Die Inflation der Kriegsopferzahlen dient weder der Forschung, noch einer nachhaltigen Versöhnung zwischen den einstigen Feinden

Hier sind mal wieder zwei Beispiele über den nicht nur aus historischer Sicht verantwortungs- und gewissenlosen Umgang mit den Zahlen der Kriegstoten im Zweiten Weltkrieg.
Die Inflation der Kriegsopferzahlen dient weder der Forschung, noch einer nachhaltigen Versöhnung zwischen den einstigen Feinden Aus dieser Tabelle, die von einer Mitarbeiterin von RTdeutsch verwendet wurde, geht hervor, dass Indien 3 Millionen tote Zivilisten zu beklagen hatte. Inder kämpften als Soldaten auf beiden Seiten der Fronten. Die einen auf der Seite der Kolonialherren, die anderen als Freiwillige auf Seiten der Achsenmächte. So zum Beispiel in der Legion Freies Indien und in der Indischen Freiwilligen Legion der Waffen-SS.
Die Inflation der Kriegsopferzahlen dient weder der Forschung, noch einer nachhaltigen Versöhnung zwischen den einstigen Feinden Generalfeldmarschall Erwin Rommel besucht Angehörige der Legion Freies Indien, Frankreich 1944
Das es aufgrund der Kampfhandlungen auch tote Inder zu beklagen gab, wird niemand bestreiten wollen, der noch alle Tassen im Schrank hat. Auch nicht, das Mahatma Ghandis wirklicher Einfluß auf die Inder im Gegensatz zur heutigen Glorifizierung seiner Person begrenzt zu sehen ist. Doch woher stammt die Anzahl von 3.000.000 Millionen toter Zivilisten? In Indien selbst erfolgten nur wenige, schwache und zudem gezielte Kampfhandlungen durch die Japaner auf britische Stellungen und Versorgungseinrichtungen, die eine so hohe Anzahl an toten Zivilisten nicht hervorgebracht haben können.
Angenommen, es wurden wirklich 3.000.000 indische Zivilisten getötet, so wurden diese aber unmöglich in Folge von Kampfhandlungen getötet. Wodurch dann? Betrieben die Engländer in Indien Vernichtungslager, so wie sie das schon im Burenkrieg (1899-1902) in Südafrika erfolgreich praktizierten? Irgendwoher müssen die toten Zivilisten schließlich stammen, das heißt, falls es sie überhaupt und inbesondere in einer so hohen Anzahl gegeben hatte.
Die Inflation der Kriegsopferzahlen dient weder der Forschung, noch einer nachhaltigen Versöhnung zwischen den einstigen Feinden Die obige Übersicht stammt aus der Sowjetunion. Bemerkenswert an ihr ist bereits die Einteilung in getöteten Offizieren und getöteten Soldaten. Warum die Sowjets solche Unterscheidungen vornahmen, obwohl sie doch die Gleichheit aller Menschen im Kommunismus propagierten, lässt sich übrigens auch mit den zahllosen Berichten über das regelrechte Verheizen der einfachen Soldaten erklären. Fakt ist, dass das realexistierende Menschenbild der Kommunisten stark vom propagierten abwich. Der Mensch zählte nur als Nummer, er war zur Sache erklärt, als Mittel zum Zweck degradiert.
Dennoch geben die Sowjets "lediglich" 2,5 Millionen Opfer für die blutigste Phase des Zweiten Weltkrieges an. Das sind immerhin 10,5 Millionen weniger als die heutzutage von ihnen propagierte Zahl. Dass die restlichen 10,5 Millionen in Kursk, Stalingrad oder im Kampf um Moskau gefallen sein sollen, darf, nein, muss angezweifelt werden. Die Sowjetunion hatte ohne Zweifel sehr hohe Verluste zu beklagen, doch interessieren uns keine ideologischen Zahlentricksereien, sondern die historischen Fakten. Denn nur sie allein können der Forschung nützlich und der Aussöhnung zwischen den einstigen Feinden dienlich sein.
Inwieweit die Sowjetunion auch die Russen auf ihr Opferkonto zählte, die wie die Angehörigen der Wlassow-Armee im Kampf gegen die Sowjets oder nachdem sie von den Amerikanern Stalin ausgeliefert wurden starben, entzieht sich unserer Kenntnis. Dem stetig wachsenden Zahlenmoloch in den Propagandaschmieden werden solche Feinheiten jedoch nicht stören.