Die 3 größten Fehler, die ich auf meinen Reisen gemacht habe

Der größte Fehler, den du im Leben machen kannst?

Zu versuchen, keine Fehler zu machen.

Und es ist ja nicht so als wäre ich als Reiseprofi geboren.

Auch ich musste meine Erfahrungen sammeln – gut und gerne auf die harte Tour.

Fehler sind wichtig. Ohne sie läuft nichts, ohne sie entwickeln wir uns als Menschen nicht weiter.

Stell dir mal vor, wir würden immer alles richtig machen! Wo blieben die Lektionen fürs Leben?

Mir sind natürlich noch viel mehr Fehler unterlaufen, als die, auf die ich hier eingehe.

Zum Beispiel habe ich kürzlich meinen Anschlussflug in Amsterdam verpasst, als ich auf dem Weg von Bali zurück nach Berlin war. Ich saß sogar am Gate, aber war einfach geistig völlig abwesend, und habe nicht gemerkt, als das Boarding an Start ging.

Ich zahle auch regelmäßig drauf beim Verhandeln, einfach weil ich keine Lust drauf habe oder auch gut und gerne keine Ahnung.

Ich wähle auch immer noch manchmal schlechte Hotels/Hostels.

Obwohl ich schon mal Dengue Fieber auf Bali hatte und es beim zweiten Mal schlimmer wird, sprüh ich mich trotzdem nur selten mit Moskitospray ein.

Ich hatte einen Rollerunfall auf Bali, weil ich beim Fahren auf mein Smartphone geschaut habe.

Ich zahle oft bei Flügen drauf.

All das sind nur Auszüge meiner “Fehler auf Reisen”.

So läuft das Leben. Sich darüber aufzuregen lohnt sich nicht.

Daher sag ich einfach meistens nach ein paar Minuten: “Fuck it!” und genieße mein Leben weiter statt sich nur auf die Schattenseiten zu konzentrieren. Wer mich kennt weiß, dass mein Leitmotto NIPSILD ist.

Aber von solchen Fehlern rede ich eigentlich nicht. In diesem Post geht es um mehr.

Nämlich um drei Fehler, die – als ich sie korrigiert habe – mein Leben verändert haben.

1. Ich bin mit mehr als nur Handgepäck gereist.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich, wie wahrscheinlich du und die meisten anderen Menschen da draußen, so viel gepackt, dass ich mein Gepäck am Flughafen einchecken musste.

Oh wie lange habe ich gedacht, ich bräuchte all den überflüssigen Scheiss in meinem 50L Rucksack (was noch relativ klein ist im Vergleich, was viele andere Traveler auf Reisen rumschleppen).

Auch wenn ich schon immer recht minimalistisch war, ich habe mir nicht vorstellen können mit NOCH weniger zu reisen.

Seit über einem Jahr reise ich nur noch mit Handgepäck – und zwar in Form meines Minaal Rucksacks, den du in den Bildern siehst.

Kein Anstehen mehr am Check-in Schalter. Kein Warten mehr am Gepäckband.

Diese Art des Reisens hat mir die größte Freiheit überhaupt ermöglicht.

Seit Ende September 2014 lebe ich nun ohne Pause aus meinem Minaal – auch mit Stops in kälteren Gegenden im Winter – und mein Resumé: Ultimativ happy.

Alles zum Thema Reisen mit Handgepäck Only und was ich alles in meinem Rucksack habe, kannst du hier nachlesen:

Packliste Handgepäck: Leichtes Reisen für Digitale Nomaden & Minimalisten

fehler reisen handgepäck

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Was du aus meinem Fehler lernen kannst:

Simpel: Hör einfach auf so viel zu packen. Du brauchst das ganze Zeug nicht. Hier ein Beitrag dazu mit vielen Tipps.

Probier einen Trip nur mit Handgepäck und überzeug dich selbst.

2. Ich bin unbewusst gereist.

Letztes Jahr bin ich irgendwann aufgewacht aus meinem Tiefschlaf und habe eingesehen:

Auf den meisten meiner Reisen um die Welt war ich nicht präsent.

Ich habe Orte nur konsumiert.

Ich bin wegen Sehenswürdigkeiten gereist.

Ich bin viel zu schnell gereist und habe, während ich an einem Ort war, schon an den nächsten gedacht, statt einfach nur zu sein.

Jetzt weiß ich:

Ich reise nicht um Postkarten nach hause zu schicken oder um Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Ich reise nicht weil ich Urlaub brauche oder ich Durst nach Abenteuer habe.

Ich muss mir keine Sehenswürdigkeiten anschauen, weil sie im Lonely Planet stehen (mit dem ich schon laaaange nicht mehr unterwegs bin) oder um Die Top 10-Whatthefuck zu besuchen.

Der wichtigste Grund für mein ortsunabhängiges Leben:

Ich reise und lebe rund um die Welt weil ich tiefe Erfahrungen für meine Seele sammeln möchte.

Meine drei absoluten Hauptprioritäten unterwegs sind:

  • Orte, an welchen ich Yoga machen kann.
  • Cafés mit gutem Wifi und gutem Flat White oder Cappuccinos (mit Soja-, Mandel- oder Cashewmilch!)
  • Restaurants in welchen ich veganes Essen bekomme.

Das mag für den ein oder anderen genauso oberflächlich klingen wie für mich das Abklappern für Sehenswürdigkeiten (was ich natürlich “nebenher” manchmal trotzdem mache, aber eben nur die, die für mich Sinn machen).

Aber ich denke ich erhalte einen besseren Einblick in das Local Life, je länger ich an einem Ort bin, ohne dass ich mir die Touristen-Hotspots reinziehen muss.

Und ich gebe mir was ich brauche: Das, was mir, meiner Seele und meinem Körper gut tut – und dieses Verlangen möchte ich egal wo ich auf der Welt bin nicht aufopfern.

Zudem habe ich ganz schön die Bremsen angezogen, was mein Leben unterwegs angeht.

War ich vorher auch häufig mit der Reisementalität “drei Tage hier, zwei Tage dort” am Start, so bin ich jetzt gern Wochen und Monate an einem Ort. Wie jetzt zum Beispiel drei Monate in Bali. Und davor einen Monat in einem kleinen Dorf auf Yoga- und Meditations-Retreat in Mexiko. Und davor einen Monat in Chiang Mai, Thailand.

Klar, die ein oder anderen kurzen Trips wird es immer mal wieder geben, aber schnelles Reisen ist auf Dauer anstrengend, macht unproduktiv als Digitale Nomadin mit Online Business.

Ich möchte Orte wirklich erleben, Freundschaften knüpfen, eine Tagesroutine entwickeln, in einem Haus/einer Wohnung wohnen statt im Hotel…

Mein Zuhause ist buchstäblich die Welt – ich will mich nicht ständig fühlen als wäre ich nur Gast.

fehler reisen unbewusst

fehler reisen unbewusst

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fehler reisen unbewusst

Was du aus meinem Fehler lernen kannst:

Slow the fuck down. Wenn dir an einem Ort langweilig wird nach ein paar Tagen, dann bleib erst recht noch.

Nimm dir ein AirBnb für einen Monat, such dir zwei Lieblingscafes und -restaurants, fang an Expats oder Locals kennenzulernen.

Stell dir ein paar Fragen:

  • Was ist für dich wirklich wichtig unterwegs abseits des Konsums von Sehenswürdigkeiten?
  • Was sind deine Leidenschaften?
  • Was tut dir gut?
  • Gibt es Workshops oder Retreats oder Kurse, die du gerne auf Reisen machen wollen würdest?

3. Ich habe geplant.

Die Unmengen an Geld, die ich schon für Flüge rausgehauen habe, ohne sie anzutreten, weil sich meine Pläne geändert haben? Ich darf gar nicht drüber sprechen.

Für mich die größte Freiheit nach über drei Jahren mit meinem Online Business:

Ich habe endlich die Einnahmen, dass ich heute egal welchen Flug für morgen buchen kann ohne dass ich mir über den Preis Gedanken machen muss.

Daher gibt es einfach keinen Grund mehr zu planen oder Flüge mehrere Monate im voraus zu buchen.

Wie ich schon in diesem Post Anfang des Jahres geschrieben habe, ist Freiheit für mich die größte Priorität. Und die Offenheit für alles, was passieren mag.

In der Vergangenheit habe ich oft Pläne gemacht, weil ich etwas brauchte, um ein inneres Loch zu füllen. Und warum nicht das Loch mit etwas füllen, auf das ich mich wochen- oder monatelang freuen kann statt im Moment zu leben.

Du kennst sicher das High-Gefühl wenn du einen Flug gebucht hast. Dieses Gefühl war lang für mich eine Droge und ich der Junkie. Heute brauche ich es nicht mehr. Mein Leben ist jeden Tag erfüllend.

Klar, die ein oder anderen Dinge machen Sinn zu planen. Ich möchte zum Beispiel gern eine Yogalehrerausbildung später dieses Jahr machen und muss mich dafür um einen Platz bewerben. Und ich nehme mir vor bis Anfang Mai hier auf Bali zu bleiben und über den Sommer in Berlin und Europa zu sein. Aber wer weiß, wie schlussendlich alles läuft. Ich habe mich davon losgelöst Erwartungen an meine Pläne zu stellen.

Die einzigen Menschen, die ein wenig darunter leiden, dass ich so planungsresistent bin und immer gern mit dem Flow gehe, sind Freunde und Familie. Natürlich wird daher auch manchmal eine Ausnahme gemacht..

Derzeit finde ich es einfach nur berauschend in den Tag hinein zu leben hier auf Bali und erstmal die nächsten Wochen nichts geplant zu haben, keine Verpflichtungen im Kalender, nur Ideen und mögliche tolle Happenings am Radar.

fehler reisen planen

fehler reisen planen

Was du aus meinem Fehler lernen kannst:

Wenn du immer den Impetus hast dein Leben und deine Reisen im voraus zu planen, dann frag dich, ob du dein ultimatives freies Leben führst oder ob du ein Loch stopfen musst, weil du eigentlich mit dem JETZT nicht zufrieden bist.

Buch deine Flüge nur ein paar Tage oder ein, zwei Wochen vorher und schau, was das mit dir macht, wie sich das anfühlt.

Mittlerweile reise ich also nur noch mit Handgepäck, mit weitaus mehr Bewusstheit und viel, viel weniger Plänen.

Aber:

Ich bereue nichts.

Alles hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Mit all diesen Einsichten und diesem Blogpost.

Was sind deine größten Lektionen des Reisens? Wie reist du jetzt anders als vorher? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!


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