Die schwierige Wahl des richtigen Verkehrsmittels

Segelschiff

Schiff Ahoi

E10 – es könnte sich zum ultimativen Stammtischthema des Jahres entwickeln. Plötzlich wird jeder Kraftfahrer zum Verbrennungsmotorenexperten. Doch die Diskussion greift viel zu kurz: nicht nur die Wahl des Sprits ist schwierig, die komplette Verkehrsmittelauswahl sollte gut bedacht sein. Hier die Entscheidungshilfe der Kultur-Kolumne:

  • Schiffe bieten eine gute Aussicht und sind erfreulich gemächlich unterwegs. Nur leider führen die wenigsten Seewege dorthin, wo man gerade hin möchte (vor allem durchschnittliche deutsche Innenstädte sind in der Regel wassertechnisch schlecht erschlossen).
  • Ein Flugzeug kann abstürzen und dauergrinsende, uniformierte und zu stark geschminkte Mitarbeiter sind auf Dauer unerträglich. Außerdem war Sonja Zietlow mal Pilotin, was den Berufsstand in einem merkwürdigen bis bedenklichen Licht erscheinen läßt.
  • Die Bahn ist bequem (wenn man einen Sitzplatz ergattert), billig (wenn man sich mit vier anderen Nervbolzen ein Regionalticket teilt) und pünktlich (in der Schweiz). Es zieht grundsätzlich auf allen Bahnhöfen, auch auf den überdachten.
  • Das Auto kann man mit Super-E10 betanken und damit Motor, Schläuche und anderes kaputt machen. Man kann alternativ bei HEM noch das alte Superbenzin tanken, allerdings verdient dann Schurke und Uniformliebhaber Gaddafi daran (dessen libyschen Staatsfonds gehört die Firma).
  • Bus wäre eine Alternative, wenn nicht fünfundneunzig Prozent aller Linien-Busfahrer auf der Welt unfreundlich wären.
  • Bliebe das Fahrrad, was entweder gestohlen ist oder ein defektes Licht hat.
  • Einziger Ausweg scheint eien Reise im Ballon. Hierzu findet Daniel Kehlmann in „Die Vermessung der Welt“ folgende hübsche Beschreibung der Schrulligkeit dieser Luftraum-Spezies: „Am nächsten Morgen klopfte jemand an seine Tür. Ein Junge stand draußen, sah mit aufmerksamen Augen zu ihm auf und fragte, ob er mitfliegen dürfe. Mitfahren, sagte Pilâtre. Mit dem Ballon fahre man. Man sage nicht fliegen, sondern fahren. So sei es Sitte unter Ballonleuten. Welchen Ballonleuten? Er sei der erste, sagte Pilâtre, und er habe es so verfügt. Und nein, natürlich könne keiner mitfahren.“

Foto: Thomas [email protected] CC-Lizenz


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