Die Sache mit dem Glück

Von Privatkino
Titel: Die Sache mit dem Glück
Autor: Matthew Quick
Genre: Belletristik
Verlag: Random House Audio
Format:  6 Audio-CDs
Laufzeit: ca. 467 Minuten
ISBN: 978-3-8371-2863-5

Inhalt:
Bartholomew Neil hat immer bei seiner Mutter gelebt. Als diese stirbt, ist er plötzlich auf dich alleine gestellt. Eine extreme Umstellung. Bartholomwe ist 39.
Als er die Sachen seiner Mutter aufräumt, findet er im Schlafzimmer einen Brief von Richard Gere. Er schließt daraus, dass der Brief ihr viel bedeutet haben muss, immerhin war er in ihrer Unterwäscheschublade. Einiges wird ihm klar, in ihren letzten Tagen hat sie ihm immer Richard genannt. Bartholomew entschließt sich, dem Schauspieler Briefe zu schreiben, über das Glück, Außerirdische, Buddhismus und der Liebe zu Katzen, eigentlich erzählt er ihm sein Leben, wie einem guten Freund. Schnell ist klar, für Bartholomew stehen neue Zeiten vor der Tür.

Meine Meinung:
Nachdem ich nicht wirklich begeistert von „Silver Linings“ war, überlegte ich mir gut, ob ich es nochmals mit Matthew Quick versuchen sollte, doch zu verführerisch war dieses Thema und so schnappte ich mir dieses Mal ein Hörbuch, eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

Zu Beginn fand ich die Geschichte verwirrend, auch irgendwie nicht sehr einladend, aber nach den ersten Kapitel änderte sich diese Einstellung, ich fand in die Erzählung und war dann mittendrin, wollte gar nicht mehr aussteigen, sondern einfach immer weiterhören.

Bartholomew ist einzigartig, er ist hochbegabt, kann aber mit Gefühlen nicht sonderlich gut umgehen, ihm fällt es schwer, die Menschen zu verstehen und so kommt es immer wieder zu Verwechslungen. Seine Mutter hat ihn aus diesen Miseren immer geholfen, doch nun ist sie nicht mehr da, doch alleine ist er trotzdem nicht, an seiner Seite: Father McNamee. Selbst gerade in einer Lebensphase, in der es viele Umbrüche gibt, achtet er doch darauf, dass es Bartholomew an nichts fehlt und er ins Leben findet. Im Laufe des Buches kommen noch zwei Menschen hinzu, Max und Elisabeth. Auch sie stehen nicht unbedingt Mitten im Leben, sondern eher außen vor. Gemeinsam sind sie schon eine sehr seltsame Truppe, jedoch unendlich liebenswert, dass es für mich einfach wunderschön war, von ihren Abenteuern zu lesen. Mal brachten sie mich zum Schmunzeln, doch gegen Ende hin, da verdrückte ich die ein oder andere Träne, musste sogar eine Pause einlegen. Dieses Buch bietet alles, was man sich nur wünscht.

Es war eines dieser Bücher, dass zu Ende geht, einen Abschluss findet und doch noch so viel zu erzählen hätte. Man möchte einfach noch viel länger an der Seite dieser einzigartigen Menschen verweilen, zumindest fühlte ich mich in ihrer Umgebung einfach wahnsinnig wohl.

Und die Sache mit dem Glück, ja, sie findet auch Platz, was Glück ist und es manchmal viel näher ist, als man denkt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, aber bei mir überwog mehr der Schwermut, die Charaktere ziehen zu lassen.

Zu dem Hörbuchsprecher Boris Aljinovic kann ich nur sagen, dass seine Stimme sehr angenehm und durchaus gut zu Bartholomew gepasst hat. Er machte die Geschichte richtig lebendig.

Fazit:
„Die Sache mit dem Glück“ ist ein Buch, was einen lachen und weinen lässt. Unbeschreiblich, wie sehr man sich in der Welt von Bartholomew verliert und wie schwer es einem fällt, ihm am Schluss ziehen zu lassen.