette Serra de Tramuntana selbst ist schon seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe.

Drachenhöhlen von Porto Cristo: Meereszugang entdeckt
Höhlenforscher haben in den Drachenhöhlen von Porto Cristo in Mallorcas Osten einen Zugang zum Meer entdeckt. So soll es eine direkte Verbindung zur Bucht Cala Murta geben.
Das Expertenteam war in den Coves del Drach unterwegs, um die Höhlen zu kartographieren und die topographischen Informationen zu aktualisieren. Zuletzt wurde das 1924 gemacht.
Je tiefer die Experten in die Höhlen gingen, desto mehr Reste von Neptungras sowie Plastik und tote Aale fanden sie. Laut Angaben der Forscher waren das schon klare Anzeichen für die Nähe zum Meer.
Die Drachenhöhlen sind eine Touristenattraktion in Mallorcas Osten. Im Inneren liegt einer der größten unterirdischen Seen der Welt, der Martelsee.

Strengere Regeln für Elektroroller ab Juli 2019
Seit Jahren sind Elektroroller in Spanien, auch auf den Balearen, auf dem Vormarsch und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nach dem ersten tödlichen Unfall im August in Barcelona sind jetzt spanienweit neue Regeln für die Nutzung auf den Weg gebracht worden. So darf der E-Roller nicht mehr auf Gehwegen genutzt werden und maximal eine Person befördern. Beifahrer sind dann verboten. Außerdem dürfen die Roller höchstens 25 km/h schnell sein.
Die neuen Regeln sollen im Juli 2019 in Kraft treten. Von da an werden die Elektroroller-Fahrer auch von der Polizei auf Alkohol und Drogen kontrolliert, genauso, wie andere Verkehrsteilnehmer, heißt es von Seiten der Verkehrsbehörde.
Bei dem tödlichen Unfall im August wurde eine 92 Jahre alte Fußgängerin von zwei Jugendlichen angefahren, die auf einem Elektroroller unterwegs waren. Die ältere Dame erlag ihren Verletzungen.

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