Die häufigsten Fehler von Non-Profit-Organisationen im Umgang mit Social Media

Non-Profit-Organisationen und Social MediaImmer mehr Non-Profit-Organisationen engagieren sich in den Sozialen Netzwerken, um einen besseren, schnelleren, einfacheren und vielfach kostengünstigeren Kontakt mit den Unterstützern und Mitgliedern aufzubauen. Leider passiert es hierbei immer wieder, dass viele Organisationen in Stolperfallen laufen, die den Erfolg negativ beeinflussen. Nachfolgend möchte ich einige Fehler auflisten, die leider immer noch sehr häufig vorkommen und mit nur geringem Aufwand beseitigt werden könnten.

1. Benutzen Sie ein passendes Logo für jedes Soziale Netzwerk
Das Benutzericon ist Ihr Aushängeschild in jeder Korrespondenz nach außen und nur mit der Ausnahme von LinkedIn-Gruppen verwenden alle anderen Sozialen Netzwerke ein quadratisches Benutzerbild. Leider machen sehr viele Non-Profit-Organisationen den Fehler, ein rechteckiges Logo in nicht-passenden Maßen in ihr Benutzerprofil hochzuladen, was zwangsläufig zum Abschneiden oder Verzerren des Logos führt. Würde Ihre Organisation in der Briefkommunikation oder auf der Website ein solch entartetes Logo verwenden? Niemals! Warum senden dann zehn- oder hunderttausende Non-Profit-Organisationen täglich Status-Updates an ihre Freunde und Follower?

2. Nicht zu viele Statusupdates am Tag
Zu diesem Thema gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, ich vertrete hierbei jedoch die Ansicht, dass Sie nicht mehr als 1 oder höchstens 2 Statusupdates in den Sozialen Netzwerken veröffentlichen sollten. Ansonsten könnte es passieren, dass Personen dies als störend oder gar als Spam empfinden und Ihre Meldungen dann anfangen zu ignorieren oder im schlimmsten Falle sogar Ihre Updates ausblenden oder gar die Verbindung mit Ihrer Organisation aufkündigen. Es empfiehlt sich auch, Abwechslung in den Meldungen anzubieten, um das Interesse bei den Freunden hoch zu halten. Denkbar wäre hier z.B. mal ein paar Bilder eines Events, eine Ankündigung eines Projekterfolgs, ein Hilfeaufruf bei einer bestimmten Aktion oder ähnliches.

3. Achten Sie auf Ihr Follower-Verhältnis bei Twitter
Ein Ziel Ihrer Social Media Strategie kann es sein, möglichst viele Follower bei Twitter aufzubauen. Um dies zu erreichen, sollten Sie ein Folgen anderer User in einem 1:1-Verhältnis anstreben. Menschen bei Twitter werden Ihnen leichter folgen, wenn sie absehen können, dass Ihre Organisation die Follow-Anfrage auch annimmt. Je mehr Leute Ihnen folgen, um so mehr wird Ihr Non-Profit-Benutzerbild im Twitter-Universum verbreitet und hat eine grössere Chance, beachtet zu werden. Ausserdem können Ihnen Unterstützer oder potenzielle Spender, denen Sie nicht folgen, Ihnen keine direkten Nachrichten schreiben und erschweren ihnen somit unnötig den Zugang zu Ihrer Organisation.

Ein Grund, warum Sie nicht einer grossen Zahl von Menschen folgen möchten, könnte der Verlust des Überblicks über die Beiträge sein. Dies lässt sich jedoch ganz einfach mit dem Einsortieren der Follower in Twitter-Listen lösen. Damit können Sie nach definierten Kriterien Ordnung in Ihre Follower bringen und minimieren dadurch die Möglichkeit, wichtige Tweets zu verpassen.

4. Erstellen Sie Photo-Diashows zur Wiedergabe Ihrer Non-Profit-Aktivitäten
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Speziell im schnelllebigen Internet trifft dieser Satz höchstwahrscheinlich zu. Wenn Menschen tagtäglich überwiegend mit Schreiben, Briefen, Artikel oder anderen Schriftformen zu tun haben, bleibt ein ansprechendes Bild deutlich leichter in den Köpfen hängen, als ein weiterer Text. Hierzu gibt es Dienste wie Flickr oder Pinterest, auf denen Bilderalben angelegt und von Interessierten betrachtet werden können. Den entsprechenden Link veröffentlichen Sie einfach in Ihren Sozialen Netzwerken.

5. Machen Sie Ihre Social Media Aktivitäten auf Ihrer Website kenntlich
Ihre Unterstützer und Spendenwilligen gehen mittlerweile davon aus, dass auch Non-Profit-Organisationen in Social Media aktiv sind, zumindest auf Facebook und eigentlich auch auf Twitter. Wenn nun diese Personen Ihre Website besuchen und nicht auf den ersten Blick die Icons zu Ihren Social Media Kanälen finden, wenden sie sich vielleicht frustriert ab und das wäre ja nun sehr ärgerlich. Binden Sie also in jedem Fall die entsprechenden Icons mit einer Verlinkung deutlich sichtbar auf der Website ein. Ein Content-Management-System als Basis Ihrer Website ist in diesem Fall sehr hilfreich, da es viele kostenfreie Plugins gibt, welche genau diese Aufgabe übernehmen.

6. Ignorieren Sie nicht die Business-Seiten auf Xing und LinkedIn
Im deutschsprachigen Raum ist Xing immer noch die führende Plattform für Business-Kontakte und LinkedIn hat im internationalen Umfeld gerade die 100 Millionen Mitglieder-Marke passiert. Ihre Organisation stellt ebenso ein Geschäftsfeld dar und insofern wäre es töricht, die zusätzliche Vernetzungsmöglichkeit über die Business-Portale zu ignorieren. Schliesslich tummeln sich hier kapitalstarke Geschäftsleute und die wollen Sie ja erreichen.

7. Sichern Sie sich Ihren „Ort“
Wenn Ihre Organisation einen festen Standort hat und diesen noch nicht bei Facebook Places, Foursquare oder Google Places registriert haben, verschenken Sie auch hier die Möglichkeit, dass Sie über diese Dienste gefunden werden und sollten dies schleunigst nachholen.

8. Veröffentlichen Sie interessante Inhalte
Spenden Sie für unser Projekt xy! Nehmen Sie an unserer Charity-Veranstaltung für abc teil! Folgen Sie uns auf Twitter! Kreisen Sie uns bei Google+ ein! Wir bitten Sie um eine Spende! Klicken Sie „Gefällt mir“ bei Facebook! ………

DAS will keiner sehen! Wenn Sie auf Ihren Social Media Kanälen nur oder überwiegend Eigenwerbung betreiben, garantiere ich Ihnen ein Scheitern Ihrer Bemühungen. Sie müssen den Besuchern Ihrer Online-Präsenzen interessante Mehrwerte bieten, um diese bei Laune zu halten und um neue Besucher zu generieren.

9. Führen Sie einen Blog
Blogging ist die Methode, die Ihre Social Media Aktivitäten zusammenhält und mit frischem Inhalt versorgt. Interessante Inhalte sind das A und O einer Social Media Strategie und ohne diese Frischzellenkur für Ihre Facebook Page, den Twitter Account oder den YouTube Channel werden Sie nicht „geliked“, „retweetet“ oder geviewed. Und diese Verbreitungen sind letztendlich das, worauf es ankommt, denn dadurch wird Ihr Inhalt und somit Ihre Organisation an andere Nutzer weiterverteilt und führt vielleicht zu neuen Unterstützern oder Spendern.

Das Veröffentlichen von neuen (statischen) Artikeln auf Ihrer Website hat nicht den gleichen Effekt, wie einen Blog zu führen. Auf einem Blog können die Menschen Kommentare hinterlassen und somit in eine Diskussion einsteigen. Diese Kommunikation ist das Wertvollste, was Sie mit allen Social Media Aktivitäten erreichen können. Deshalb: Führen Sie einen Blog und bieten Sie den Lesern interessante Inhalte – und verbreiten diese in Social Media.

10. YouTube‘s Non-Profit-Programm (wenn verfügbar in Deutschland)
YouTube bietet derzeit für Non-Profit-Organisationen ein Support-Programm im englischsprachigen Raum an, welches viele Vorteile bietet. Genauere Informationen dazu gibt es hier: http://www.youtube.com/nonprofits. YouTube plant, das Programm in nächster Zeit auf andere Länder auszuweiten und Deutschland fällt hier mit Sicherheit in die engere Wahl. Sobald das Programm auch hier verfügbar ist, sollte eine Bewerbung auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden.

Wie Sie sehen, gibt es einige Klippen, die Sie besser im Umgang mit Social Media umschiffen sollten. Social Media ist kein Hexenwerk, jedoch sollte die Planung fundiert und der Einstieg gut vorbereitet sein. Ich berate Sie gerne, kontaktieren Sie mich.

Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/1281812


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