Die Tote von Higher Barton

Tote von Higher Barton Die Tote von Higher BartonMabel Clarence staunt nicht schlecht: Als sie ihre Cousine Lady Tremaine in Cornwall besuchen will, findet sie als erstes in deren Herrenhaus die Leiche einer jungen Frau. Aber bis die Polizei eintrifft, ist die Tote spurlos verschwunden und man erklärt die pensionierte Krankenschwester für senil.
Doch Mabel beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und erhält dabei Hilfe von dem knorrigen Tierarzt Victor Daniels.
Und das, auf was die beiden dann stoßen, ist “very shocking”!

Rebecca Michéle ist eine deutsche Autorin, die bislang in der Lage gewesen ist, Bücher mit Titeln wie “Geliebter Freibeuter: Er trug eine Maske – doch sie blickte in sein Herz” zu veröffentlichen.
Vielleicht ist dies der Grund, warum keine Informationen über die Autorin in dem Buch zu finden sind, was ich zwar schade finde, aber verstehen kann.
Nachdem die äußerst anglophile Schreiberin mehrere Werke (vielleicht auch sogenannte Schinken) mit historischem Hintergrund zu Papier gebracht hat, versucht sie sich hier in ihrem jüngsten Werk mit einer Kriminalgeschichte, bei welcher nach Aussage des Verlages in bester “Miss-Marple-Manier” ermittelt wird.

Dabei verwendet sie die durchaus zauberhafte Kulisse der Küste von Cornwall und verlässt diesen Spielplatz nur für ein paar Rückblenden nach London. Die Geschichte beginnt ein wenig träge und lässt dadurch und durch den einfachen Schreibstil den Leser ein wenig verzweifeln. Zum Ende zu hat es dann mal wieder pressiert und alles geschieht Schlag auf  Schlag – es wäre schön gewesen, wenn dies auch von Anfang an ein wenig rasanter erzählt geworden wäre.

Nun ist der Beginn das Thema einer verschwundenen Leiche durchaus interessant. Auch der weitere Verlauf, bzw. den Weg, den Frau Michéle die Protagonistin durch die Ermittlungen nehmen lässt, indem sie sie als Fremde langsam in das Dorfleben integriert, ist gar nicht schlecht.
Leider hapert es doch wieder an so vielem. Denn da die Story vor lauter Stereotypen nur so strotzt, ist der Verlauf leider irgendwann vorhersehbar, so dass man sehr bald vor der Frage steht: War es nun der Mörder oder der Butler?

Mein Resümee: Leicht geschriebene, etwas biedere Strandliteratur ohne wirkliche Höhepunkte mit nur ganz wenig Spannung.

Dieses Buch umfasst 356 Seiten und ist als Taschenbuch im Goldfinch-Verlag erschienen.
Es kostet 12,95 Euro und kann hier direkt beim Verlag bestellt werden.

Diese Rezension habe ich für Blog Dein Buch geschrieben.

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