Die Chefs verlassen Media-Markt und Saturn

Die Chefs verlassen Media-Markt und SaturnFast jeder technikaffine Mensch in Deutschland kennt die Elektronik-Kaufhäuser Saturn und Media-Markt. Ob neuer PC, Laptop, Tablet oder Smartphone oder alle möglichen Ersatz- und Zubehörteile – dort bekommt man fast jeden Elektronik-Artikel.

Die Dachgesellschaft der beiden Elektromärkte Ceconomy steckt allerdings in schweren Problemen, die nicht nur mit dem späten Einstieg in den Online-Vertrieb erklären lassen.

Vorstandsvorsitzender und Finanzchef verlassen das Unternehmen

Es gab inzwischen mehrere Gewinnwarnungen und auch einem deutlichen Kursrutsch bei der Beteiligungsgesellschaft Ceconomy, die im Sommer 2017 bei der Aufspaltung des Metro-Konzerns als Holding für Media-Markt und Saturn gegründet wurde.

Nun muss sich der Elektronikhändler Ceconomy wohl einen neuen Chef suchen. Der bisherige (Vorstandsvorsitzende (CEO) Pieter Haas hat sich mit dem Aufsichtsrat auf die sofortige Trennung geeinigt.

Auch der  Finanzchef (CFO) Mark Frese wird Ceconomy verlassen, führt aber bis zur Ernennung seines Nachfolgers die Geschäfte noch weiter. Das teilte die Ceconomy AG nach einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates in der Nacht von Freitag auf Samstag in Düsseldorf mit.

Ziele der Abspaltung wurden nicht erreicht

Die Abspaltung vom Metro-Konzern sollte den Unternehmen eigentlich mehr Wachstum und einen höheren Börsenwert bringen.

Stattdessen gingen sowohl das Wachstum als auch der Börsenkurs in den letzten zwölf Monaten deutlich zurück.

Schlechte Zahlen bringen 20 % Kurseinbruch

Am Dienstag letzter Woche gab Ceconomy bekannt, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei von 494 auf 400 Millionen Euro gesunken. Vollständigen Zahlen zum Geschäftsjahr will das Ceconomy aber erst am 19. Dezember veröffentlichen. Die aktuelle Gewinnwarnung von Dienstag wurde aber an der Börse schon als “Desaster” aufgenommen und führte zu einem Kurseinbruch von bis zu 20%.

Beim aktuellen Kurs von 4,65 Euro ist die Ceconomy-Aktie inzwischen nur noch gut ein Drittel so viel wert wie zu Jahresbeginn, als das Papier noch zu Preisen von bis zu 13,30 Euro gehandelt wurde.


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