Die Woche | 08.12. – 14.12.2018

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Angriff auf die Pressefreiheit – Journalisten auf Mallorca klagen
Es war ein Angriff auf die Pressefreiheit und die Medienunternehmen auf Mallorca wehren sich.
Am Dienstag (11.12.) hatte die Polizei im Rahmen der Ermittlungen im Fall Cursach Handys, PCs und Unterlagen von Redakteuren der Tageszeitung „Diario de Mallorca“ und der Nachrichtenagentur „Europ Press“ konfisziert. Und das wollen sich die Medien der Insel nicht gefallen lassen. Sie haben Klage gegen den zuständigen Richter Miguel Florit eingereicht. Er ordnete die Beschlagnahmungen an, um herauszufinden, wie vertrauliche Dokumente aus Cursachs Ermittlungsakte an die Presse gelangt waren.
Hausfriedensbruch, Rechtsbeugung und Verstoß gegen das Berufsgeheimnis von Journalisten, so der Vorwurf.
Die Kläger fordern, dass die sicherstellten Dinge sofort zurückgegeben und mögliche Kopien gelöscht werden.
Mehr als 100 Personen, vor allem Journalisten, versammelten sich am Donnerstag (13.12.) vor Palmas Rathaus, um für die Pressefreiheit und gegen die Beschlagnahmungen zu protestieren.

Woche 08.12. 14.12.2018
Die Woche | 08.12. – 14.12.2018

Gewerkschaft mit Teilerfolg für Klinikmitarbeiter
Die Gewerkschaft für Pflege und Gesundheit konnte jetzt eine Einigung mit der Juaneda-Gruppe auf Mallorca erzielen.
Der Arbeitnehmervertretung ist ein Teilerfolg zugunsten der Mitarbeiter gelungen. Demnach werden jetzt, nicht wie ursprünglich geplant, 230 Angestellte, sondern nur noch 150 entlassen. Die meisten von ihnen sind in der Policlínica Miramar beschäftigt, gefolgt von Mitarbeitern der Klinik Juaneda.
Außerdem sollen die Abfindungen für die, die ihren Job verlieren, jetzt höher ausfallen.
Die Juaneda-Gruppe hatte die Entlassungen Anfang November angekündigt, daraufhin kam es zu Protesten des Personals sowie der Gewerkschaften.

Wachturm Torre de des Ànimes in Banyalbufar wird restauriert
Erst kürzlich hatte Mallorcas Inselrat bekannt gegeben, dass die Arbeiten am Torre de Cala Pi in Llucmajor abgeschlossen sind, jetzt steht schon ein neues Projekt in den Startlöchern: Der nächste Wachturm, der restauriert werden soll, ist der Torre de des Ànimes in Banyalbufar. Der entsprechende Vertrag wurde in dieser Woche von Bürgermeister Mateu Ferrà und Frances Miralles, dem Vizepräsidenten des Inselrats unterzeichnet. Der Torre de ses Ànimes soll auf Vordermann gebracht werden, so dass er künftig wieder zugänglich ist.
In naher Zukunft sollen weitere Wachtürme an Mallorcas Küsten restauriert werden, darunter zum Beispiel der Torre Mayor in Alcúdia und der Torre de Sa Mola in Andratx. 400.000 Euro investiert die Inselregierung in die Arbeiten.

Erneuter Passagierrekord an Mallorcas Flughafen
Mallorcas Flughafen hat einen neuen Passagierrekord aufgestellt: Über eine Million Flugreisende wurden letzten Monat an Palmas Airport abgefertigt, das waren so viele wie nie zuvor in einem November-Monat.
Von Anfang Januar bis Ende November wurden am Flughafen über 28 Millionen Reisende registriert. Das heißt, dass bereits einen Monat vor Jahresende die Passagierzahlen des gesamten letzten Jahres übertroffen wurden.
Zurückzuführen sind die Rekordzahlen vor allem auf die verbesserten Anbindungen in der Nebensaison.
Derzeit gibt es knapp 150 Routen von und nach Mallorca, 16 mehr als im letzten Winter.
Laut der Statistik des Flughafenbetreibers Aena sind die meisten Flugreisenden aus Spanien, gefolgt von Passagieren aus Deutschland und Großbritannien.

Frauenmörder in Palma vor Gericht ausgesagt
Am Mittwoch (12.12.) hat der Verdächtige vor Gericht ausgesagt, der Mitte November seine Ex-Freundin in Palmas Conforama-Filiale umgebracht hat. Er hat sein Schweigen gebrochen und zum ersten Mal seit seiner Festnahme Details ausgepackt.
Er erklärte, dass er nicht mit dem Vorhaben in den Laden gegangen war, seine Ex-Freundin zu töten, sondern um Möbel zu kaufen. Dort soll es dann zur Konfrontation mit der Frau gekommen sein, die in dem Geschäft arbeitete, so dass er die Nerven verlor und mehrfach mit einem Messer auf sie einstach.
Vor Gericht äußerte sich der 45-Jährige auch zu den Vorwürfen, die Frau in den Wochen vor seiner Tat per Telefon belästigt zu haben. Dazu sagte er, dass er sie nur anrief um organisatorische Dinge zu klären.
Dem 45-Jährigen wird kaltblütiger Mord vorgeworfen. Das Motiv: Eifersucht.

Lebensretter vom Fremdenverkehrsverband ausgezeichnet
Ein deutscher Lebensretter wurde jetzt von Mallorcas Fremdenverkehrsverband ausgezeichnet, er bekam am Montagabend (10.12.) eine Goldmedaille verliehen.
Der Deutsche Daniel Thielk rettete am 9. Oktober bei der Flutkatastrophe von Sant Llorenç einem siebenjährigen Mädchen das Leben. Der Brandenburger war mit dem Fahrrad unterwegs, als er die Kleine schreien hörte und sie aus dem Wasser zog. Danach soll er das Mädchen stundenlang in den Armen gehalten haben, bis schließlich Hilfe von Mallorcas Einsatzkräften kam.
Bei der Preisverleihung waren auch der Vater und seine Schwägerin anwesend, die den Lebensretter umarmten und ihm für seine heldenhafte Tat dankten.
Der Bruder und die Mutter des geretteten Mädchens kamen bei der Flutkatastrophe in Mallorcas Osten ums Leben.

Palma wird europaweit Top-1-Ziel in Sachen Veranstaltungen
Bis zum Jahr 2020 soll die Stadt Palma das Top-1-Ziel Europas in Sachen Veranstaltungen sein. Das hat die Hotelkette Meliá bekannt gegeben, die der Betreiber des Kongresspalastes an Palmas Stadteingang ist.
Seit April 2017 haben sich in dem neuen Tagungszentrum bereits mehr als 90.000 Personen versammelt, deutlich mehr als zuvor angenommen. Seit der Eröffnung des Kongresspalastes, so Meliá, hat die Zahl an Veranstaltungen in Palma um über 45 Prozent zugenommen. Und auch die Aussichten für die kommenden Jahre sind vielversprechend: So liegen bereits Buchungen bis zum Jahr 2022 vor.
Die Events sind ganz unterschiedlicher Art – veranstaltet werden zum Beispiel medizinische Kongresse oder Tagungen internationaler Autohersteller.

Signalzeichen zwischen Mallorcas Wachtürmen
Am 12. Januar 2019 werden Mallorcas Wachtürme erneut per Signalzeichen miteinander verbunden. Gruppen von Personen positionieren sich dafür zunächst am Mittag gegen 13:00 Uhr an den Türmen. Dann wird vom ersten Posten ein Rauchzeichen gesendet, das der zweite Posten empfängt und weitergibt – und so geht es immer weiter, bis das Signal die Insel umrundet hat. Am Abend wird ab 18:15 Uhr das Ganze dann noch einmal mit bengalischen Feuern wiederholt.
Damit soll zum einen an die historischen Wurzeln der Insel und speziell der Wachtürme erinnert werden. Zum anderen wollen die Organisatoren mit der Aktion der vielen Flüchtlinge gedenken, die im Mittelmeer ums Leben gekommen sind.

Tempolimit 30 in spanischen Städten
Die spanische Zentralregierung plant, für innerstädtische Straßen ein Tempolimit von 30 km/h einzuführen. Dadurch soll die Zahl an schweren Verkehrsunfällen verringert werden. Bereits im kommenden Jahr soll diese Maßnahme landesweit umgesetzt werden, also auch auf Mallorca und den anderen Inseln.
Auf allen Innenstadt-Straßen mit nur einer Fahrspur pro Richtung wird dann Tempo 30 gelten, anstatt wie aktuell vielerorts 50 oder 40. Nur auf mehrspurigen Straßen, wie den Avenidas in Palma, darf schneller gefahren werden. Auch das Tempolimit 100 auf Landstraßen soll laut dem spanischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska nach unten korrigiert werden.
60 Prozent der Menschen, die bei Verkehrsunfällen auf den Balearen ums Leben kommen, sind Radfahrer, Fußgänger oder Motorradfahrer. Das geht aus einer spanienweiten Studie über Verkehrsunfälle hervor.
Sie alle sollen durch die Einführung der Tempolimits im kommenden Jahr besser geschützt werden, da vor allem die Geschwindigkeit eine große Rolle bei den Überlebenschancen spielt.

Fahrverbot zu Mallorcas Cap Formentor soll ausgeweitet werden
Das Fahrverbot zu Mallorcas Cap Formentor soll im kommenden Jahr ausgeweitet werden. Statt nur im Juli und August wird es 2019 bereits vom 15. Juni und dann bis zum 15. September gelten. In dieser Zeit können Besucher ausschließlich mit einem Shuttle Bus zum Leuchtturm am Cap Formentor gelangen. Zwischen 10:00 Uhr und 19:00 Uhr wird die Strecke für Privatfahrzeuge gesperrt. Dadurch soll der Verkehr auf der Straße während der Hauptsaison entlastet werden. Autofahrern, die dennoch die Strecke befahren, droht eine Geldstrafe, da die Balearenregierung im kommenden Jahr Kameras entlang der Strecke aufstellen wird.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von “Das Inselradio”

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