Die Euro-Bonds kommen die Demokratie geht

War dies das eigentliche Ziel der EU-Konstrukteure?
Die Euro-Kritiker um Prof. Hankel und Prof. Schachtschneider haben schon in den neunziger Jahren u.a. darauf hingewiesen, das wirtschaftliche Schwachländer wie Portugal, Griechenland, Italien und Spanien eine gemeinsame Währung auf Dauer belasten werden.
Eine Gruppe professioneller Bergsteiger würde niemals auch nur im Traum daran denken, Hobbywanderer mit auf den Mount Everest zu nehmen. Tun sie es doch, kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo alle umkehren müßen, weil die Schwachen nicht mehr können. Oder das Seil wird gekappt, damit die Schwachen nicht die Starken in den Abgrund ziehen.
Die unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen dieser Länder kann man nur über einen begrenzten Zeitraum ausgleichen. Der EURO ist kaum 10 Jahre alt und schon am Ende. Doch dieses Ende will niemand wahrhaben.
Wenn sich Nichtschwimmer über das Schwimmen unterhalten
So könnte man manche „Expertenrunde“ im Fernsehen betiteln. Amüsant, wie sich jeder dieser „Experten“ bemüht zu glänzen. Da wird tief ins Fachvokabular gegriffen, in völliger Unkenntnis jedoch, was die verwendeten Begriffe bedeuten.
Der Bürger verfolgt das erstaunt mit und wundert sich, warum bei so viel „Experten“ und „Wissen“ es immer wieder zu Krisen kommt. Im Gegensatz dazu erscheint die Lernfähigkeit von Einzellern geradezu mustergültig. Immer wieder wird das gleiche System gezimmert. Wohlwissend, daß das Verfallsdatum schon feststeht. Die Systemfehler sind schon lange bekannt. Es gibt aber eine starke Triebfeder, diese Systemfehler ständig zu wiederholen. Die Gier!
Euro-Bonds vertreiben die Demokratie
Euro-Bonds sollen Anleihen sein, die gemeinsam von allen Euro-Ländern herausgegeben werden sollen, um Schwachländer wie Griechenland, Portugal etc. den Zugang zu Darlehen mit verträglichen Zinsen zu ermöglichen. Mit Deutschland, Frankreich und Italien als Bürge könnte dies gelingen, bedeutet aber auch, das Deutschland für Kredite deutlich mehr zahlen muß als zur Zeit.
Damit das aber funktioniert, müßen die Nationalstaaten einen weiteren Teil ihrer Souveränitiät abgeben. Das Haushaltsrecht. Das Recht einer jeden Regierung, selber über die Mittelverwendung zu entscheiden. Dieses Recht soll auf eine europäische Institution verlagert werden. Der Europäischen Schuldenagentur.
Dieser Vorgang ist jedoch in keinster Weise demokratisch legitimiert. Keine BürgerInnen jemals dazu befragt worden.
„Die Märkte“ haben nun noch leichteres Spiel.
Finanzpolitische Geisterfahrer am Steuer
Einer von diesen ist Jean-Claude Juncker, Chef der Euro-Gruppe. Von Sachkenntnis völlig unbelastet, ist er ein starker Befürworter der Euro-Bonds. Falls Sie immer schon mal wissen wollten was die Euro-Gruppe ist,hier klicken.
Das Demokratieverständnis von Herrn Juncker hat er mit dieser Aussage für jeden einschätzbar:
Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

Eines vorweg, es gibt immer ein Zurück.
Doch woran liegt es, das es kaum Widerstand der BürgerInnen gibt? Es fehlt an Bildung, an ökonomischer Bildung. Doch dies ist gewollt.
Karl Kollmann hat das in Telepolis auf den Punkt gebracht.
Ein anderes Wirtschafts-Wissen brauchen wir!
Im Lebensalltag brauchbare grundsätzliche und politisch strukturierte Wirtschaftskenntnisse – statt fades und isoliertes Wissen a la Betriebswirtschaftslehre
Das Wirtschaftswissen der Bevölkerung ist miserabel, ja. Aber es wird den Menschen vom falschen Ende her beigebracht. Eine brauchbare Wirtschaftsbildung muss bei der Gestaltungsfähigkeit des Einzelnen beginnen, bei seiner Rolle als Bürger, als politisches Wesen nämlich, das seine Wirklichkeit verändern kann, wenn es mag und sich mit anderen zusammentut. Dabei wäre diesem Einzelnen auch zu zeigen, was Wirtschaft heute mit ihm als Berufsarbeiter und Verbraucher macht, und dass man nicht bei allem besinnungslos zusehen muss.

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Hier setzt die "Initiative für eine bessere ökonomische Bildung" an.
Welches Wirtschaftswissen brauchen wir? Eine moderne, im Lebensalltag brauchbare ökonomische Bildung
Sprecher aus Industrieorganisationen und andere wirtschaftsfreundliche Personen hätten gerne mehr Wirtschaft in der Schule. Was sie sich dabei vorstellen, ist eine auf das Niveau von, sagen wir, Vierzehnjährigen herunter gebrochene Einführung in die Wirtschaftswissenschaften für Studienanfänger, wie es sie auch an den Universitäten gibt. Also Einführungen in die Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre nach Art des Mainstream, neoklassisch, der Fokus auf „dem Markt“. Mit dem Ziel, die jungen Leute mögen endlich „die Wirtschaft“ besser verstehen. Und mit der Hoffnung, dass dann die Menschen mehr Einsicht in die „Notwendigkeiten“ dieser Wirtschaft haben. In den heutigen Zeiten heißt das aus der Sicht der Wirtschaft: Verzicht auf mehr Lohn und Mitsprache, Renteneinbußen, gesellschaftsfinanzierte Bankgewinne, Verständnis für Rationalisierungs-Kündigungen, für Preissteigerungen, und so weiter.

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