Die Brennnessel – das unbekannte Wesen

Die Brennnessel – das unbekannte Wesen

Die Brennnessel – das unbekannte WesenIch habe einmal in einer Studie gelesen, dass bei uns ein zehnjähriger Junge problemlos hundert Logos und Markennamen richtig zuordnen kann, aber keine zehn Pflanzen kennt.

Welche Pflanzen sind das wohl? Die Rosen vielleicht, oder der Löwenzahn? Oder die Tanne und die Eiche?
Mit Sicherheit aber kennt jedes Kind die Brennnessel!

  • Die Brennnessel ist eine ausgesprochen robuste Pflanze und kann bis zu drei Meter groß werden. Wenn man sie berührt, weiß man, das sie es ist.
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  • Die Brennnessel ist langfasrig und reißfest, daher wurde früher Nesselstoff aus ihr hergestellt. Nesselstoff hat eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme, super Reißfestigkeit und einen edlen Glanz. Heutiges Nesseltuch ist allerdings meist aus Baumwolle.
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  • Das Wort „Nessel" stammt aus dem 10.Jahrhundert und bedeutete ursprünglich „das Gesponnene". Unser Wort „Nähen" ist eng mit „Nessel" verwandt.
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  • Bei uns gibt es zwei Brennnessel-Arten: die Grosse und die Kleine. Die Grosse Brennnessel überwintert als grüne Pflanze während die Kleine Brennnessel jeden Frühling neu auskeimt.
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  • Die Brennnessel enthält mehr Eiweiß als Soja (40% in der Trockenmasse) und viel mehr Vitamin C als eine Orange. Daneben enthält sie viel Eisen und Kalzium. Sie könnte mit großem Gewinn als Grundnahrungsmittel genutzt werden.
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  • Meine Frau hat mir ab und an eine Tinktur für die Kopfhaut gemacht: Brennnessel fördert das Haarwachstum. Viele Firmen verkaufen Shampoo mit Brennnessel-Extrakt.
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  • Ich habe als Kind Kaulquappen in einem kleinen Aquarium großgezogen. Die habe ich mit Erfolg mit getrockneten Brennnesseln gefüttert.
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  • Aus Brennnesseln kann man eine hochwertige Jauche herstellen. Diese ist ein ausgezeichneter Dünger, besonders für junge Gemüsepflanzen.
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  • Die Brennnessel ist eine Die Brennnessel – das unbekannte Wesenwundervolle Färberpflanze. Schon im Mittelalter hat man damit Wolle gefärbt. Die Farbe ist olivgrün bis braun.
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  • Brennnesseln sind sogenannte Nährstoffzeiger - dort wo sie wachsen, ist der Boden gut gedüngt. Deshalb findet man sie am Bach, neben den Ställen oder auf Hinterhöfen, wo Hunde und Abfall viel Nährstoffe liefern.
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  • Die Australische Brennnessel ist eine hochgefährliche Pflanze: Sie sieht ganz unscheinbar aus, aber wenn man sie berührt schwillt die Haut an, entzündet sich und es bilden sich oft Brandblasen. Der Schmerz kann über viele Monate anhalten. Selbst wenn man nur in der nähe Rast macht, kann das Einatmen kleinster Partikel Schäden verursachen!
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  • Früher hat man sich mit (europäischen) Brennnesseln gepeitscht - nein, nicht wegen der Sünden, sondern als Mittel gegen Rheuma. Die Durchblutung wird gesteigert und die Säure wirkt gegen die Beschwerden.
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  • Man kann aus der Pflanze einen Heiltee machen.
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  • Nachgesagte Heilwirkung: Entzündungshemmend, Appetitanregend, Blutstillend, Blutbildend und -reinigend, gegen Bluthochdruck, gegen Frühjahrsmüdigkeit, gegen Haarausfall und Schuppen, gegen Harnwegserkrankungen, gegen Magen- und Nierenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Gicht und Rheumatismus, gegen Durchfall oder Verstopfung, Harntreibend und Stoffwechselfördernd. Wow!
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  • In der Familie der Brennnesselgewächse gibt es weltweit viele hundert Arten, darunter sind sogar einige Bäume.
Wenn wir das nächste Mal eine Brennnessel sehen, werden wir den Hut ziehen. Die Brennnessel – das unbekannte Wesen

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