Die Liebe und das Glück sind die einzigen, die sich vermehren, wenn man sie teilt.

Von Wernerbremen

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Leo Tolstoierzählen:
Vom Krug, der immer wertvoller wurde“
„Vor langen, langen Jahren herrschte einmal eine große Trockenheit auf der Erde.
Alle Flüsse, Bäche und Brunnen waren versiegt, alle Bäume, Sträucher und Gräser vertrocknet und die Menschen kamen vor Durst um.

Da ging eines Nachts ein kleines Mädchen mit einem Krug in der Hand von daheim fort, um Wasser für die kranke Mutter zu suchen und zu schöpfen. Aber das Mädchen fand nirgend Wasser und so legte es sich vor Müdigkeit auf freiem Feld auf das Gras und schlief ein.

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Als es wieder erwachte und nach dem Krug griff, hätte es beinahe das Wasser verschüttet. Denn der Krug hatte sich während ihres Schlafes auf geheimnisvolle Weise mit klarem frischem Wasser gefüllt.
Das Mädchen freute sich darüber und wollte von dem Wasser trinken, aber da fiel ihm ein, dass das Wasser dann für die Mutter nicht reichen würde, und es lief mit dem Krug eilig nach Hause. 
Es hatte es so eilig, dass es gar nicht das Hündchen vor seinen Füßen bemerkte, stolperte und den Krug fallen ließ. Das Hündchen winselte kläglich. Das Mädchen langte nach dem Krug.
Es dachte, nun habe es das Wasser verschüttet. Aber nein! Der Krug stand aufrecht auf dem Boden und nicht ein Tropfen fehlte. Da goss das Mädchen ein wenig Wasser in die hohle Hand und das Hündchen leckte es auf und wurde wieder ganz lustig. Das Mädchen langte nach dem Krug, aber siehe: Da war er nicht mehr aus Holz, sondern aus Silber.

Quelle: Helmut Mühlbacher

Das Mädchen lief mit dem Krug nach Hause und gab ihn der Mutter. Die Mutter aber sprach: „Ich muss ohnehin sterben, trink Du lieber das Wasser!“ und gab den Krug dem Mädchen. Und in demselben Augenblick verwandelte sich der silberne Krug in einen goldenen.
Da konnte das Mädchen nicht länger wiederstehen und wollte den Krug gerade an seine Lippen setzen, als ein armer durstiger Wandersmann an die Türe klopfte und um einen Schluck Wasser bat.
 
Das Mädchen reichte dem Wanderer den Krug. Und siehe da: Plötzlich fielen aus dem Krug sieben riesengroße Diamanten und aus jedem ergoss sich ein großer Strahl frischen klaren Wassers.“

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
In unserem reichen Land wird mit dem Wasser verschwenderisch umgegangen.
Wir füllen Schwimmbecken mit Wasser, damit Menschen darin ihren Sport ausüben können.
 
Wir können es uns leisten, morgens und abends zu duschen oder zu baden.
Wir haben genug Wasser für das Waschen der Wäsche oder den Abwasch des Geschirrs.

 
Und wenn die Blumen in unserem Garten sich im Sommer nach Feuchtigkeit sehnen, dann gießen wir unsere Blumen ausgiebig mit Wasser.

Quelle: Astrid Müller



In anderen Teilen dieser Erde sieht das ganz anders aus. Dort ist Wasser etwas Kostbares. Dort laufen Menschen kilometerweit, um dann in einem Krug das kostbare Wasser aus einer Quelle oder einem Brunnen nach Hause zu tragen.
Wir sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob es nicht langsam Zeit wird, dass wir Menschen aus den reichen Ländern mit den Menschen in den armen Ländern unseren Reichtum teilen.
Das Geheimnis unserer heutigen Geschichte wird dann sichtbar, wenn wir ähnlich handeln wie das kleine Mädchen. Liebe denkt nicht zuerst an sich selbst, sondern an den anderen Menschen.
 
Wenn wir Liebe schenken, machen wir andere Menschen glücklich.
Wenn wir Liebe schenken, zaubern wir ein Lächeln in das Gesicht anderer Menschen.
Wenn wir Liebe schenken, schenken wir Menschen Zuversicht und Hoffnung.
Wenn wir Liebe schenken, sorgen wir dafür, dass auch andere Menschen anfangen, Liebe zu schenken. 

Denn dies will uns die heutige Geschichte sagen:  Je mehr Liebe geübt wird, desto stärker wird der Strom der Liebe, desto größer wird die Menge der Menschen, die sich für andere Menschen engagieren.

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen Tag, an dem Ihr nachdenkt über den Wert des Wassers und Dankbarkeit Euch erfüllt, weil Ihr erkennt, wie gut Ihr es habt. Ich grüße Euch herzlich aus dem sonnigen Bremen
Euer fröhlicher Werner

Bremen im Sommer an der "Schlachte"
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