Die 10 häufigsten Gründe, warum dein Baby nachts schreit (und wie du es beruhigen kannst)

Die 10 häufigsten Gründe, warum dein Baby nachts schreit (und wie du es beruhigen kannst)

Die erste Zeit mit Baby kann nervenaufreibend sein:

Das kleine Wesen, das vor kurzem eingezogen ist, stellt die Tage und Nächte auf den Kopf. Vor allem in den ersten Lebensjahren kann es öfter vorkommen, dass dein Baby nachts aufwacht und schreit.

Das kann viele Gründe haben. Die 10 häufigsten stelle ich dir in diesem Artikel vor. Mit Tipps, um dein Baby wieder zu beruhigen.

1. Dein Baby hat Hunger (oder will nuckeln)

Dein Baby schreit nachts?

Der wohl häufigste Grund dafür ist, dass es Hunger hat.

Aber was, wenn du dein Kind gerade gefüttert hast und es schreit immer noch?

Dann kann es natürlich sein, dass es immer noch Hunger hat. Oder, woran du vielleicht noch nicht gedacht hast:

Es will einfach nur nuckeln.

Dein Baby ist bis zum 1. Lebensjahr ein Säugling und hat ein natürliches Nuckel- und Saugbedürfnis. Wichtig ist, dass du als Mama mit Nahrung, Geruch und Stimme da bist. Und deinem Baby Sicherheit gibst.

2. Deinem Baby ist zu warm oder zu kalt

Gerade in den ersten Lebensmonaten muss sich dein Baby erst einmal an die neue Umgebung gewöhnen.

Ärzte und Hebammen empfehlen eine Zimmertemperatur von 16-18°C zum Schlafen. Dies ist lediglich ein Richtwert. Das Temperaturempfinden ist bei jedem Baby unterschiedlich.

Deshalb musst du für dein Baby individuell schauen bei welcher Temperatur, in welchem Schlafanzug und mit welchem Schlafsack es sich am wohlsten fühlt.

Ob deinem Baby zu warm oder zu kalt ist kannst du am besten im Nacken testen. Er sollte sich weder schwitzig, noch kalt anfühlen. Sondern warm und trocken.

3. Dein Baby wird von einem zu hellen Licht gestört

Für dich vielleicht unscheinbar. Für dein Baby kann ein Licht im Zimmer jedoch ein Störfaktor sein. Vor allem, wenn es direkt ins Bett scheint.

Sei es eine angelehnte Zimmertür, die einen Spalt Licht durchlässt und genau ins Gesicht deines Babys scheint. Oder das Licht einer Straßenlaterne, das durch einen Spalt in der Gardine ins Zimmer kommt.

Vergewissere dich, dass alles Licht im Schlafumfeld deines Babys nicht direkt ins Gesicht scheint. Egal in welche Richtung es sich dreht.

4. Dein Baby wurde von einem lauten Geräusch erschreckt

Ist dein Baby direkt nach einem lauten Geräusch aufgewacht?

Dann kann es gut sein, dass es erschrocken ist.

Vielleicht ist es auch erst ein paar Minuten nach dem Geräusch aufgewacht. Oder es ist gar nicht richtig wach und liegt mit geschlossenen Augen da und schreit.

Kennst du das? Wenn das Klingeln des Weckers langsam in deinen Schlaf eindringt und du es hörst, bevor du aufwachst. So kann es auch deinem Baby mit dem Geräusch ergangen sein.

Lege oder setze dich zu deinem Kind und zeige ihm, dass du da bist. Erzähle ihm leise, was passiert ist. Dass etwas herunter gefallen ist, aber alles gut ist und es beruhigt weiter schlafen kann.

5. Dein Baby war vor kurzem krank

Oftmals brauchen unsere Körper Zeit, um sich von Krankheiten zu erholen.

Wenn dein Baby vor kurzem krank war und nachts schreiend aufwacht, können das Nachwirkungen der Krankheit sein.

Hier ist Durchhalten angesagt. Für dich, genauso wie für dein Kind. Ganz viel kuscheln und ein Wärmekisen können helfen, das Wohlbefinden zu steigern.

Wir nutzen gerne Kirschkernkissen von Grünspecht, die es in vielen niedlichen Tiermotiven gibt:

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6. Dein Baby ist bei einer schaukelnden Bewegung eingeschlafen

Kennst du das?

Dein Baby ist bei dir auf dem Arm mit schaukelnder Bewegung eingeschlafen.

Dann legst du es in seinem Bettchen ab und kurze Zeit später wacht es auf und schreit.

Wenn dein Baby sehr sensibel ist, solltest du es am besten weiter schaukeln bis es die Tiefschlafphase erreicht hat. Diese beginnt nach etwa 20 Minuten.

Du kannst überprüfen, ob dein Baby wirklich tief und fest schläft, indem du den Arm leicht anhebst und dann los lässt. Fällt der Arm wie ein Stein runter, schläft dein Baby tief und fest.

7. Dein Baby wächst

Babys wachsen in Schüben oder auch Sprüngen.

In einer Nacht, in der dein Baby einen Wachstumssprung hat, kann es ein gutes Stück wachsen. Körperlich und ebenso mental.

In der Zeit eines solchen „Schubs" kann es vorkommen, dass dein Baby in der Nacht aufwacht und schreit. Weil es sich unwohl fühlt oder auch wachstumsbedingte Schmerzen hat.

So richtig etwas tun kannst du hier leider nicht. Außer durchhalten und für dein Baby da zu sein. Denn auch für dein Baby kann dies eine unangenehme Zeit sein.

Wenn du mehr über die 10 Sprünge in den ersten 20 Monaten deines Kindes erfahren möchtest, empfehle ich dir das Buch Oje, ich wachse!:

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In diesem Buch kannst du nachlesen, in welcher Lebenswoche du mit den Sprüngen zu rechnen hast, was in deinem Baby vorgeht, wie es anderen Müttern in dieser Wachstumsphase ging und wie du deinem Baby in dieser schwierigen Zeit helfen kannst.

Außerdem bietet es Unterstützung an Tagen der Verunsicherung (Ist es normal, dass sich mein Baby so verhält?). Zudem schafft es Selbstvertrauen (Du als Mama hast mehr als jeder andere Mensch das Gefühl dafür, was dein Baby braucht!), mehr Verständnis für dein Baby und seine mitunter schwierigen Wachstumssprünge und noch vieles mehr.

8. Es gibt eine Veränderung in der täglichen Routine deines Babys

Babys verarbeiten vieles in der Nacht. So kann auch eine Veränderung in der täglichen Routine ein Grund für nächtliches Schreien sein.

Wenn zum Beispiel der Papa oder ein Geschwisterkind Urlaub bzw. Ferien hat und deshalb zu Hause ist. Oder im Gegenteil, wenn Papa auf Reisen ist oder das Geschwisterkind ein Wochenende bei Oma und Opa verbringt, kann dies ein Grund für nächtliches Aufwachen und Schreien sein.

Erzähle deinem Baby, warum seine Routine anders ist als sonst. Dein Baby braucht Zeit, um die Veränderungen zu verarbeiten.

9. Dein Baby hat eine neue Fähigkeit erlernt und probiert sie aus

An dem Tag, als unser Sohn sich das erste Mal vom Rücken auf den Bauch gedreht hat, hat er dies auch nachts in seinem Bett getan.

Er selber schien darüber so erschrocken, dass er lauthals anfing zu brüllen.

Ich habe ihn zu mir auf den Arm genommen und habe ihm erzählt, was er gemacht hat und dass ich stolz auf ihn bin.

Er hat sich schnell beruhigen lassen und ist auch direkt wieder eingeschlafen.

10. Dein Baby hat eine volle Windel

Vielleicht hast du bereits daran gedacht.

Aber manchmal schließt man die Windel-Frage zu schnell aus, weil man die Windel erst vor kurzem gewechselt hat!

Bei uns kam das auch ab und an vor:

Ich war mir sicher, dass die Windel nicht voll sein kann, da ich sie erst vor 20 Minuten gewechselt hatte.

Mein Sohn lies sich zwar beruhigen und schlief wieder ein, wachte aber nach kurzer Zeit schreiend wieder auf. Nach einigen Umwegen wechselte ich dann doch noch einmal die Windel. Diese war, dafür dass sie „frisch" war, doch schon wieder ziemlich voll.

Mit frischer Windel am Popo schlief er dann wieder ein. Dieses Mal tief und fest.

Du bist keine schlechte Mutter, nur weil du dein Baby (noch) nicht verstehst

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das manchmal schwer ist.

Gerade nachts ist man viel schneller gereizt und am Ende seiner Kräfte. Man selbst möchte nur noch, dass das Baby endlich schläft, damit man selber die Augen zu machen kann.

Aber auch für dein Baby ist das alles nicht leicht. Es versteht die Welt genau so wenig wie du. Und es braucht Zeit bis es sich zurecht findet und ebenso bis du die Bedürfnisse deines Babys verstehen lernst.

Hier ist ein Tipp, den mir mein Kinderarzt gegeben hat:

Wenn dich dein Baby so in den Wahnsinn treibt, dass du nicht mehr weiter weißt, leg dein Baby sicher (!) ab und geh für einen kleinen Moment aus dem Zimmer.

Nimm dir zwei Minuten für dich, um durchzuatmen und herunterzukommen.

Ich weiß, es ist ein schreckliches Gefühl, sein Kind schreiend zurückzulassen. Bevor du aber vor lauter Frust, Übermüdung und Verzweiflung die Beherrschung verlierst, nimm dir diese paar Minuten. Gehe kurz vor die Haustür oder setze dich an ein geöffnetes Fenster und hole tief Luft.

Vielleicht hilft es dir auch, die Situation noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.


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