Deutsche Afghanistan-Politik gescheitert – Darmstädter Signal fordert endlich Vernunft

Von Hartstein

Lasst Euch nicht täuschen!
Sie schaffen es nicht, sich Alternativen (Nölle, Venro, Erös, Buro, etc.) zu Krieg und Gewalt zu öffnen, obschon tausende Menschen in Bonn Flagge zeigten.
Sie schaffen es nicht, ihre militärische Niederlage und ihr politisches Versagen einzugestehen.
Sie schaffen es nicht, anzuerkennen, dass den patriarchalen Stammesstrukturen kein „Friede“ im westlichen Sinne aufzuzwingen ist.
Sie tolerieren gezielte Morde im deutschen Verantwortungsbereich.
Sie kündigen an abzuziehen, aber errichten Start- / Landebahnen für automatisierte Tötungsmaschinen “MQ-1C Grey Eagle” in Mazar-e Sharif und vergrößern die Militärcamps, während auf dem Petersberg bzw. in Bonn verhandelt wird.
Die absurde Idee, mit aller Gewalt Frieden herbei schießen zu wollen, ist an der afghanischen Wirklichkeit zerschellt.
Sie sind sich bewusst, um siegen zu können, müssten sie die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung vernichten.
Ihnen fehlt der Mut und die Aufrichtigkeit für den Versuch, Frieden ohne Gewalt zu schaffen.
Die völlige Loslösung von bisherigen Denkmustern ist jetzt notwendiger denn je!

„Anschlagszahlen in Afghanistan rückläufig, …“

..weil das ausländische Militär feste Abzugsabsichten bekundet hat. Sie verkaufen es als Erfolg.
Lasst Euch nicht täuschen!
Denn sie senden eine fatale „Sowohl-als-auch“-Botschaft. Die permanente Präsenz ist schon beschlossen, so steht z.B. geschrieben, dass es einen Abzug nur geben werde, wenn die Sicherheitslage es zulasse (Bundestag 01/2011).

Deutschland und die NATO haben kein Recht Bedingungen zu stellen.
Afghanistan den Afghanen!
Sofortiger Waffenstillstand und konkreten Abzugsplan vorlegen!
Frei werdende Mittel ungekürzt für zivile Hilfsmaßnahmen einsetzen!
Arbeitskreis DARMSTÄDTER SIGNAL
Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform

(Der Arbeitskreis Darmstädter Signal ist ein Zusammenschluss aktiver und ehemaliger Offiziere, Unteroffiziere und ziviler Mitarbeiter der Bundeswehr, die sich der Friedensbewegung verbunden fühlen.)