Die Bürde eines Foodbloggers

Von Kevin Buch

Wisst ihr eigentlich wie schlimm das ist, wenn man sich erst Spätabends an den Blogbeitrag macht? Also die Fotos schon im Kasten sind, das Rezept schon gerichtet und man dann losschreibt, wenn draußen schon lange keine Sonne mehr scheint. Dann muss man sich nach dem Schreiben noch einmal durch die Bilder arbeiten und bekommt wieder gigantischen Hunger. Vor allem wenn man so etwas auf dem Bildschirm hat. Furchtbar und gleichzeitig atemberaubend lecker.


Ich bin bestimmt nicht der einzige unter den Bloggern, dem es so ergeht. Viele haben reguläre Arbeit, Familie oder andere Dinge zutun - vor allem jetzt im Sommer, wo es einen ja mehr nach draußen zieht. Da ist es dann schon so, dass man sich erst gegen Abend, wenn Ruhe eingekehrt ist, hinsetzt, seine Sieben-Sachen zusammenkramt und einen auf "fleißig" machen will. Das Schlimme an der ganzen Sache ist ja, dass ich abends nichts mehr esse. Liegt an meiner Ernährung. Ja böser "Abends-nichts-Esser", den keiner gerne am Tisch sitzen hat, wenn man sich abends gemütlich trifft, denn der sagt dann immer NEIN und nippt nur an seinem Wasser.

Ja genau so einer bin ich. Aber nicht ganz so extremistisch. Ich kann schon ab und an Ausnahmen machen, wenn ich in guter Gesellschaft bin. In letzter Zeit kamen diese Ereignisse eigentlich viel zu oft vor, sodass sich schön langsam ein Wohlstandsbäuchlein bildet. Aber Gott sei Dank ist es ja nun eine Weile vorbei mit den Feiertag und Geburtstagen und Familienzusammenkünften. Das startet dann erst wieder im Dezember, wo sich sowieso jeder wieder ein Winterbäuchlein anfuttern darf.

Aber um wieder auf mein Thema zurück zu kommen: Ihr müsst euch nun vorstellen, wie ich so an meinem Schreibtisch sitze, Beine hochgelagert mit der Funktastatur im Schoß, hier diesen Beitrag schreibe und danach noch die Bilder importiere. Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen. Ich bin nur heilfroh, dass diese Tarte sicher verwahrt einen Stock unter mit im Kühlschrank sitzt. Wäre dieser Weg nämlich nicht sooooo weit, würde ich schon mit Essbesteck bewaffnet Richtung Speisekammer watscheln. 

Umso mehr freue ich mich eigentlich dann auf Morgen, da ich weiß, was nach dem Mittagessen bereits auf mich wartet: Noch ein Stück hiervon. YAY! Und bis dahin gehe ich ja sowieso schlafen und träume einfach davon, wie ich mit ein Stück davon abschneide, diesem cremigen schokoladigen, mit knusprigem Mürbteig ummantelten Traum-Wunder.... sabber. Ah, nein, genug jetzt. Schnell den Beitrag fertig machen, ab ins Bett mit mir und Morgen früh (also für euch jetzt heute) seht ihr auch schon wovon ich gerade schreibe.

Achja und die liebe Isabell von baking&more hatte vor 2 Tagen ihren 1. Bloggeburtstag. Ich wünsche dir das aller Beste und auf viele weitere Jahre zusammen in der Internetwelt. Ich bin gespannt, was du noch alles für uns auf Lager hast. Diese Tarte wäre doch etwas für eine Geburtstagsparty, hm? :)    
CHOCOLATE CRACK MOUSSE TARTE

Zutaten

Mürbteig:
  • 250 g Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 170 g Butter, kalt und in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Wasser, kalt (falls benötigt)
Füllung:
  • 250 ml Schlagobers
  • 125 ml Milch
  • 280 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier, leicht verquirrlt    

Zubereitung

  1. Für den Mürbteig: Das Mehl, den Zucker und das Salz in einer Schüssel oder in der Küchenmaschine mischen.
  2. Die gewürfelte Butter entweder mit den Händen oder eben in der Küchenmaschine nur so lange unterarbeiten, bis das Ganze wie Brösel aussieht.
  3. Das Eigelb dazu und für den Fall, dass kein einheitlicher Teig entsteht, einfach noch die 2 EL kaltes Wasser dazugeben.
  4. Den Teig zu einer Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 min. in den Kühlschrank stellen.
  5. Danach auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 28 cm großen Kreis ausrollen.
  6. Den Kreis in eine 22-24 cm große Tarteform geben und fest andrücken. Dabei versuchen nicht den Teig zu dehnen, sondern vorsichtig in Form zu "heben". Den überschüssigen Teig wegschneiden.
  7. Ein Stück Alufolie darauflegen und mit Trockenbohnen befüllen.
  8. Für 20 min. in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze (165°C Umluft) vorheizen und den Rost in der Mitte platzieren.
  9. Den Boden für ca. 30 min. blindbacken, danach die Alufolie mit den Bohnen entfernen und weitere 10 min. backen oder bis der Mürbteig leicht bräunt.
  10. Herausnehmen und leicht auskühlen lassen bis die Füllung fertig ist. Den Backofen auf 160°C Ober- und Unterhitze (145°C Umluft) zurückschalten.
  11. Für die Füllung: Den Schlagobers und die Milch in einem Topf bei mittlerer Stufe erhitzen, bis kurz vor dem Aufkochen. Danach vom Herd nehmen, die gehackte Schokolade, den Zucker und das Salz unterrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist und dann erst die verquirlten Eier unterrühren.
  12. Die Füllung in den leicht ausgekühlten Boden gießen und für weitere 30-40 min. in den Ofen.
  13. Der Indikator, dass die Tarte fertig ist, ist folgender: Die Oberfläche glänzt und leichte Risse entstehen am Rand. Die Mitte darf ruhig noch etwas wabbelig sein.
  14. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und danach noch etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Frisch aus dem Kühlschrank schmeckt sie am Besten.
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Euer Kevin von