Die Woche | 14.05. – 20.05.2016

Letzte Zeugen im Korruptionsfall Nóos auf Mallorca befragt
Am Donnerstag (19.5.) wurden in Palma de Mallorca die letzten Zeugen im Prozess um Infantin Cristina, die Schwester des spanischen Königs Felipe, befragt. In den letzten Monaten mussten über 300 Personen im sogenannten „Fall Nóos“ ihre Aussage vor den Richtern machen.
Ab dem 31. Mai werden dann die Gerichtssachverständigen zu Rate gezogen. Wann das Urteil gefällt wird, ist noch unklar, allerdings kann das noch einige Monate dauern.
Hauptangeklagte in dem Fall sind Cristinas Ehemann Iñaki Urdangarin und dessen früherer Geschäftspartner Diego Torres. Den beiden Männern wird vorgeworfen, als Vorsitzende der gemeinnützigen Stiftung „Nóos“ auf den Balearen mehrere Millionen Euro an Steuergeldern unterschlagen zu haben. Insgesamt stehen 17 Angeklagte in dem Fall wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Palma de Mallorca vor Gericht. Zum ersten Mal in der Geschichte der spanischen Königsfamilie muss sich ein Familienmitglied vor Gericht verantworten.

Kampf gegen Palmrüssler geht weiter
Auch nach zehn Jahren kämpfen die Behörden Mallorcas nach wie vor gegen den Palmrüssler, auch „Picudo Rojo“ genannt. Der aus Asien stammende Schädling wurde 2006 erstmals auf der Insel entdeckt und hat seitdem fast 11.000 Bäume auf der Insel befallen, die meisten im Norden und Süden Mallorcas. In den Gemeinden Pollença, Llucmajor und Palma de Mallorca ist von über 5.000 Fällen die Rede.
Wie das balearische Umweltministerium bekannt gegeben hat, gehören die Balearen neben den Kanaren, Valencia und Galizien, zu den autonomen Regionen Spaniens, die den Kampf gegen den Palmrüssler noch immer nicht aufgegeben haben. Besonderes Augenmerk legen die Behörden derzeit auf das Tramuntanagebirge: Dort ist die Zahl der befallenen Bäume in den letzten Monaten gestiegen.
Wer eine kranke Palme auf seinem Grundstück hat, ist verpflichtet, dem balearischen Umweltministerium den Befall zu melden. Zu erkennen ist eine vom Palmrüssler befallene Pflanze zum Beispiel an den gelben Blattwedeln, die irgendwann zu Boden fallen.

Neue Anzeigetafeln in Palma de Mallorca werden getestet
In den letzten Wochen wurden an verschiedenen Hauptverkehrsadern von Palma de Mallorca knapp 20 neue digitale Anzeigetafeln angebracht. Diese sollen Autofahrern künftig die freien Parkplätze in den Parkhäusern anzeigen. Derzeit werden die Anlagen getestet, sie sollen, sobald alles rund läuft, ihren Betrieb aufnehmen. 14 Parkhäuser der Inselhauptstadt sind mit dem neuen Leitsystem verbunden. Es zeigt wo, wie viele Parkplätz frei sind.
Besonders an bewölkten Tagen strömen besonders viele Urlauber mit ihren Autos nach Palma de Mallorca und sorgen immer wieder für ein regelrechtes Verkehrschaos. Das will die Stadtverwaltung künftig verhindern.

Bis zu 130 neue Saisonarbeiter bei Emaya in Palma de Mallorca
Palma de Mallorcas Stadtwerke EMAYA wollen in den kommenden Monaten bis zu 130 zusätzliche Mitarbeiter einstellen, das hat José Hila, Bürgermeister der Inselhaupstadt, gestern bekannt gegeben. Die neuen Saisonarbeiter sollen vor allem für die Sauberkeit an der Playa de Palma zuständig sein, so Hila weiter. In den vergangenen Jahren habe man die benötigten Mitarbeiter immer wieder aus anderen Stadtteilen Palma de Mallorcas abgezogen und in der Touristenhochburg eingesetzt. Mit den neuen Saisonkräften sei es möglich, die Stadt für Einwohner aber auch für Urlauber während der Saison sauber zu halten, so der Bürgermeister.
Außerdem sind an der Playa de Palma ein Hochdruckreiniger, fünf Kehrmaschinen und drei Mülllaster im Einsatz.
Im letzten Sommer haben die Angestellten der Stadtwerke an der Playa de Palma, zwischen den Balnearios 1 und 7, täglich bis zu acht Tonnen Müll eingesammelt. Nach Angaben von EMAYA, entstand der meiste Müll in der „Schinkenstraße“, die vor allem bei deutschen Urlaubern beliebt ist.

Countdown für Trinkverbot an der Playa de Palma läuft
Es ist nur noch eine Frage von Tagen, dann tritt der neue Normenkatalog in Kraft, der unter anderem Trinkgelage an der Playa de Palma verbietet. Wer dagegen verstößt, muss mit Bußgeldern von zwischen 1.500 und 3.000 Euro rechnen. Das ist weit mehr, als im Rest Palmas: Hier liegt die Höhe der Strafgelder für dieses Vergehen bei maximal 750 Euro.
Außer an der Playa de Palma wird der neue Normenkatalog in dieser Schärfe auch in Can Pastilla, am Paseo Marítimo und rund um die Plaza Gomila gelten – allesamt Gebiete, in denen sich viele Bars und Discotheken befinden.
Die neue Regelung gilt in einigen Tagen, durch Hinweisschilder sollen Urlauber auf das Verbot aufmerksam gemacht werden. Außerdem wird die Lokalpolizei vermehrt in den betroffenen Vierteln patrouillieren.
Der Oberste Gerichtshof der Balearen hatte im Februar den „Normenkatalog für zivilisiertes Zusammenleben“ aus dem Jahr 2014 für nichtig erklärt. Die Stadtregierung hatte angekündigt, nach Alternativen zu suchen um neuen Alkoholexzessen vorzubeugen.

Neue Dinner-Show in Mallorcas Alfabia-Gärten
In Mallorcas Jardines de Alfabia, an der Landstraße nach Sòller, gibt es ab dem 1. Juni eine neue Dinner-Show. Unter dem Titel „The Bright Nights“ erleben die Besucher hier ein Abendessen vor der Kulisse der arabisch geprägten Gartenanlage. Parallel dazu gibt es Show- und Musikeinlagen. Cristina Zaforteza, Direktorin der Jardines de Alfabia, hat uns beschrieben, was genau die Besucher bei den „Bright Nights“ erwartet. So möchten die Veranstalter, dass die Leute vom ersten Moment an, wenn sie die Gärten betreten, das Gefühl haben, an einem ganz besonderen Ort zu sein.
Die „Bright Nights“ werden ab Juni jeweils von Mittwoch bis Samstag angeboten. Den gastronomischen Teil übernimmt die Tast-Gruppe, die in Palma de Mallorca mehrere Restaurants betreibt.
Es ist auch möglich, zusätzlich zu der Abendveranstaltung einen Bus-Transfer zu den Alfabia-Gärten zu buchen.

Käufer für Hotel auf Mallorca gesucht
Für das Hotel Mar y Pins am Palmira-Strand in Paguera wird ein neuer Eigentümer gesucht. Die Immobilie gehörte bis dato dem Russen Alexander Romanov, der am Montag vom Gericht in Palma de Mallorca zur drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Er gilt als Kopf der russischen Mafia-Band „Taganskaya“. Neben der Haftstrafe wurde Romanov auch eine Geldstrafe auferlegt. Um diese zu begleichen, hat er dem Gericht das Hotel Mar y Pins übergeben. Der Wert des Gebäudes mit 150 Zimmern wird auf 10 Millionen Euro geschätzt. Von hier aus soll Romanov auch seine Aktivitäten auf Mallorca gelenkt haben.
Aber auch nach seiner Haftstrafe wird der Russe nicht auf den Meerblick in Paguera verzichten müssen: Außer dem Hotel gehört ihm hier auch noch eine direkt daran angeschlossene Villa, die er weiterhin behält.

Immer mehr Billigflieger an Mallorcas Airport
Auf den Balearen sind im vergangenen Monat April so viele Billigflieger gestartet und gelandet, wie nie zuvor. Fast 34 Prozent mehr sogenannte „Low Cost-Airlines“ haben den Flughafen genutzt, als im Jahr zuvor. Knapp sieben Prozent aller Passagiere, die von Januar bis April dieses Jahres nach Palma de Mallorca geflogen sind, haben eine der kostengünstigen Fluggesellschaften wie zum Beispiel EasyJet oder Ryanair genutzt. Diese Daten hat jetzt das spanische Tourismusministerium veröffentlicht. Mit diesem Wachstum liegen die Balearen noch vor allen anderen autonomen Regionen in Spanien.
Und der Trend geht weiter in diese Richtung: Erst vor einigen Wochen hatte die britische Airline EasyJet angekündigt, ab dem kommenden Jahr eine neue Basis auf Mallorca einzurichten. Drei Airbusse werden dafür auf der Insel stationiert.

Mallorca bekommt eine medizinische Fakultät
Mallorca bekommt mit Beginn des Wintersemesters 2016/2017 eine eigene, medizinische Fakultät. Das hat die Universität der Balearen UIB jetzt bekannt gegeben. Insgesamt 60 Plätze stehen Studienanwärtern in dem neuen Studiengang auf Mallorca zur Verfügung, bislang wurde Medizin auf der Insel noch nicht gelehrt.
Für den Aufbau der neuen, medizinischen Fakultät hat die Balearenregierung über eine halbe Millionen Euro bereitgestellt, weitere 1,4 Millionen Euro sollen noch folgen. Außerdem wird man eng mit den verschiedenen Landeskrankenhäusern auf der Insel zusammenarbeiten, insbesondere mit dem Krankenhaus Son Espases, das in unmittelbarer Nähe zur UIB liegt.

Son Servera auf Mallorca erweitert Öffnungszeiten seiner Touristeninformationen
Die Gemeinde Son Servera erweitert in den Sommermonaten die Öffnungszeiten ihrer Touristeninformationen. Sowohl das Büro in Cala Millor als auch das in Cala Bona werden zwischen April und Oktober an Sonn- und Feiertagen öffnen. Die Öffnungszeiten gehen neuerdings zudem bis 21:30 Uhr. Auch das Personal in den Touristeninformationen wurde gezielt ausgewählt, so dass Urlauber jetzt in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Katalanisch und Spanisch beraten werden können. Mit dieser Maßnahme möchte die Gemeinde Son Servera die Qualität der Dienstleistungen in den Touristenzentren verbessern.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von „Das Inselradio“

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