"Die Natur? Ja mei, die muss halt weichen."

NEIN zu Olympia 2018 in GAP

Stellen Sie sich doch bitte vor, der Bürgermeister Ihres Vertrauens beschließt, in Ihrem Garten ein Fest zu feiern und dafür einige bauliche Veränderungen vorzunehmen. Bäume fällen, Gebäude aufstellen, Beton auf Ihren Rasen zu gießen. Kurz, er verändert eine Landschaft – Ihre Landschaft, die Sie kennen und lieben, in der Sie leben und vielleicht sogar arbeiten. Und es handelt sich um lebendige Natur… Sie würden auf die Barrikaden gehen, stimmt´s?

 

Sie würden sich dann noch wehren, auch wenn Ihnen der Ausrichter dieses Happening Geld versprechen würde für Ihre Unannehmlichkeiten. Das Fest, erklärt man Ihnen, dauert ja nicht lang und danach ist a) wieder Ruhe und b) können Sie das neu Entstandene natürlich nutzen. Und? Ersteres könnten Sie noch verschmerzen, Sie müssten einfach ein paar Wochen Urlaub im Süden machen. Aber was haben Sie von Bauwerken, wenn Sie im Garten sitzen und Ihre Bäume und Sträucher genießen und ihrem Gras beim Wachsen zuhören wollen? Rückbau und Versetzen in den Urzustand ist nicht vorgesehen – und wenn, dürfte das die geschundene Natur und Sie auch nicht wirklich trösten. Weil Sie so verdammt renitent sind, verweist man auf das Allgemeinwohl, auf den (finanziellen) Nutzen für ihre Region und zuletzt auf das touristische Prestige ihres Landes. Himmel, wie können Sie nur so stur sein?!?!

59 Bauern gegen den Rest der Welt

dürfte nicht nur die Ansicht der Süddeutschen Zeitung sein, sondern auch die derjenigen, die nicht verstehen können, wie man sich dagegen auflehnen kann, dass eine wunderschöne uralte und noch halbwegs gesunde Alpenlandschaft vernichtet wird, um Olympia nach Garmisch zu holen.

Sind Sie schon mal in Farchant gewesen? Abseits der Staulawinen meine ich, dort, wo es grün statt grau wird und ruhig statt motorlärmig, wo es muht und zwitschert, plätschert und raschelt. Und dann schauen Sie nach Süden… Dort stehen sie, Hausberg und Gudiberg, auf denen 2018 nicht nur Skifahrer aus aller Herren Ländern runterheizen, sondern Millionen Schaulustige zu Gast sein werden. Und für die baut man um, aus und neu. Die Natur? Ja mei, die muss halt weichen. Ist ja für einen guten Zweck. Nur: welcher ist das?


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