Die Falle von Murten

Von Wanderwidmer

Wintervergnügen bei Kriechenwil.


In der Beiz in Murten. Der im Hemd ist der Moor.

Die Meringues mit Crème double.

In 5 1/2 Stunden zogen wir am Samstag von Laupen nach Murten und Avenches. Es war eine Grenzwanderung, womit ich nicht den Röstigraben meine, den wir überschritten. Sondern: Wir wanderten zwischen Winter und Frühling. Ein paar Weiher, später Etangs geheissen, waren überfroren, im Wald glichen die Wege Eisrinnen. Ein Sms von Freunden traf ein, die zwischen Gemmi und Sunnbüel unterwegs waren im Gebirge, wo hoher Schnee liegt; auch das war der pure Winter. Anderseits tirillierten die Vögel optimistisch, und blendendes Sonnenlicht betörte. Dem Murtensee entlang geriet ich gar ins Schwitzen, nachdem ich auf der Höhe von Kriechenwil gefroren hatte. So mischten sich zwei saisonale Zustände. Grossartig im Übrigen der Zmittag in der gemütlich geheizten Freiburger Falle in Murten, einem Altstadtkeller-Bauch mit Jazzbeschallung und Crème double-Meringues, die den Cholesterintod wert sind.
PS. Mit von der Partie war Kollege René P. Moor, die Gehkraft aus dem Gürbetal. Er hat die Route gestern verbloggt und nennt mich (49) freundlicherweise einen "Jüngling".