Die Woche | 21.01. – 27.01.2017

Volle Betten in Mallorcas Zentralkrankenhaus Son Espases
Mallorcas Krankenhaus Son Espases kommt in diesen Tagen an seine Kapazitätsgrenzen. Grund ist die Grippewelle, die die Balearen mit etwas Verspätung erreicht hat und jetzt für volle Klinikbetten sorgt. Im Durchschnitt suchten in dieser Woche täglich 420 Personen die Notaufnahme des Zentralkrankenhauses auf. Allein am Donnerstag (26.01.) warteten zeitweise fast 40 Menschen in Betten, die auf den Gängen aufgestellt waren, auf ihre Behandlung, weil es keine freien Zimmer mehr gab. Die Zahl der Grippekranken liegt mit rund 100 pro 100.000 Einwohner noch unter dem spanischen Durchschnitt. Dennoch kommt das Großklinikum an seine Grenzen. Die Gewerkschaft der Krankenpfleger kritisiert zudem, dass nicht genügend Personal für die Pflege der Kranken zur Verfügung steht.

Palma de Mallorcas Feuerlauf wird am Sonntag nachgeholt
Der Feuerlauf durch Palma de Mallorca, der anlässlich des San Sebastián-Festes eigentlich vergangenes Wochenende stattfinden sollte, musste auf Grund des starken Regens abgesagt werden. Nachgeholt wird das Event jetzt am kommenden Sonntag. Es gibt zwei Startpunkte für den sogenannten „correfoc“: Einmal um 19:00 Uhr auf der Brücke Pont de Sa Riera, die zur Einkaufsstraße Jaime III führt und zur gleichen Zeit auf der Plaza Juan Carlos. Insgesamt 250 Teufelsdarsteller beteiligen sich an dem Umzug, wer mit ihnen unter dem Feuerregen tanzen möchte, sollte sich auf jeden Fall feuerfeste Kleidung anziehen.
Auch das Kinderfest, das ursprünglich am vergangenen Sonntag stattfinden sollte, wird jetzt übermorgen nachgeholt. Das Programm startet um 10:30 Uhr im Parc de Sa Riera, hier gibt es bis 14:00 Uhr Marionettentheater, Zirkusvorführungen, Workshops und andere Aktivitäten für Kinder.

Touristensteuer auf Mallorca: Einnahmen fließen in 46 Projekte
Die Einnahmen aus der Touristensteuer, der sogenannten „ecotasa“, die seit letztem Jahr auf den Balearen erhoben wird, fließen in insgesamt 46 Projekte. Das hat die Regierung jetzt bekannt gegeben. Vor allem Umweltprojekte werden mit den 30 Millionen Euro aus der Touristensteuer finanziert, konkret sind es 33 Vorhaben in diesem Bereich. Darunter verschiedene Maßnahmen zur Sanierung und Erneuerung der Wasserleitungen und – Speicher auf Mallorca und den Nachbarinseln. Das restliche Geld aus den Steuereinnahmen wird für Projekte aus den Sektoren Kultur, Landwirtschaft und Tourismus verwendet.
Kritik an der Aufteilung des Geldes hagelt es vor allem von Seiten der Naturschutzorganisationen auf den Inseln. Ihrer Ansicht nach sollte das Geld aus der Touristensteuer dafür verwendet werden, einen sozioökologischen Wandel hervorzurufen- und zwar dahingehend, dass die Umwelt auf den Balearen in Zukunft weniger durch den Massentourismus in Mitleidenschaft gezogen wird.

Mallorca ist in die Radsportsaison 2017 gestartet
Mit einem Radrennen ist Mallorca am Donnerstag (26.01.) offiziell in die Radsportsaison 2017 gestartet. Die Rede ist von der Inselrundfahrt „Playa de Palma Challenge Ciclista“, die um kurz vor 12:00 Uhr in Porreres begann. Von hier aus ging es über fast 170 Kilometer über Felanitx und Ses Salines bis nach Campos. Die zweite Etappe startete am Freitag (27.01.) in Sòller, hier musste die Strecke leicht modifiziert werden, da der Bergpass nach Sòller nach den Regenfällen noch nicht befahrbar ist. Endpunkt am Freitag ist Deià. Am Samstag (28.01.) fahren die Sportler dann von Andratx nach Pollença und am Sonntag (29.01.), dem letzten Tag des Radrennens, geht es von der Playa de Palma bis zum Auditorium der Inselhauptstadt.
Für die Challenge Ciclista haben sich insgesamt 20 Teams angemeldet. Mit dabei sind auch Top-Sportler wie der Kolumbianer Nairo Quintana, der 2014 den Giro d´Italia und letztes Jahr die Vuelta a España gewonnen hat.
Autofahrer müssen sich unterdessen bis Sonntag (29.1.) auf Behinderungen auf den Rennstrecken einstellen.

Feuerbakterium auf Mallorca: 71 nachgewiesene Fälle
Auf Mallorca wurden inzwischen 71 Bäume positiv auf das sogenannte Feuerbakterium getestet, auf den Nachbarinseln Ibiza und Formentera ist von 21 nachgewiesenen Fällen die Rede. Das hat der balearische Landwirtschaftsminister Vicenç Vidal am Dienstag (24.01) in einer Pressekonferenz erklärt.
Die meisten infizierten Pflanzen wurden in Inca, Algaida und Manacor entdeckt. Den ersten Befall gab es Ende des letzten Jahres in Porto Cristo, wo drei Kirschbäume betroffen waren.
Laut einer EU-Vorschrift müssen alle Pflanzen, die sich im Umkreis von 100 Metern um einen befallenen Baum befinden, vernichtet werden. Die Balearenregierung verhandelt derzeit mit der EU, um diese Regelung abzuwenden. Sollte das nicht klappen, müssten mehrere tausend Bäume auf Mallorca und den Nachbarinseln zerstört werden. Seit wenigen Wochen dürfen keine Pflanzen mehr von den Balearen exportiert werden.
Beim Feuerbakterium handelt es sich um eine Pflanzenkrankheit, die aus Amerika nach Europa eingeschleppt wurde und vor allem Nutzpflanzen befällt. Weitergegeben wird das Bakterium von Insekten, die den Erreger in sich tragen.

Taxifahrer auf Mallorca gegen geplanten Linienbusbetrieb
Der Plan der Balearenregierung, öffentliche Busse einzusetzen, um Mallorcas Flughafen direkt mit den wichtigsten Urlaubsorten der Insel zu verbinden, stößt bei den Taxifahrern auf Kritik. Sie befürchten, dass ihnen die neuen Direktverbindungen finanzielle Einbußen bescheren könnten. Aus diesem Grund haben sie Proteste und Streiks angekündigt: Sie drohen damit, ihre Arbeit in der Nacht niederzulegen.
Hintergrund ist, dass die Balearenregierung vor zwei Wochen bekannt gegeben hat, dass ab Mai Shuttle-Busse eingesetzt werden sollen, die von Palma de Mallorcas Airport Son Sant Joan unter anderem nach Cala d’Or, Cala Millor, Alcúdia und Santa Ponça fahren. Geplant ist, den Service jährlich zwischen Mai und Oktober anzubieten.
Bislang ist es so, dass es vom Flughafen nur Direktverbindungen an die Playa de Palma und ins Zentrum der Inselhauptstadt gibt.

Mallorcas Stauseen über Kapazitätsgrenzen hinaus gefüllt
Palma de Mallorcas Bürgermeister José Hila hat sich am Montag (23.01.) zusammen mit den Verantwortlichen der Stadtwerke Emaya ein Bild von den Stauseen im Tramuntanagebirge gemacht. Wie die Verantwortlichen bekannt gegeben haben, sind der Gorg Blau und der Cúber zu über 100 Prozent mit Wasser gefüllt. Das ist über der Kapazitätsgrenze, deshalb muss Emaya regelmäßig Wasser ablassen – pro Sekunde sind das etwa 500 Liter.
Palma de Mallorcas Bürgermeister ist über die Wassermassen in den Stauseen mehr als erleichtert, denn im Vergleich zu diesem Jahr, waren die Stauseen im Januar 2015 gerade einmal zu knapp 30 Prozent gefüllt.

Balearen hatten 2016 spanienweit die größte Hotelauslastung
Die Balearen waren 2016 die autonome Region mit der größten Hotelauslastung, gefolgt von den kanarischen Inseln und der Region Valencia. Zu fast 80 Prozent war das Bettenkontingent auf den Inseln im vergangenen Jahr ausgelastet, 58 Millionen Übernachtungen verbuchten die Balearen 2016 insgesamt. Das entspricht einem Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2015. Diese Zahlen hat am Montag (23.01.) das nationale Statistikinstitut INE veröffentlicht. Damit ist es das vierte Jahr in Folge, in dem die Hotelauslastung auf den Inseln angestiegen ist.

Flüchtlinge aus acht Nationen leben in Palma de Mallorca
Insgesamt 40 Flüchtlinge aus acht Nationen leben derzeit unter einem Dach in einer Herberge in Palma de Mallorca, die vom Roten Kreuz betrieben wird.
Die meisten von ihnen stammen aus Syrien und Eritrea. Bei dem Großteil der Personen handelt es sich um Männer unter 45 Jahren. Die Flüchtlingsunterkunft, in der sie untergebracht sind, befindet sich an der Playa de Palma. Dabei handelt es sich um das ehemalige Gebäude einer Jugendherberge. Für die Flüchtlinge ist das nur eine Zwischenstation: Einige verlassen Mallorca nach kurzer Zeit wieder, viele jedoch ziehen nach ein paar Monaten in andere Ortschaften der Insel, um hier ein normales Leben zu beginnen.

Mehrheit der Mallorquiner gegen Ferienvermietung
Die Mehrheit der Mallorquiner ist gegen eine touristische Ferienvermietung, in Zahlen fast 60 Prozent. Das hat jetzt eine aktuelle Befragung des Meinungsforschungsinstituts Gadeso ergeben. Vor allem in der Inselhauptstadt Palma de Mallorca stehen die Einwohner der Ferienvermietung skeptisch gegenüber, 68 Prozent der Palmesaner sprechen sich dagegen aus, mehr als in jeder anderen Ortschaft auf Mallorca.
Wenn es nach dem Meinungsbarometer geht, wollen die Inselbewohner generell, dass wieder mehr Wohnungen zur Langzeitmiete, zum Beispiel für Residenten und Saisonarbeiter zur Verfügung stehen.
Hintergrund der Befragung ist, dass die Balearenregierung die Ferienvermietung auf den Balearen mit Hilfe eines neuen Ferienvermietungsgesetzes legalisieren will. Außerdem soll dadurch die illegale touristische Vermietung besser unterbunden werden können.

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