Die Stille unter dem Eis- Buchrezension

Von Mimisleseecke

“Die Stille unter dem Eis” von Rachel Weaver erschien 2014 im Pendo Verlag im Piper Verlag.

Inhalt

Anna Richards lernt auf ihrem Weg nach Alaska Kyle Mc Allin kennen. Sie verstehen sich. Nachdem einige Zeit vergangen ist, entscheiden beide sich, für eine begrenzte Zeit in dem Leuchtturm von Hibler Rock zu wohnen. Doch Anna hat ein Geheimnis. Wird Kyle damit klarkommen? Und wieso zieht Kyle sich so zurück, seitdem sie auf Hibler Rock wohnen?

Thema

Es geht um Vergebung. Anna muss lernen, sich selbst zu vergeben. Und Kyle? Er muss einem anderen Menschen vergeben. Ob ich nun einem anderen Menschen vergeben muss oder mir selber- es ist schwer. Vergebung ist nicht etwas, was von heut auf morgen funktioniert. Vergeben ist ein Prozess. Genau dies macht das Buch deutlich.

Meinung

Weaver ist eine Autorin mit Tiefgang. Sie geht ein sensibles Thema an mit dem dazugehörenden Feingefühl.
Der ganze Roman wurde aus der Ich Perspektive erzählt. Mir hat das gut gefallen, so ist der Leser Anna besonders nahe.
Weaver zeichnet sich aus durch einen sehr guten Schreibstil. Es ist eine Wohltat, ja ein Genuss, ihren Roman zu lesen.
Der Leser kann sich mit Anna ebenso wie mit Kyle identifizieren. Jeder hat in seinem Leben schonmal Situationen gehabt, in denen man Schwierigkeiten hatte, sich selbst zu vergeben. Und so kennen wir auch Situationen, in denen es schwer ist, anderen zu vergeben. Wir leiden mit den beiden Hauptfiguren, da wir ihre Situation nachempfinden können.
Nervenkitzel: Das Buch spielt in Alaska- es geht um Klettern auf dem Eis, um Gletscher, um einen einsam gelegenen Leuchtturm, Schiffsunglücke auf dem Wasser mitten in der Nacht… Trotz der psychologischen Thematik ist es Weaver gelungen, das Buch mit einer guten Prise Spannung zu würzen.
Ende des Buches: es gefällt mir. Ich war auf den letzten Seiten wirklich ganz kribbelig. Langsam wurde klar, dass die Geschichte in eine bestimmte Richtung hin entwickelt. Es fing an, in meinem Kopf zu rumoren. Welche Lösung gibt es für die zweite Person? Die braucht doch auch ein gutes Ende…
Cover: gefällt mir.

Fazit

Eine tolle Autorin, die etwas vom Schreibhandwerk versteht, mit einem tollen Gefühl für Sprache! Ein gelungenes Buch, ich kann nicht anders, ich muss 5 Sterne vergeben!