Die Woche | 22.07. – 28.07.2017

Die Woche | 22.07. – 28.07.2017

Steigende Beschäftigung auf den Balearen bei Arbeitslosenquote wie 2007
Die Beschäftigungsquote auf den Balearen ist auf einem neuen Rekordhoch angekommen: Fast 555.000 Menschen auf den Inseln haben einen Job, das sind so viele wie noch nie zuvor in einem zweiten Jahresdrittel auf den Inseln. Allerdings, so schreibt die Tageszeitung Diario de Mallorca, liegt die Arbeitslosenquote noch bei nach wie vor 10,5 Prozent, während sie 2007 bei gerade einmal 5,5 Prozent lag. Viele der neuen Jobs werden also nicht mit Arbeitslosen besetzt, sondern mit Arbeitnehmern, die aus anderen Bereichen kommen. Fast 70 Prozent der Menschen ohne Job auf Mallorca, Menorca und Co. erhalten zudem keinerlei finanzielle Unterstützung vom Staat.
Allerdings liegt die Arbeitslosenquote der Balearen nach wie vor deutlich unter dem spanischen Durchschnitt, wo sie rund 17 Prozent beträgt.

Polizei fasst Uhren-Räuberbanden auf Mallorca
Die spanische Nationalpolizei konnte jetzt insgesamt drei Uhren-Räuberbanden auf Mallorca fassen. Den neun Algeriern wird vorgeworfen, im Monat Juli mindestens neun hochwertige Uhren von Touristen geraubt zu haben. Dafür positionierten sie sich in Dreier-Gruppen an von Urlaubern stark frequentierten Plätzen oder Freizeiteinrichtungen, um ihre späteren Opfer anhand von deren Uhren auszuwählen. In einem günstigen Moment lenkte einer der Männer das Opfer mit einer Frage ab, während ein zweiter ihm die Uhr vom Handgelenk riss. Kurz darauf flüchteten die Männer mit Hilfe eines Dritten, der in der Nähe auf sie wartete.
Eine der Banden konnte die Polizei in flagranti in Port de Andratx erwischen, die beiden anderen in Palma. Bei letzteren wurden zudem zwei Uhren im Wert von 15.000 Euro und 40.000 Euro sichergestellt, die sie kurz zuvor gestohlen hatten. Insgesamt könnten jedoch mehr als 50 Uhren-Diebstähle auf das Konto der Männer gehen, da die Polizei vermutet, dass die Bande – außer auf Mallorca – auch noch auf dem spanischen Festland aktiv war.

Neues Stierkampfgesetz auf den Balearen gecancelt
Das neue Stierkampfgesetz der Balearen, das in dieser Woche verabschiedet wurde, ist jetzt von der spanischen Zentralregierung gekippt worden. Zur Begründung heißt es, dass die neue Verordnung nicht konform geht mit geltendem, spanischem Recht, wo der Stierkampf als Kulturgut gilt. Auf den Balearen wollte man mit der neuen Regelung erreichen, dass die sogenannten „corridas“ nur noch in abgeschwächter und unblutiger Form stattfinden dürfen, also ohne, dass der Stier dabei getötet wird. Bis mindestens Ende des Jahres wird das jedoch nicht in die Realität umgesetzt werden können. So lange dauert es, bis der Gesetzesentwurf erneut geprüft wird.

Terraferida Ausbau von Landstraße auf Mallorca stoppen
Die Umweltschutzorganisation Terraferida sammelt Unterschriften, um die geplante Erweiterung der Campos-Landstraße auf Mallorca doch noch zu stoppen. Unterstützer werden über die sozialen Netzwerke geworben. Wie bereits berichtet, hat Mallorcas Inselrat Anfang des Monats dem Ausbau der Landstraße zwischen Llucmajor und Campos zugestimmt. Im Vorfeld hatten die Umweltschützer versucht, die Erweiterung zu stoppen, allerdings ohne Erfolg.
Der Abschnitt in Mallorcas Südwesten gilt als gefährlichste Straße auf den Balearen. Der Baustart ist für Ende des Jahres geplant. 38,7 Millionen Euro soll der Ausbau kosten, geplant ist, die beiden Fahrspuren voneinander zu trennen.

7.700 illegale Einwanderer auf den Balearen beim Arzt
Mehr als 7.700 illegale Einwanderer haben sich seit Juli 2015 auf den Balearen ärztlich behandeln lassen – und zwar kostenlos.
Denn seit vorletztem Jahr haben Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung ein Anrecht auf volle medizinische Versorgung in den Gesundheitszentren und öffentlichen Krankenhäusern der Inseln. Außerdem bekommen sie die Medikamente, die sie brauchen.
Zwar wird den illegalen Einwanderern keine Versichertenkarte ausgestellt, aber ein Dokument, das belegt, dass sie die nötigen Untersuchungen erhalten.
Im Jahr 2012 hatte die Regierung beschlossen, dass die Einwanderer von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen werden. Diesen Beschluss hatte die neue Regierung 2015 wieder gekippt.

In sechs Gebieten auf Mallorca: Keine Ferienvermietung mehr
Seit Monaten ist die Ferienvermietung auf Mallorca Thema in der Politik. Nachdem die Balearenregierung bereits in der vergangenen Woche ein Gesetz zur Regelung der Vermietung beschlossen hatte, erklärte der Inselrat am Dienstag (25.7.), dass es auf Mallorca insgesamt sechs Gebiete gibt, in denen keine weiteren Lizenzen für die Ferienvermietung ausgesellt werden. Es handelt sich um Paguera, Santa Ponça, Palmanova-Magaluf, Cales de Mallorca, Cala Millor-Cala Bona sowie die Playa de Palma. Die Gegenden seien ohnehin schon überlastet, heißt es von Seiten des Inselrats. Bereits bestehende Lizenzen sind von der Neuregelung nicht betroffen.
Bevor die neuen Pläne umgesetzt werden können, muss sich der Inselrat zunächst ganz generell mit dem neuen Gesetz zur Ferienvermietung auseinandersetzen und dieses überarbeiten. Grund sind einige fehler- und lückenhafte Punkte in dem Entwurf.

Verhaftung im Fall Cursach
Zum dritten Mal hat die Polizei auf Mallorca ein und denselben Mann festgenommen. Bei dem Rumänen handelt es sich um einen früheren Tito´s-Mitarbeiter, der mehrfach Zeugen im Fall Cursach bedroht haben soll. Diesmal wurde er verhaftet, nachdem vor dem Haus eines Zeugen sowie Ex-Club-Angestellten eine Art Grab mit einem weißen Kreuz aufgetaucht war.
Der Festgenommene soll den Mann schon des öfteren bedroht haben, gegen ihn liegt sogar ein richterlicher Beschluss vor, der ihm untersagt, sich dem Zeugen weiter als 500 Meter zu nähern.
Der Fall schlägt seit Monaten hohe Wellen: Bartomeu Cursach, auch „König der Nacht“ genannt, sitzt noch immer im Gefängnis. Gegen ihn und zwei weitere Personen wird unter anderem wegen Drogenhandel, Steuerhinterziehung und Erpressung ermittelt.

Meeresbiologen äußern sich zu Hai-Häufung vor Mallorca
In den vergangenen Wochen wurden an Mallorcas Stränden angeblich drei Blauhaie gesehen. Meeresbiologen des balearischen Umweltministeriums bezweifeln allerdings, dass es jedes Mal Haie waren. Sie vermuten, dass es sich bei den in Cala Mayor sowie in Colònia de Sant Jordi gesichteten Tiere einfach nur um größere Fische gehandelt hat. Wie die Experten sagen, haben sie bislang keine Bilder gesehen, die beweisen, dass es Haie waren.
Fischereiexperte Antoni Grau hat gegenüber der spanischen Tagezeitung Diaro de Mallorca auch den Fall vom Wochenende aufgegriffen, als ein Badegast angeblich von einem Blauhai gestreift und verletzt wurde. Wie Grau erklärt, würde es keine Schürfwunden verursachen, wenn man von einem vorbeischwimmenden Hai gestreift würde. Grund ist die Anordnung der Schuppen.
Laut Angaben der Experten soll es sich nur bei dem Tier, das Ende Juni an der Playa de Palma aus dem Meer gezogen wurde, um einen Blauhai gehandelt haben. Das Tier hatte schwere Verletzungen und musste eingeschläfert werden.

2018: Mietwagenobergrenze auf den Balearen?
Nur 20 der insgesamt 140 Mietwagenfirmen, die auf den Balearen ansässig sind, übermitteln dem Tourismusministerium Informationen bezüglich der Größe ihrer jeweiligen Fahrzeug-Flotte.
Das führt dazu, dass nicht konkret gesagt werden kann, wie viele Mietwagen insgesamt auf den Inselstraßen unterwegs sind. Offiziell sind 41.000 Fahrzeuge registriert, Schätzungen der Experten zufolge sollen es aber tatsächlich mehr als 100.000 sein.
Derzeit prüft die Balearenregierung eine mögliche Mietwagenobergrenze einzuführen, die ab Sommer 2018 gelten könnte. Limitiert werden soll die Anzahl der Wagen zum Beispiel mittels einer Mietwagensteuer. Dadurch will die Balearenregierung vor allem die großen Mietwagenfirmen mit ihren immer weiter wachsenden Flotten zur Kasse bitten. Diesen Unternehmen wird vorgeworfen, viele ihrer Fahrzeuge auf dem spanischen Festland angemeldet zu haben, da dort die Kraftfahrzeugsteuern deutlich günstiger sind.

Wieder Alkoholexzesse in Magaluf auf Mallorca
Geschäftsinhaber in Magaluf beklagen, laut der spanischen Zeitung El Mundo, Zustände, wie sie zuletzt 2014 in dem Urlaubsgebiet geherrscht haben: Betrunkene Touristen, die von Bar zu Bar pilgern, prägen das Straßenbild, teilweise haben sie so viele Drogen und alkoholische Getränke konsumiert, dass sie K.O. auf der Straße liegen.
Den Grund sehen die ansässigen Geschäftsleute darin, dass es wieder vermehrt Anbieter von sogenanntem „Pub Crawling“ gibt, also organisierten Party-Touren, bei denen der exzessive Konsum von Alkohol im Mittelpunkt steht. 2014 hatte die Gemeinde Calvià ein Gesetz erlassen, mit Hilfe dessen diese Trinktouren besser überwacht werden sollten. Unter anderem müssen Veranstalter seitdem eine Haftpflichtversicherung in Höhe von 300.000 Euro abschließen, mit der eventuelle Schäden ausgeglichen werden sollen.
In den Folgejahren gab es dann immer weniger organisierte Kneipentouren, bis sie in diesem Jahr plötzlich wieder angeboten werden. Als Reaktion darauf haben Geschäftsinhaber in Magaluf die Gemeinde jetzt dazu aufgefordert, wieder vermehrt Kontrollen durchzuführen.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von „Das Inselradio“

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