Die Armen und die Mächtigen

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Alle sechs Sekunden stirbt ein Kind auf dieser Welt an Unterernährung, trotz dass mehr Getreide auf der Erde wächst, als Menschen essen können. Die Ursachen sind vielfältig, es geht um Macht und viel Geld.

In Kenia leiden viele Menschen großen Hunger, obwohl die Marktstände gut gefüllt sind. Obst und Gemüse, Mais, Fleisch, Reis und Brot sind zu finden. Die Menschen können sich allerdings das Essen nicht leisten, da die Weltmarktpreise für Lebensmittel inzwischen schwanken, wie ein Aktienkurs und immer teurer werden.

Vor zehn Jahren erklärten die Regierungschefs der Vereinten Nationen den Kampf gegen Hunger zum wichtigsten Ziel der Menschheit. Lange schienen wir auf einem guten Weg, doch die Preise stiegen im Jahr 2005 plötzlich wieder an. Nun stirbt alle sechs Sekunden ein Kind an den Folgen von Unterernährung, jedes Jahr trifft es rund neun Millionen Menschen, 25.000 jeden Tag. Dieses tägliche Sterben produziert keine Bilder für das Fernsehen, es bleibt im Verborgenen. Statt Mais für die hungernde Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, nutzt man das flexible Getreide für viele andere Sachen. Mais ist nicht nur essbar, sondern lässt sich an Tiere verfüttern oder als Treibstoff in Tanks füllen. Dadurch wird mit diesem Produkt gerne an den Börsen spekuliert und kann auf verschiedenen Absatzmärkten angeboten werden. Opfer sind die ärmsten Menschen , die sich dieses lebenswichtige Produkt nicht mehr leisten können.

Viele Menschen fragen sich auch, warum es Kenia nicht gelingt, sich selbst zu versorgen. Bei dieser Frage verlassen wir die Börsen und gehen in die dünnsten besiedelten Flächen, die sich nördlich der Hafenstadt Mombasa erstrecken. Diese riesigen Gegenden könnten ganz Kenia ernähren, sagte der Präsident in den siebziger Jahren. Heute ernährt die gesamte Fläche nicht einmal seine eigenen Bewohner. Durch hohe Schulden im Ausland wurde das Land erpressbar. So drängte der Internationale Währungsfonds Kenia dazu, sich auf die Zucht von Rosen zu konzentrieren, um seine Schulden zu begleichen. Mit den harten Devisen für Rosen sollte auf dem Weltmarkt Mais gekauft werden. Das ganze System funktioniert heute nicht, weil der Weltmarktpreis von Mais exorbitant in die Höhe geklettert ist. So nutzen die großen Industrienationen die Abhängigkeit der armen Länder dazu, gewünschte Exportartikel anzubauen. Dies ist eine Schande für die gesamte Welt!

Statt dafür zu sorgen, dass Menschen nicht Hunger leiden müssen, bestimmen die reichen Industrieländer, welche Waren demnächst importiert werden. Es geht nur ums große Geld und um die Macht auf Kosten der Menschen. Hier richtet sich niemand nach den Bedürfnissen der Einheimischen…. leider!

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Joern Petersen Joern Petersen

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