Die Bücherdiebin

Ein wunderbares Buch von einem wunderbaren Mädchen und einer schönen, traurigen Freundschaft. Der Bruder von Liesel stirbt mitten im Krieg, als die Mutter, die die beiden Kinder nicht ernähren kann, diese zu einer Pflegefamilie nach Bayern schaffen will. Dort wird Liesel von einer unglaublich verbitterten und rüden Frau und deren freundlichem Mann empfangen. Sie entwickelt eine Freundschaft zu Rudi, dem Nachbarsjungen, mit dem sie gefährliche und verbotene Abenteuer, wie Äpfel-Klauen (im Krieg tatsächlich kein Kavaliersdelikt) und Bücher stehlen, unternimmt. Bücher faszinieren Liesel immer mehr, sie liest jedes Buch mehrfach und verschlingt die wenigen ihr zugänglichen Exemplare. Als eines Tages ein auf der Flucht befindlicher Jude auftaucht und im Keller einquartiert wird, kann Liesel nicht mal ihrem besten Freund Rudi (Saumensch!) etwas davon sagen. Sie bemerkt, dass in ihrer Pflegemutter ein weicher Kern steckt, und diese ihr Leben riskiert, um den Juden zu retten. Jeder Leser spürt instinktiv, dass Rudi und Liesel wie füreinander geschaffen sind und später auf jeden Fall ein Paar werden müssen. Doch Liesel erlaubt Rudi keinen einzigen Kuß, obwohl er alles dafür tun würde. Man fiebert mit der Familie mit, als ein Parteimitglied auf der Suche nach Luftschutzräumen den Keller inspiziert und die 3 oben in der Küche nichts tun können, außer zu hoffen, dass dieser Kelch an ihnen vorübergehen wird. Sehr eindrucksvoll beschrieben ist diese Szene und man zittert förmlich mit. Schlimm wird das Buch, als der Pflegevater den durchs Dorf getriebenen KZ-Häftlingen ein Stück Brot gibt und dafür unerbittlich geschlagen wird. Der Jude, mit dem Liesel im Keller einen Schneemann gebaut hatte, weil er Jahre lang nicht aus dem Haus durfte und der später um ein Haar an einer schlimmen Erkältung gestorben wäre, muß daraufhin sofort das Haus verlassen, weil die Nazis kommen werden. Als kurz darauf die Bomben auf das Dorf fallen, verliert sie nicht nur ihre Eltern (zum zweiten mal in ihrem kurzen Leben) sondern auch ihren geliebten Rudi. Man muß einfach weinen, wenn man davon liest. Und dennoch tut es gut, dass das Buch mit der Rückkehr des Juden aus Dachau endet, denn man weiß, wie seelenverwand die beiden sind und dass die den Neuanfang gemeinsam bewerkstelligen werden.

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