Die Autonomiephase und der Prinz

Die Autonomiephase und der PrinzIm Moment höre ich es an jeder Front. Die Kinder spielen „verrückt". Sie wüten, schreien, weinen, klammern, haben schlechte Laune und das ständig und meist im Alter von 2,5-4 Jahren.

Viele Mamas sind unglaublich verunsichert und fragen sich was da los ist.

Das nennt sich Autonomiephase oder auch gerne mal terrible two genannt.

Was ist die Autonomiephase?

Sehr vielen ist die Trotzphase ein Begriff, jedoch mag ich das Wort trotzen überhaupt nicht, da es impliziert, dass das Kind Fehlverhalten an den Tag legt. Das sehe ich aber nicht so.

In der Autonomiephase, welche eine der wichtigsten Phasen für ein Kleinkind ist, passiert unglaublich viel im Gehirn der Kinder. Es ist auch eine Selbstbehauptungsphase. Kinder „protestieren". Sie zeigen durch Worte, Laute oder auch Gesten und Gefühle ob Ihnen etwas gefällt oder nicht. Das machen Kinder ja schon ab Geburt aber nicht in solch zusammenhängenden Strukturen.

Es ist eine Form der Kommunikation.

Der Prinz stand gestern auf und wollte seine Baggerhose und ein Baggershirt anziehen. Kein Problem, dachte ich mir. ich holte ihm alles aus dem Schrank, wusch ihn und wollte ihn anziehen. Die Hose habe ich noch geschafft. Das Tshirt flog an mir vorbei mit einem lauten NEEEEEIIIINNNNNNNN. Ok. Ich fragte ob er ein anderes Shirt möchte? Ja. Ok. wir gingen gemeinsam zum Schrank, damit er sich etwas aussuchen kann. Dann ging aber das Theater richtig los. Er wurde immer wütender. Er konnte sich nicht entscheiden. Er war mit der Situtation überfordert. Er war aber auch noch nicht bereit, dass ich jetzt für ihn entscheide. Ich blieb in seiner Nähe und ließ ihn aber seine Diskussion mit sich selbst führen. Er weinte immer heftiger. Ich ging zu ihm und berührte seine Hand. So sehe ich ob ein Körperkontakt gewollt ist. Er hielt Sie fest. Das war für mich das Zeichen, dass er jetzt kuscheln möchte. Ich nahm ihn auf den Schoß und wiegte ihn. Er schluchzte und beruhigte sich ganz ganz langsam.

Erst 15 Minuten später war er bereit ein Tshirt anzuziehen und machte schon wieder Quatsch. Es war als ob nichts gewesen wäre. Manchmal vergleiche ich die Autonomiephase mit PMS bei Frauen.

Zumindest ich bin dann auch sehr launisch und habe starke Stimmungsschwankungen. Ein Kind mit knapp 3 Jahren, weiss aber gar nicht was ihm geschieht. Es fühlt sich unverstanden, es fühlt sich überfordert.

Der Prinz möchte gerade abends nur von mir ins Bett gebracht werden. Er hat eine sehr starke Mamaphase im Moment. Das war sofort das Zeichen für uns, dass er wieder etwas erlebt. Er wächst, sein Gehirn wächst, seine Fähigkeiten wachsen und seine Emotionen wachsen.

Das ist Arbeit für Körper und Geist.

Körper und Geist brauchen viel Zuspruch, Liebe und Geborgenheit. Sicherheit und keine Vorurteile. Verständnis und Abstand.

Ich gebe es zu, für mich ist es eine sehr intensive und anstrengende Zeit. Ab und an werde ich laut und schimpfe mit ihm. Ab und An bin ich sehr überfordert und würde am liebsten laut schreien und wegrennen. Es ist sehr zermürbend für mich, nicht helfen zu können. Man gibt sich für etwas die Schuld und sucht nach Lösungen.

Die Lösung ist aber das es keine Lösung gibt. Jede auftretende Situation verläuft anders. Manchmal hilft kuscheln, manchmal hilft singen, manchmal hilft einfach gar nichts und ich weine fast mit.

Manchmal hilft sprechen und manchmal hilft Kissen durch die Gegend schmeissen.

Was immer hilft, ist da sein.

Ihr lieben Mamas, haltet durch. Es gibt kein Heilmittel gegen die Autonomiephase aber soll es auch gar nicht geben. Unsere Kinder lernen selbstbestimmt zu sein. Ein Stück Freiheit wird hart erkämpft. Ein neuer Charakter verfestigt sich. Ihr ebnet den Weg für euer Kind indem ihr diese Phase mit ihm gemeinsam durchsteht.

Nehmt euch bewusste Auszeiten, wenn es geht. Ich gehe dann abends mal weg oder am Wochenende. Einfach 1-2 Stunden Kindfrei um Energie zu tanken. Ihr braucht Sie in dieser Phase.

Was mir auch hilft ist, dass ich mehr Zeit für alles einplane. Dadurch fallen zusätzliche Stressfaktoren einfach weg.

Das Verständnis dafür, dass wütend sein ok ist und sogar notwendig ist um aus Situationen einen Lösungsweg zu finden, hilft mir jeden Tag aufs Neue und vor allem schult es meine Geduld.

Man wird auch geduldiger wenn man sich darauf einlässt.

Ich drücke euch alle und ganz besonders die liebe Sandy von Einhaufenliebe, da Sie gerade ähnliches durchmacht.

Habt ihr noch Tipps? Wie ist denn die Autonomiephase bei euch gewesen? Erzählt mir davon. ich rufe hiermit zur Blogparade mit dem Hashtag #verdrehteWelt.

  • Erzählt mir, wie eure Kinder sich in dieser Phase verändert haben.
  • Wie ihr Ihnen helft damit zurecht zu kommen.
  • Eure Tipps und Tricks.
  • Welche Fähigkeiten haben sich signifikant in dieser Zeit gebildet?
  • Was hat diese Zeit mit euch gemacht?
  • Was habt ihr für euch in dieser Zeit gemacht?

Ich freue mich auf eure Beiträge bis zum 31.05.2016. Verlinkt euren Beitrag in den Kommentaren oder in Inlinkz.

Ihr habt keinen Blog, dann erzählt mir in einem Kommentar davon. Verwendet bitte den Hashtag damit ich euch finde und verlinkt meinen Beitrag in eurem Text. Bei genug Beiträgen mache ich einen Zusammenfassung.

Ich freue mich

Eure Glucke

Die Autonomiephase und der Prinz

Ich bin Dani, in den Dreißigern, also den besten Jahren des Lebens. Ich bin Mama vom Prinzen, Ehefrau vom Liebsten und Schreiberin von diesem, meinem Schatz Glucke und So. Hier findet ihr eigentlich recht viel von mir und meinem Leben. Authentizität und Ehrlichkeit ist mir sehr wichtig und ich hoffe das spürt man auch. Viel Spaß beim Stöbern und schön das Du vorbeigeschaut hast.


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