Die elf größten Wein-Irrtümer!

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„Wein wird mit dem Alter besser“ – von wegen! Beim Thema Wein gibt es zahlreiche Mythen, die als bewiesen gelten. In Wirklichkeit sind viele dieser vermeintlichen Weisheiten jedoch nur eins: falsch.
1. Top-Wein braucht eine Auszeichnung
Auszeichnungen und Medaillen kennzeichnen einen guten Wein, oder? Nein! Viele deutsche Top-Winzer verzichten lieber darauf, eine Medaille aufs Etikett zu drucken. Top-Wein braucht also keineswegs eine Auszeichnung.

2. Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur
Weißwein wird kalt serviert, Rotwein bei Zimmertemperatur. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Je wärmer Sie Rotwein servieren, desto besser können sich die Aromastoffe entfalten. Wird die Temperatur jedoch zu warm, kann sich der Rotwein auch unangenehm anfühlen, weil der Alkohol stärker zu schmecken ist. 18 Grad reichen für Rotwein völlig aus. Der Tipp, Rotwein solle bei Zimmertemperatur getrunken werden, stammt aus einer Zeit, in der die Zentralheizung noch nicht erfunden war. 18 Grad stellten damals die normale Zimmertemperatur dar.

3. Süße Weine sind minderwertiger als trockene Weine
Süße Weine haben hierzulande bei vielen Verbrauchern ein schlechtes Image. Als Grund dafür wird angeführt, dass in den Wirtschaftswunderjahren deutsche Winzer einfachste Massenweine mit ordentlichen Mengen Süßreserve versahen und als sogenannte „Liebfrauenmilch“ auf den Markt brachten. Dies zog bei Genuss von größeren Mengen Kopfschmerzen nach sich. So setzt sich bis heute das Vorurteil in den Köpfen vieler Verbraucher fest, dass süße Weine von minderwertiger Qualität seien. Dabei zählen echte edelsüße Weine zum Aromatischsten, Langlebigsten, Komplexesten und auch zum Teuersten, was die Welt der Weine zu bieten hat. Die Früchte hängen bei diesen Weinen so lange es geht am Rebstock. Die Sonne und der Edelschimmel sorgen dann dafür, dass die Trauben rosinieren und mit einem hohen natürlichen Zuckergehalt zurückbleiben.

4. Minderwertige Weine erkennt man am Schraubverschluss
Nein! Meint auch der britische Weinkritiker Stuart Pigott: „Kork ist ein wunderbares Naturprodukt – zum Beispiel für Bodenbeläge und Schuhsohlen. Aber leider verdirbt Kork allzu oft den Wein. Dagegen hat ein Schraubverschluss eine Erfolgsquote von einhundert Prozent.“ Manche Winzer nehmen aus Traditionsgründen noch Naturkorken, aber auch, weil sich die irrige Ansicht, dass nur Weine minderer Qualität mit einem Schraubverschluss verschlossen sind, bis heute hält.

5. Salz hilft bei Rotweinflecken
Salz hilft leider nur bei ganz frischen Rotweinflecken: Das Salz saugt die Feuchtigkeit mitsamt der darin gelösten Farbstoffe auf und verhindert so das Einziehen ins Gewebe. Bei bereits eingetrockneten Rotweinflecken ist Salz wirkungslos. Aber hier kann Glasreiniger oft helfen: Auf den Fleck aufsprühen und in die Waschmaschine geben. Grundsätzlich gilt: Je früher der Fleck entfernt wird, desto besser.

6. Korkfehler verfliegen mit der Zeit
Leider nicht. Es bringt nichts, den Wein atmen zu lassen oder zu dekantieren. Im Gegenteil: Oft wird das Aroma dadurch noch verstärkt. Ist der Wein hingegen nur muffig oder schmeckt „verschlossen“ – entfaltet er seine Aromen also noch nicht -, kann dekantieren helfen.

7. „Bier auf Wein, das lasse sein!“
Diesen Satz kennt wohl jeder. Ein möglicher Ursprung dieser Redensart liegt im Mittelalter, als Wein das Getränk der Oberschicht war und der Wechsel zu Bier einem sozialen Abstieg gleich kam.

8. Wein wird mit dem Alter besser
Es kommt darauf an. Gerade auf einfache Weine trifft dies nicht zu. Dort gilt die Faustregel: Innerhalb von zwei Jahren sollten diese Weine getrunken werden, da sie vor allem auf Frische und Spritzigkeit ausgelegt sind. Alterungstöne wirken da eher störend. Es sei denn, sie sind als Süßweine ausgebaut, denn Zucker wirkt konservierend. Doch für andere hochwertige Weine bedeutet der frühe Genuss mitunter die Vernichtung vor der Trinkreife. Dieser „Jugendwahn“ gilt inzwischen auch für Große Gewächse und Weine Erster Lagen, die erst nach fünf Jahren und mehr ein Trinkvergnügen sind. Große Weine können daher durchaus lang gelagert werden, ohne an Geschmack einzubüßen.

9. Zu Käse genießt man Rotwein
Besonders zu Camembert, Brie oder jungem Gouda passt Rotwein hervorragend. Aber viele Käsesorten harmonieren geschmacklich besser mit einem Weißen. Dies gilt besonders für Ziegen- und würzige Hartkäse. Auch ein herzhafter Blauschimmelkäse harmoniert am besten mit einer süßen Auslese.

10. Rosé wird aus Weiß- und Rotwein gemischt
Wenn man die beiden Sorten miteinander vermengt, entsteht tatsächlich eine rosa Farbe, aber kein Rosé-Wein. Um Rosé herzustellen, werden ganze Rotweintrauben mit ihren Schalen, in denen die meisten Farbstoffe stecken, in der Maische vergoren. Aus dem Gärbehälter für Rotwein werden ca. 15 % des Mostes jedoch ohne Pressung abgezogen und anschließend als Roséwein vinifiziert. Diese so genannte Saignée-Methode hat den Nebeneffekt, dass der verbleibende Rotwein aufgrund des dann größeren Anteils an Schalen höhere Konzentration erhält.

11. Auf den Jahrgang kommt es an
Ja und nein. Es gibt sie, die schlechten Jahrgänge. Schimmelbefall, schlechtes Wetter etc. sind die Gründe. Aber: Gute Winzer keltern durch ihre Erfahrung und ihr Know-How auch in schlechten Jahrgängen gute Weine. Weine aus verschiedenen Jahrgängen lassen sich daher in verschiedene Charakteristika (z.B. „Die Weine aus dem Jahr 2010 sind eher säurebetont“), aber nicht in „gut“ oder „schlecht“ einteilen.


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