Die Teilzeit-Falle: Eine Working Mom redet Klartext

Schon länger ist es her, dass ich Kaffee schlürfend einer anderen Zweifachmutter erzählte, die Kaffeeküche auf meinem Blog sei der Ort, wo ich mich auch mal so richtig schön aufregen darf und so ganz subjektiv meinen Frust rauslassen kann, falls es nötig ist. Sie könne jederzeit in meiner Kaffeeküche vorbeikommen und sich gern auch (auf Wunsch anonym) textlich über das auslassen, was ihr als berufstätige Mutter auf dem Herzen liegt. Jetzt hat sie das Angebot angenommen:

 

Als teilzeitbeschäftigte Mutter bist du überall nur Teilzeit! Dein Chef nimmt dich nicht für voll, du arbeitest ja nicht Vollzeit. Mit dir ist nicht mehr zu rechnen. Du kriegst die uninteressanten Doofi-Projekte, egal ob du tausendmal besser bist, als dein Vollzeit-Kollege. Wenn du eines dieser Doofi-Projekte aber ausbaust und es dir plötzlich richtig Spass macht, wird es dir plötzlich weggenommen. Begründung: “Weil halt”.

 

Du gehst krank ins Büro, arbeitest mit krankem Kind zu Hause weiter. Du würdest hochschwanger und mit Lungenentzündung ein Projekt fertig machen. Gibt es in zehn Jahren eine Gehaltserhöhung? Nö.

 

Du hast tausendmal bewiesen, dass du Projekte pünktlich und perfekt ablieferst und bekommst jetzt deinen Kollegen als zusätzlichen Chef vorgesetzt. Dir reicht es und du bittest um ein Zwischenzeugnis. Dein Chef versteht die Welt nicht mehr. “Warum hängen Sie denn so sehr am Doofi-Projekt? Sie sind jetzt total unabkömmlich bei der Materialbeschaffung!”

 

Zu Hause ist es nicht anders. Es reicht ja schon, dass meine Kinder meinen Job-Frust abbekommen, denn Teilzeit bedeutet hier leider nicht Teilzeit-Stress oder Teilzeit-Ärger. Für einen Hockey-Kurs oder den Chor im Nachbarbezirk fehlt mir spät nachmittags einfach die Energie. Mein Sohn ist sieben und kann immer noch nicht schwimmen, weil ich ab 17 Uhr einfach mal die “BUNTE” lesen will. Das ist doch doofi!

 

Ach, einen Mann habe ich auch noch. Mit dem würde ich mich auch ganz gern mal wieder unterhalten und nicht immer nur “To-Do-Listen” abarbeiten.

 

Ich weiss nicht, was eine Lösung sein könnte. In Schweden arbeiten beide Partner Vollzeit. Haus-und Kinderarbeit wird geteilt, die Frauen sind wirklich viel gleichberechtigter. Dort bedeutet Vollzeit aber auch um 17 Uhr spätestens vorm Kindergarten stehen und nicht noch ein Meeting besuchen müssen.

 

Ich weiss nur, dass ich in der Teilzeit-Falle stecke. Vielleicht werde ich jetzt “trophy wife”. Das kommt aus den USA. Das sind top ausgebildete Harvard oder Yale-Absolventinnen, die sich bewusst entscheiden, “nur” noch Hausfrau und Mutter zu sein. Mist, ich habe aber leider nur einen Orchideenfach-Abschluss von einer deutscher Feld-Wald-Wiesen Uni.

 

Dann doch vielleicht “desperate housewife”… Dann kann habe ich wenigstens eine anständige Föhnfrisur!

 


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