Die Faltcaravan-Alternative: das Zelt

Von Falter56

Bevor wir uns 2015 einen Faltcaravan zulegten und auf Nordeuropareise gingen, nutzten wir zum Camping ein einfaches 2-Personenzelt. Und das hatte zahlreiche Vorteile, von denen der Preis und das Packvolumen nur zwei von vielen sind. Weshalb sind wir dann von einem Zelt auf einen Zeltanhänger umgestiegen? Und warum sehnen wir uns manchmal nach unserem Zelt zurück? Die Antworten auf beide Fragen erfährst  Du im Beitrag.

Zelt und Zeltanhänger – zwei Seiten derselben Medaille?

Warum sollte man von einem Zelt auf einem Zeltanhänger umsteigen? Eine berechtigte Fragen, die wir bereits im Beitrag Warum ein Faltcaravan: Pro & Contra für Dich erörtert haben. Doch um ehrlich zu sein: unsere Vortei-/Nachteil-Diskussion enthält nur die halbe Wahrheit. Was wir im Beitrag nicht angesprochen haben ist die Gegenrichtung. Daher: was spricht eigentlich dafür, ein Zelt dem Falter vorzuziehen?

Bereits seit den frühen Kindertagen sind wir enthusiastische Zelt-Camper. Aus unserer Sicht gibt es eine ganze Reihe an Argumenten, die für das Übernachten im Zelt sprechen. Und nachdem wir nun seit 2015 sowohl das Zelten als auch Faltcaravaning aus eigener Erfahrung bestens kennen, wagen wir den Schritt und vergleichen nachfolgend  für Dich beide Formen des Kampierens.

Campen im Zelt: was dafür spricht…

Campen im Zelt. Für viele Outdoor-und Naturliebhaber ist das „Back to the roots“. In der Regel schläfst Du zu ebener Erde, wirst ausschließlich durch eine dünne (Kunst-)Stoffschicht von den Widrigkeiten des Wetters geschützt. Dabei hat das Zelten eine Menge Vorteile. Ein Zelt ist leicht und klein, viele Modelle lassen sich mit auf Wanderschaft auf der ganzen Welt nehmen. Im Gegensatz zu einem Zeltanhänger entfallen lästige administrative Aufgaben wie die Zulassung, das Parkieren oder die 2-jährige Hauptuntersuchung. Auch benötigst Du keine Anhängerkupplung bzw. musst nicht mit einem 9m langen Gespann durch enge, Dir unbekannte Straßen pilotieren.

Ein Zelt bekommst Du bereits ab 20 Euro im Supermarkt. Qualitativ hochwertige Luxusmodelle übersteigen selten die 2.000 Euro Marke, liegen damit deutlich unter dem Preis eines Falters. Zelt ist dabei nicht gleich Zelt: vom schmalen Ein-Personenschlauch für die Fahrradtour bis zum riesigen Wohnpalast zum Dauercampen bietet der Markt für jeden Einsatzzweck und jede Vorliebe das passende Modell. Ein online Zeltkaufratgeber oder der Experte im Fachsportgeschäft & Outdoorgeschäft unterstützt Dich bei der Auswahl.

Doch die Kostenvorteile der Campingform Zelt erstrecken nicht nur auf die Anschaffung. Auch beim Besitzt halten sich die Ausgaben für ein Zelt in Grenzen. Weder fallen für ein Zelt Steuern und Versicherungen an, noch stressen Reparaturen und Wartungen unnötig Deine Urlaubskasse. Zudem bist Du auf Reisen in Sachen Maut und Stellplatz meist viel günstiger als mit dem Faltercaravan unterwegs. Nach all den Vorteilen eines Zeltes: macht es da überhaupt noch Sinn, sich einen Falter anzuschaffen? Wir finden schon und verraten Dir, wo genau die Gattung der Zeltanhänger punkten kann.

…und warum sich ein Faltcaravan trotzdem lohnt

Wenn man es ganz genau betrachtet, ist der Faltcaravan eine Weiterentwicklung des Zeltes. Nachdem zweiten Weltkrieg sprang Ende der 1950er der Fremdenverkehr in Europa wieder an (siehe Wikipedia). Die Leute hatten wieder mehr Zeit und Geld zum Reisen, Städte- und Naturtourismus blühten. Allen voran die Holländer luden ihr Zelte, Feldbetten, Tische, Stühle und weitere Ausrüstung auf den Anhänger und transportierten das Equipment zum Campingort. Findige Tüftler wie Christian Nissen (siehe Beitrag) hatten die Idee das Zelt mit dem Anhänger zu kombinieren. Das spart Aufbauzeit und schafft obendrein ein komfortables Bettenlager.

Und das waren und sind sie,  die beiden bedeutendsten Vorteile eines Falters gegenüber dem Zelt: rascher Aufbau und ein hochbequemes Bett. Über die Jahre waren die Faltcaravan-Hersteller natürlich nicht untätig und haben ihre Zeltanhänger weiterentwickelt. So sind zusätzliche Vorteile wie Küchenzeile, Elektrifizierung oder Stau- & Transportfächer hinzugekommen. Auch die Wohnfläche ist gewachsen, 12qm aufrecht begehbare Fläche gehören mittlerweile zum Standard. Genug Platz für die ganze Familie, um sich auch bei Regentagen nicht auf die Nerven zu gehen.

Fazit

Zelten bleibt für uns die „leichtgewichtigste“ und günstigste Form des Campings. Sind für das Wochenende Sonne und warme Temperaturen angesagt, einfach das Zelt geschnappt und los geht’s. Abstriche musst Du beim Komfort machen. Gerade bei längeren Reise und/oder schlechten Wetter schlägt das leider aufs Gemüt. Und hier kommt wieder der Faltcaravan als Hybridgattung zwischen Zelt und Wohnwagen ins Spiel.

Das übrigens Zelt und Zeltanhänger nicht nur begrifflich eng zusammenliegen beweisen unter anderem die Falter-Hersteller selbst. Beispielsweise hat Cabanon neben Faltcaravans ebenfalls Zelte im Programm. Auch Holtkamper vertreibt neben den Faltern das Sturmzelt Utopia.

> Faltcaravan vs. Zelt? Wofür schlägt Dein Campingherz. Lass es die Leser des Blogs und uns wissen und schreibe einen Kommentar.

Der Beitrag Die Faltcaravan-Alternative: das Zelt erschien zuerst auf faltcaravaning.net.