Die getäuschte Freiheit

Eigentlich könnte man meinen wir lebten in einer privilegierten Zeit. Die haben sich geöffnet, und die Grenzen die ideologischen Gräben zementierten, fielen unter dem Druck der Öffentlichkeit. Was blieb, ist der begrenzte Horizont des Einzelnen, der sich nun auch mit der Erkenntnis auseinandersetzen muß das diese Freiheit nicht nur eine Öffnung nach Außen-, sondern auch eine Zuwanderung (oder einen Fluchtpunkt) bedeuten kann.

Die getäuschte Freiheit

Ich bin fast geneigt etwas sarkastisch zu sagen, auch früher lebten wir schon auf Kosten ärmerer Kontinente und der nächsten Generation –
...nur heute wissen sie es!
Die zwangsläufige Reaktion auf diese Entwicklung ist eine Flucht in die Städte der Industriestaaten, oder ein Fundamentalismus, der in einer totalen Ablehnung des Systems gipfelt.
Ein fanatischer Extremismus der nur oberflächlich etwas mit dem Islam zu tun hat ist das andere Gesicht dieser Entwicklung. Ich spreche hier ganz bewusst von einem oberflächlichen Islamismus, da hier wie schon so oft in der Geschichte der Glaube als Waffe missbraucht wird.  
In der Regel aber mit den religiösen Werten des Islams nichts zu tun hat!
Gerade die jüngere Geschichte zeigt uns aber, auch wieder das der Anspruch einer Sozialdemokratie im Verteilungskampf des 21. Jahrhunderts genau so auf der Strecke bleibt wie der einer geistig moralischen Wende.
Fakt ist: das wir auf der einen Seite eine Wagenburg-Mentalität entwickeln um unsere eigenen Ansprüche zu sichern, während sich ein anderer Teil immer stärker radikalisiert.  
Zwischen den beiden Fronten schiebt sich nun aber ein immer breiterer Strom von sozial Abgehängten, von Flüchtlingen und Wutbürgern, die in immer größerer Zahl zwischen den Fronten zerrieben werden.
Der Wunsch nach Erneuerung geht in dieser misslichen Lage für die Betroffenen dann oft nahtlos über in ein Gefühl der Ohnmacht.

Ein Systemversagen durch Systemmissbrauch steht zur Zeit ebenso im Raum wie ein demokratischer Missbrauch durch den Wähler (Stichwort: Trump).
Ein Systemversagen vor dem Hintergrund einer ungelösten Gerechtigkeitsfrage (Der demographische Faktor wird genannt aber die soziale Spaltung ignoriert!).
Und der demokratische Missbrauch auf der anderen Seite, der nicht minder heuchlerisch daherkommt und der einen demokratischen Anspruch mit einem Geschäft verwechselt!
In dieser Gemengelage scheint eines aber aus dem gesellschaftlichen Fokus geraten zu sein, nämlich die grundlegende Frage nach der Ethik und den Werten nach denen wir die Gesellschaft im 21. Jahrhundert gestalten wollen.
Was fehlt, ist eine glaubhafte Vision einer demokratischen Erneuerung im Wandel des neuen Jahrhunderts. Eine perspektivisch glaubwürdige Raumöffnung in eine gerechte Wertegemeinschaft!


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