Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

Die Unwahrscheinlichkeit des GlücksSeitenanzahl: 320
Verlag: Harper Collins
Gebundenes Buch: 16,90€
Autor: Cynthia Hand
ISBN-13: 978-3959670029 
Kurzbeschreibung 
Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.
Wie ist meine Meinung?
Von Cynthia Hand kannte ich bereits die "Unearthly" Reihe, die mir gut gefallen hat und in der das Thema Tod auch schon aufgegriffen wurde, aber mir war trotzdem nicht ganz klar, worauf ich mich mit dieser Geschichte einlasse. In dem Buch wird das Thema Selbstmord einer sehr nahen Person behandelt und wie die Protagonistin damit umgeht, denn diese Person war ihr Bruder, Ty. Lexie wohnt mit ihrer Mutter alleine in einem Haus und kommt mit dem Verlust verständlicherweise nicht klar, weshalb sie einen Psychater besucht, der ihr ratet ein Tagebuch zu führen, von dem wir immer wieder mal etwas zu Gesicht bekommen. Auch gibt es zwischendurch wieder mal Rückblenden auf Ereignisse als Ty noch am Leben war. Allerdings dreht sich die Geschichte fast auschließlich um den Selbstmord und behandelt kaum tiefe Freundschaften oder hat gar eine Liebesgeschichte. Deshalb fiel es mir manchmal schwer das Buch zu lesen, weil es an manchen Stellen sehr depressiv und zum Teil sogar zu viel war. Natürlich erwarte ich bei solch einem Thema nicht unbedingt Friede, Freude, Eierkuchen, aber es gab kaum Lichtblicke. Lexie hat sich nach dem Tod ihres Bruders in ihre eigene Hütte zurückgezogen und hat kaum noch Freude an etwas. Sie ist so zerfressen von Schuld, Hass, Trauer und Wut, dass es kaum Platz für gute Gefühle gab. Mir fiel es schwer sie zu begleiten, denn man erfährt eigentlich kaum etwas über sie als Person und ich habe nicht wirklich einen Zugang zu ihr gefunden. Von den anderen Charakteren möchte ich eigentlich gar nicht erst reden, weil sie fast alle nur unwichtige Randcharaktere sind. Keiner schien mir wirklich wichtig für die Geschichte oder herausstechend und schlussendlich war da wirklich nur der Selbstmord von Ty. Klar kamen da immer wieder mal Figuren vor, die versucht haben Lexie rauszuholen, aber selbst da hatte ich andauernd ein bedrückendes Gefühl. Was mir aber sehr gut gefallen hat, waren die mathematischen Vergleiche. Normalerweise hassen die Protagonisten Mathematik über alles und können damit nichts anfangen. Hier war es das genaue Gegenteil, denn sie sieht vieles aus dem naturwissenschaftlichen Blickwinkel und das hat sich auf den Schreibstil aufgewirkt. Zum Ende hin geschehen noch einige Ereignisse, die für mich aber dann doch zu weit hergeholt sind, wenn auch alles andere sehr realistisch wirkt. Denn nicht zu allem gibt es eine Antwort, sowie es im wahren Leben auch ist.
Fazit
Wer ein Jugendbuch, das sich mit Trauerbewältigung beschäftigt, lesen möchte und sich nicht daran stört, dass wirklich die Trauer im Vordergrund steht, wird Gefallen am Buch finden. Für mich war es an manchen Stellen einfach zu depressiv, ohne Hoffnung und mit schwachen Charakteren, denen ich nicht viel abgewinnen konnte, weshalb das Buch für mich nicht das passende war.
Bewertung
☺︎☺︎
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