Die Beschneidung von Jungen und Mädchen

photoPhoto:hdptcar

Neuerdings berichten Medien von den "Beschneidungen" an Mädchen und Frauen. Man sollte es als Genitalverstümmlung mit Schmerzen und Folgen für das ganze Leben bezeichnen. Diese Verstümmlungen geschehen kulturbedingt aus religiösen, ethischen, traditionellen Gründen. Dadurch soll ein Mädchen zur Frau werden. Die Mädchen wissen nicht, was in Wahrheit auf sie zukommt.
Aus www.der Geburtskanal.de:
"Die Einzelheiten der rituellen Beschneidung sind ein Geheimnis - sie werden einem Mädchen nicht erklärt. Du weißt nur, daß mit dir etwas Besonderes geschieht, wenn du an der Reihe bist. So kommt es, daß die jungen Mädchen in Somalia begierig auf die Zeremonie warten, durch die sie von einem Kind zur Frau werden. Ursprünglich führte man den Eingriff durch, sobald sie in die Pubertät eintraten, sobald die Mädchen fruchtbar wurden und in der Lage sind, selbst Kinder zu bekommen. Doch im Laufe der Zeit beschnitt man die Mädchen in immer jüngerem Alter - zum Teil auch deshalb, weil sie selbst darauf drängten, ihren besonderen Augenblick herbeisehnten wie ein Kind in den Industrienationen seinen Geburtstag oder das Weihnachtsfest....Schätzungen der bereits genitalverstümmelten am Leben gebliebenen Frauen liegen zwischen 130 und 150 Millionen. Jedes Jahr werden rund zwei Millionen Mädchen beschnitten, täglich sind es 6.000."
Aus "der Westen": Genitalverstümmelung: „Diesen Schmerz vergisst man nie“
"Jawahir Cumar kennt den Schmerz. Die 32-Jährige kam in Somalia zur Welt, wo noch heute 99 Prozent der Frauen beschnitten sind. Cumar war fünf, als es passierte.....Denn wie soll zum Beispiel jemand Wasser lassen, wenn er unten praktisch zugenäht ist?....Sie selbst nahm sich im Jahr 1996 fest vor, Frauen vor der Beschneidung zu retten. Cumar weilte damals in Somalia, in dem Dorf, aus dem sie stammt. Ein Mädchen war gestorben, acht Jahre jung, verblutet bei der Beschneidung. „Schicksal“, sagten die Verwandten. „Traurig, aber Gott hat’s so gewollt.“
"Und was ist mit der grausamen Beschneidung von Jungen, nur weil es eine Religion vorschreibt? Haben die kein Recht auf die Unversehrtheit des Körpers?", fragt ein Kommentator.
Mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit bei beiden Geschlechtern gebe ich ihm völlig recht. Was ist allerdings grausamer? Die Jungen werden im Baby oder im Kleinkindalter beschnitten. Ihnen wird die Vorhaut entfernt. Die Beschneidung bei Jungen oder bei einem Mann bedeutet, dass sie zwei bis drei Wochen Schmerzen beim Strampeln/Gehen, beim Waschen und beim Wasserlassen haben. Es gibt keine weiteren unangenehmen Spätfolgen. Nähere Informationen findet man hier.
Menschen, die aus anderen Kulturkreisen bei uns leben, lassen ihre Beschneider für die Kinder entweder aus anderen Ländern kommen oder sie fahren dafür in ihre Heimat.
Um den Unterschied zwischen einer "Beschneidung" von Jungen und Mädchen zu wissen, sollte man dies lesen: folgende vier Formen der Genitalverstümmelung werden unterschieden.
Es folgt die Beschreibung der lebenslangen Folgen.
Bei uns werden Jungen oder Männer aus medizinischen Gründen bei einer Vorhautverengung beschnitten. Eine Vorhautverengung ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Der Eingriff erfolgt mit Beachtung einer sterilen Umgebung unter Narkose. Danach werden Schmerzmittel verabreicht.
Bei den jungen Mädchen aus anderen Kulturkreisen geht man meist mit Schere, Messer und Rasierklinge unnarkotisiert unter mangelnden hygienischen Bedingungen ans "Werk".


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