Die große Lösung: Kauft doch Kreta

Die große Lösung: Kauft doch KretaMurmeltiertag bei Merkels: Wieder ist Mittwoch, wieder geht es um die Rettung Europas, wieder um die Bewahrung der Währung, wieder um nicht geringeres als um das Schicksal des ganzen Volkes, weil um den Bestand der Regierungskoalition. Die Lage ist prekärer noch als letztes Mal, denn mittlerweile muckt das Volk bis in die "Tagesthemen" hinein. Jahrelang hatten sich alle eingerichtet in einer Delegationsdemokratur, in der die Regierung mit niedrigen Zinsen gegen jeden Anflug von Überproduktionskrise anging.
Die große Lösung: Kauft doch KretaWeil das eigene Volk gar nicht soviel konsumieren konnte, wie die Fabriken auszuspucken bereits waren, lieh man das Geld denen, die mehr Einkaufsbedarf hatten: Griechen, Spaniern, Portugiesen, den Italienern auch und allen, die sonst noch bereit waren, deutsche Waren abzunehmen. Eine Grafik der Auslandspositionen der Deutschen Bundesbank (rechts) zeigt über Jahre ein allmähliches Wachstum - ausgerechnet mit der europäischen währungseinigung aber schießt die Kurve in die Höhe wie eine Trägerrakete.
Aber was trägt sie? Den "Exportweltmeister" (dpa). Deutschland, das zeigt eine Grafik des deutschen Exportwachstums, die der Grafik der Auslandspositionen der Bundesbank ähnelt wie ein eineiiger Zwilling, profitierte so kräftig vom neuen gemeinsamen Binnenmarkt. Und das sogar auf eigene Kosten, wie sich jetzt plötzlich mit Verspätung zeigt. Die Kreditnehmer Die große Lösung: Kauft doch Kretakönnen nicht nur nicht mehr so weiter einkaufen, nein, sie können auch ihre Rechnungen nicht bezahlen, wenn man ihnen keine neuen Kredite gibt. Deutschland wurde so reich wie ein Mann, der sich Millionär nennt, weil ihm 100 Leute ihm je 10000 Euro schulden. Und er wird noch imemr immer reicher dadurch, dass alle Schuldner ihre Raten zahlen, indem sie sich auch das Geld dazu von ihm borgen.
Ganz nebenbei sind aus den alten Krediten längst ganze Gebirge von Finanzierungsverpflichtungen geworden: Auf jedem ursprünglich einmal verliehenen Euro steht heute ein umgekehrtes Kartenhochhaus aus Verbriefungen, die als Sicherheiten für Kredite benutzt wurden, die wiederum als Inhalt von Verbriefungen dienen durften, die wiederum usw.
Es hilft nichts, das Fundament auszugraben und neue Stahlstreben einzuziehen. Zehn Jahre staatlicher Schuldenexzesse haben in Deutschland zu niedrigen Arbeitslosenzahlen und dem höchsten Wohlstand aller Zeiten geführt. Sie haben aber gleichzeitig den Ländern Schuldketten angelegt, deren Kreditaufnahme den Wohlstandschub Chinas im letzten Jahrzehnt genauso finanziert wie die Entwicklung Deutschlands vom kranken Mann Europas zum topfitten Ironman des Kontinents.
Verzweifelt sucht die europäische Politik seit anderthalb Jahren einen Ausgleich, eine Möglichkeit, die Schulden der einen zu beseitigen, dabei aber Guthaben der anderen zu erhalten, obwohl genau diese Guthaben durch nichts anderes verkörpert werden als durch die Schulden. Doch Griechenland hat außer Oliven, Fußballern und Basketballspielern nichts, was es exportieren könnte. Hingegen wären griechische Läden leer, entfernte ein Unwetter schlagartig alle Shampoos, Marmeladen, Rasierklingen und Kosmetikartikel ausländischer Provenience aus den Regalen.
Was also könnten die Griechen ihren Gläubigern geben, wenn sie doch sogar ihre staatlichen Goldreserven für schlechte Zeiten aufheben wollen? Was könnte die große Lösung bringen, in der sich schlagartig Schuldenkrise und wirtschaftliche Stagnation, Bürgerprotest und gelähmte Politik in einem Wirbel aus Dynamik auflösen würden?
Die Antwort auf die Frage nach der wirklich großen Lösung lautet Kreta. Kreta, ein Eiland von von knapp über acht Milliarden Quadratmetern Fläche, das alles hat, was Deutschland nicht besitzt. Sonne. Mittelmeerzugang. Weite Brachflächen. Wenige, alte Straßen. Niedrige Grundstückspreise, verglichen mit Hamburg, Dresden und Kiel.
Auch zwischen Kissamos und Siteia hat die Krise ihre Spuren hinterlassen. An jedem zweiten Haus hängt ein "Zu Verkaufen"-Schild, jedes zweite Stück Land ist zu haben und jedes dritte Auto dürfte sofort übernehmen, wer Bares dafür hinlegt. Leider gibt es in Griechenland derzeit mehr Verkäufer als Kaufinteressenten.
Hier nun könnte der deutsche Steuerzahler wirklich hilfreich einspringen, indem er Immobilien auf Kreta kauft. Nicht um sie dem deutschen Herrschaftsgebiet anzuschließen, wie das Hitler seinen Fallschirmjäger einst ins Pflichtenbuch geschrieben hatte. Sondern um beiden Völkern zu nutzen: Zahlen deutsche Käufer nur durchschnittlich 25 Euro für kretischen Boden, ist ganz Griechenland nach erfolgter Transaktion zwei Drittel seiner Staatsschulden los und schlagartig wieder ein verläßlicher Kreditnehmer, so dass darauf aufbauende Derivate keine erhöhte Ausfallgefahr mehr einpreisen müssten. Damit wären augenblicklich auch alle deutschen Sparguthaben wieder sicher, der Geldfluß käme in Gang, und glücklicherweise würde er auch dringend gebraucht!
Denn nun würden die neuen Eigentümer der kretischen Meerblickvillen einen Bauboom entfachen, um deutsche Standards in die letzte Bauernhütte zu bringen. Arbeit und Brot für zahllose Kreter, denn es folgt zwangsläufig der Straßenbau, die Eröffnung unzähliger Boutiquen und Tavernen und so weiter.
fehlen aber wird niemandem etwas, weil in der ganzen Transaktion, so hat Gunnar Heinsohn schon vor Jahren herausgefunden, nur eine "ökonomische Separation von Eigentumsrecht und Nutzungsrecht" im Sinne einer "Auftrennung in Eigentumsoperation auf der einen und Besitzoperation auf der anderen Seite" (Heinsohn) stattfindet. Was völkerrechtlich gesehen nichts anderes besagt, als dass Kreta weiter griechisch wäre, nur der Oberboden, der gehörte nun Deutschen.
Und niemandem wird es schlechter gehen, vielen aber viel besser!
Frisch serviert: Salat Paranoia
Grundlagen der Krise: Am Anfang war der Wille
Schröder: Die Kraft dehnbarer Adjektive
Das große Schweigen: Panzer für Athen
PPQ zu Gast im Transeuropäischen Automatischen Echtzeit-Brutto-Express-Überweisungssystem
Die Krise, ganz einfach erklärt
Das letzte Euro-Geheimnis: Kohls Hades-Plan enthüllt


wallpaper-1019588
Eine sommerliche Liebesaffäre in CALL ME BY YOUR NAME
wallpaper-1019588
Filme ohne Farbe: NOSFERATU (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau
wallpaper-1019588
Es muss ja nicht immer Fussball und Weltmeisterschaft sein! Neue Annotation für JUnit 5 – Tags sind auch spannend!
wallpaper-1019588
Männerfreundschaft: Kameradschaft und Bruderschaft sind essentiell in der Mannwerdung
wallpaper-1019588
Involtini
wallpaper-1019588
Focaccia mit blauen Kartoffeln, Speck und Zwiebeln
wallpaper-1019588
Review zu i hear the sunspot Band 1
wallpaper-1019588
Parfait