Die reine Motivation kultivieren…

Drei Arten der Motivation

Spricht man allgemein von den drei Arten der Motivation – tugendhaft, untugendhaft und neutral –, dann entsteht eine heilsame Motivation aus einem kontemplativen Prozess. Anfänglich muss man das Leiden im Daseinskreislauf erkennen, man muss an die sechs Arten von Wesen, die diese zyklische Existenz bewohnen, glauben und man muss die Bedingungen der Erfahrung dieser Wesen kennen und verstehen. Im Bereich der langlebigen Götter leiden die Wesen von der Aufzehrung ihres guten Karmas und aufgrund ihrer Allwissenheit erkennen sie ihre zukünftige Wiedergeburt in den niederen Bereichen. Sie haben keine Ausflucht vor ihrem zukünftigen Leiden, weil sie ihr ganzes Leben mit dem Verbrauchen ihres guten Karmas zugebracht haben. Die eifersüchtigen Götter (Titanen) leiden während ihres ganzen Lebens an Eifersucht und Wettstreit. Menschliche Wesen leiden auf viele Arten, aber speziell an Geburt, Alter, Krankheit und Tod. Tiere leiden an ihrer Dummheit, dass sie von anderen benutzt werden und von anderen wegen ihres Fleisches und ihrer Haut getötet und untereinander aufgefressen werden. Hungergeister leiden an intensivem Hunger, Durst und an einer Begierde, die niemals befriedigt werden kann. Die Wesen des Höllenbereichs leiden beständig an extremer Hitze und Kälte.

Die Wesen der sechs Bereiche wandern in einem Zustand der Verwirrung, angetrieben einzig von den karmischen Neigungen ihrer früheren Existenzen. Sie erfahren ihre Ergebnisse immer und immer wieder. Indem man wirklich über die Vergeblichkeit dieser Situation nachdenkt, den Nutzen des Verfolgens eines spirituellen Pfades in Betracht zieht und beschließt man, zum Wohle all dieser fühlenden Wesen zu praktizieren, um sie aus ihrem Leiden zu befreien.

Befreiung zum Wohle aller Wesen

Hat man über dies nachgedacht und ist zu einem Verständnis gekommen, kann man möglicherweise fragen: „Gibt es eine Methode, durch die das Leiden gelindert werden kann? Gibt es einen Pfad, der alle Wesen zur Befreiung aus dem Leiden führen kann?“ So lange es ein Wesen gibt, dass Befreiung vom Leiden wünscht, so lange ein Wesen wünscht glücklich zu sein, gibt es eine Methode, durch die dieses Resultat erlangt werden kann.

Indem man weiß, dass es einen Weg der Befreiung gibt, dass diese Befreiung einem selbst und allen anderen fühlenden Elternwesen möglich ist, und indem man wünscht, dass alle Wesen dauerhafte Freude erfahren mögen, beschließt man, den kostbaren Buddhadharma zu praktizieren und ihn durch die dreifache Disziplin von Hören, Nachdenken und Meditieren zu vollenden.

Karma – Ursache und Resultat

Gemäß der Ansammlung von negativen Ursachen wandern Wesen weiterhin in der zyklischen Existenz. Hauptsächlich gibt es zehn Untugenden, die die Wurzelursache für das Ergebnis einer Wiedergeburt in den sechs Bereichen sind. Alle Zustände des Leidens, was immer sie auch sein mögen, und alle Wiedergeburten, die in den niederen Bereichen erfolgen, sind nichts anderes als das Resultat der karmischen Ansammlungen. Selbst kleine Ansammlungen produzieren große Ergebnisse. Viele erfahren Angst bei unbedeutenden Dingen, fürchten sich aber nicht davor, was in diesem Leben alles geschehen kann und was in zukünftigen Leben geschehen wird. Dies ist der eigentliche Grund, warum man bis jetzt noch nicht aus dem Daseinskreislauf befreit ist. Man hat einfach nicht erkannt, was abläuft. Wenn man den Nutzen des Guten versteht, sollte man sich entschließen, nur Gutes anzuhäufen, und dies sollte man sowohl für sich selbst, wie auch zum Wohle anderer machen.

Motivation – der Schlüssel zu einer beständigen Praxis

Beim Studium und der Praxis des Dharma sollte die eigene Motivation niemals mit irgendwelchen weltlichen Angelegenheiten vermischt sein – dem Wunsch, andere zu beeindrucken, berühmt zu sein, Geld oder Opfergaben zu erhalten, ein Geschäft daraus zu machen oder dem Wunsch, den Geist anderer zu verdrehen. Dies sind alles unreine Gründe, untugendhafte Motivationen und sollten vollständig aufgegeben werden.

Neutrale Bestrebungen sollten ebenfalls aufgegeben werden. Als Beispiel für eine neutrale Motivation wäre ein Kind, das in den Tempel geht, sich umsieht und vielleicht alles Gesehene wertschätzt, aber nicht weiß, warum es hier ist und nicht viel dabei herausholt. Oder ein Hund, der seinem Herrn folgt, aber nicht weiß, warum er diesem folgt oder wohin er geht. Wenn die Motivation nicht von Anfang und den ganzen Weg über rein ist, dann wird man trotz des Erhalts von Belehrungen, des Nachdenkens und Meditierens am Pfad des Dharma nicht erfolgreich sein. Es werden für einen selbst oder für andere keine Ergebnisse entstehen.

Das ist der eigentliche Grund, warum so viele Leute ihre Praxis nie vollenden können und warum einige nach einem Zeitraum sogar den Dharma aufgeben. Das Problem ist bei ihnen schon von Anfang an gegeben, weil ihre Motivation nicht rein ist. Ohne eine reine Motivation wird es für einen schwierig sein, seine Vorhaben fertig zu stellen und seine Ziele zu vollenden. Bitte überprüft eure Motivation sehr sorgfältig.

Wenn Sie Ihre Erfahrungen beim Kultivieren der Dharma-Praxis mit anderen teilen wollen, würde ich mich über Ihren Kommentar hier freuen.


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