Die hessische Landesvertretung wusste es als erste

Von Frontmotor
In der hessischen Landesvertretung im Berliner Regierungsviertel wurde schon 15 Minuten vor der offiziellen Verkündung durch den Bundestagspräsidenten laut über Wulffs Wahl gejubelt und danach die Sommerparty eröffnet. Ich schätze, die Linkspartei wird auch noch eingeladen.


Wäre die Linkspartei nicht so dämlich, hätten wir einen neuen, besseren Bundespräsidenten - und bald Neuwahlen. Weil diese Partei aber immer noch von Alt-SEDlern dominiert wird, und weil ein früherer Intellektueller der SPD dort seinen Starrsinn auslebt, zieht die Linkspartei den boulevardesken Kandidaten der Koalition vor.

Allein deshalb müssen es sich SPD und GRÜNE nie wieder gefallen lassen, in den Verdacht eines rot-rot-grünen Koalitionsplanes gestellt zu werden.

Im Gegenteil: Nun ist es Herr Wulff, der das Wohlverhalten der Linkspartei brauchte, um ins Amt gewählt zu werden. Es ist Frau Merkel, die hier einen Verdacht nie abschütteln konnte. Das muss man hier mal ganz klar sagen:

Frau Merkel hat persönliche Gründe, Herrn Gauck abzulehnen. Deshalb reagierte sie so erbost, als Sigmar Gabriel ihren SMS-Austausch publik machte. An dieser Stelle sollte man nun mal weiter wühlen...

Die Würfel sind gefallen. Christian Wulff ist gewählt. Aber er hat ein Legitimationsproblem, weil er nur durch das Wohlverhalten der SED-Nachfolgepartei ins Amt kam.

Währenddessen hält Joachim Gauck im ARD-Interview die Antrittsrede, die Wulff hätte halten müssen.

Zufrieden bin ich mit den sehr deutlichen Kommentaren von Peter Frey und Tom Burow. Jörg Schönenborn hingegen hielt es mit der Kanzlerin. Gauck vertrete die Themen der Vergangenheit. Und Wulff werde einen optischen und mentalen Unterschied machen, weil er mit einer jungen Familie nach Bellevue einzieht.

Mit einer Frau, die dieses Schloss und dieses Amt der Boulevardisierung preis geben wird. Die FAZ hat heute schon mal eine Kostprobe dazu gegeben: Link