DIARY: WEEK 20 - 2015

DIARY: WEEK 20 - 2015



Nachdem mein Tansania-Tagebuch so gut bei euch angekommen ist, habe ich beschlossen, nun jeden Sonntag einen Auszug meines Tagebuchs zu veröffentlichen.11. Mai: Ich darf mich nun als stolze Eigentümerin von exakt acht chinesischen Visitenkarten mit Namen, die ich nicht lesen, geschweige denn aussprechen kann, nennen. Deren Besitzer wiederum dürfen sich über unzählige Bilder mit mir auf ihren Kameras freuen. Am Wochenende wurde nämlich in Nizza von mehr als 6400 Chinesen ein Weltrekord aufgestellt (largest human sentence) und ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass es in der Stadt nur so von Selfiesticks, deren Besitzer allesamt gleich bekleidet waren und, während jeder noch so kleine Kieselstein fotografiert wurde, der Fremdenführerin schnurstracks in Zweierreihen folgten, gewimmelt hat. Manche Kulturen sind einfach so verschieden- wer weiß, vielleicht ziert eins meiner Bilder ja sogar ganz bald ein chinesisches Fensterbrett. Bei dem Tamtam was die um meine Fotos gemacht haben kann ich mir das zumindest ganz gut vorstellen.

12. Mai: Kennst du das, wenn du eins mit ihm sein möchtest, zu Einem verschmelzen willst, wenn nur du und er zählen, du nichts von all dem was rund um dich passiert, mitbekommst, wenn du weinst und lachst, beides gleichzeitig, weil du so überwältigt bist, wenn du furchtbar böse bist und dir dennoch ein Grinsen nicht verkneifen kannst, weil er dir seinen liebsten Dackelblick schenkt und dich genau da anfasst, wo du es so gerne hast. Wenn ein Blick reicht und du genau weißt, was er gerade denkt. Wenn du dich manchmal nur im Bettchen verkriechen willst, weil dir die Welt zu viel wird und nur durch ein paar Worte wieder alles in Ordnung ist. Wenn du zusammenhältst, egal was passiert. Wenn du ihn so sehr vermisst, dass dein Herz schmerzt.
13. Mai: Als hätte mein Mister meinen gestrigen Tagebucheintrag gelesen, kam er heute zu mir und wisst ihr was? Er bleibt ganze zehn Tage- ich freu mich so! (Natürlich hat er den Flug schon vor Längerem gebucht und natürlich wusste ich das auch, aber kurz bevor man sich sieht, ist das mit dem Vermissen irgendwie immer am schlimmsten.)
14. Mai: Manchmal lese ich Sprüche oder Gedichte, bei denen ich mir wünsche, ich hätte sie verfasst. Dieser ist einer davon: „Und wir sind hoch geflogen und wir sind so derbe tief gefallen. Und es war schön. Es war Leben. Wir sind hier und wir sind jetzt. Und wenn ich morgen sterbe, aus irgendeinem beschissenen Grund, dann weiß ich, ich habe gelebt.“
15. Mai: Für ganze 13 Minuten befürchtete ich heute, in einer öffentlichen Toilette inmitten von Genua still und unbemerkt sterben zu müssen. Ich war eingeschlossen, keiner half mir und mein Mister, der mich dann schließlich von meiner misslichen Lage befreite, vermisste mich offensichtlich auch erst nach 13 Minuten.
16. Mai: Gelati als Frühstück, Gelati als Mitternachtssnack- das ist Italien! #eataly

17. Mai: Ich habe mir heute neue Sportschuhe bestellt. Zur Verteidigung: Zu meinen Dellen, die sich unbemerkt von meiner Pofalte über meine Oberschenkel ausbreiten, gesellen sich nun langsam oder doch noch hängende Oberarme. Nicht so sexy.

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