Design for environment - Transport von Luft

Von Christian
Wieder einmal gibt es Neuigkeiten zum Thema. Daher mein mittlerweile dritter Post über Design for environment. Dieses Mal betrifft es mit dem Versand- und Onlinehandel einen stark wachsenden Markt. Im letzten Jahr konnten diese Waren im Wert von 39,3 Milliarden Euro umsetzen, und damit gut 15 Prozent mehr als 2011. Allein die Deutsche Post DHL hat knapp eine Milliarde Pakete von A nach B befördert - und immer mit dabei: eine ganze Menge Luft!
Häufig werden im Versandhandel standardisierte Verpackungsgrößen verwendet, die nicht auf das aktuelle Warensortiment zugeschnitten sind. Der Speditionsunternehmer Dachser hat beispielsweise errechnet, dass jede fünfte LKW-Fahrt entfallen könnte, wenn die zu transportierenden Waren platzsparender verpackt werden. Das würde nicht nur die Logistikkosten senken, sondern aufgrund der eingesparten Fahrten bis zu acht Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Eine attraktive Größe, sobald CO2-Ausstoß teurer wird. Doch bereits jetzt hat DHL in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Abhilfe gesorgt. Mithilfe einer speziellen Software wurden die standardisierten Paketgrößen mit aktuellen Produktgrößen abgeglichen. Ergebnis: In jede Verpackung passen jetzt bis zu 12 Prozent mehr Ware.
Ähnlich ging der Versand-Dienstleister Hermes vor, der für die Hamburger Otto-Gruppe und andere Versandhändler jährlich rund 130 Millionen Pakete transportiert. Experten liessen im Schnitt eineinhalb Lieter Luft aus den Paketen. Durch die abgespeckten Pakete spart der Versandhändler in Zukunft rund 500 LKW-Touren jährlich. 170 Tonnen CO2 weniger gelangen in die Luft und beim Kunden quillt der Papierkorb nicht mehr über.