Die Tops und Flops der EM-Qualifikation

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Die Qualifikationsspiele für die Fußball-EM 2012 sind vorüber, Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen. Während sich Italien nach der verkorksten WM wieder in die Herzen der Fans spielt, ist Holland mit 37 Zählern die Tormaschine Europas. Serbien und die Slowakei versagen hingegen komplett.

Positiv fielen vor allem die holländischen Knipser auf

Sie präsentierten sich als die absolute Torfabrik in der Qualifikation. Ganze 37 Tore konnten Klaas-Jan Huntelaar und seine Kollegen auf das Oranje-Konto verbuchen. Mit zwölf Toren war der Schalke-Spieler zudem der beste Torjäger aller Qualifikationsgruppen. Jeweils sechs Mal trafen Robin van Persie und Dirk Kuyt für den Vize-Weltmeister. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass allein gegen San Marino 16 Tore fielen.

Auch die Italiener zählen zu den Tops der Quali

Nach der vollkommen misslungenen Weltmeisterschaft 2010 überstanden die Azzurri ihre Gruppe souverän und überzeugten vor allem mit einer erfrischenden, offensiven Spielweise. Großen Anteil daran hat vor allem Teamchef Cesare Prandelli, der nach der WM auf einen kompletten Neuanfang setzte. Auch die Fans stehen wieder besser zu ihrer Mannschaft: „Es ist sehr schön, so viel Zuneigung zu spüren“, so Prandelli. Auch Carlo Ancelotti ist überzeugt, dass die Italiener wieder ganz oben mitmischen werden, wie er gegenüber der „Corriere della Sera“ ankündigte: „Jetzt liegt einzig Spanien wirklich vor uns. Bei der EM werden wir mit allen mitspielen.“

Der große Flop der Quali ist hingegen die einst so stolze Fußballnation Serbien

Die Osteuropäer gingen in Gruppe C unter, woran auch vor allem die Hooligans einen großen Anteil tragen. Sie sorgten für Entsetzen beim Spiel in Genua gegen Italien. Die beiden Superstars Nemanja Vidic und Dejan Stankovic zogen die Konsequenz aus der gescheiterten Qualifikation und erklärten inzwischen ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Auch die Slowaken, die bei der WM 2010 das Achtelfinale erreicht hatten, scheiterten komplett und schieden als Vierter in Gruppe B aus der Quali. Dabei enttäuschte besonders die Torausbeute des Teams um Marek Hamsik und Martin Skrtel. Lediglich sieben Treffer konnten die Osteuropäer nach zehn Spielen vorweisen. Und das, obwohl sie mit Andorra einen „Schießbuden-Gegner“ in der Gruppe hatten.

Bastian Weber bloggt über Fußballnachrichten und Bundesliga News