Des Widerspenstigen Zähmung

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Peter Handkes "Kaspar"

im Schauspielhaus Nürnberg

Wer zufällig am Nachmittag im Stadion des 1. FCN eine desolate Mannschafts-Aufstellung erlebt hatte, würde gerne den Satz sprechen, den am Abend im Schauspielhaus der Findling Kaspar Hauser anfangs intoniert: „Ich möchte ein solcher werden, wie einmal ein anderer gewesen ist“. Und der andere wäre dann der historische Stadionbesucher aus dem Jahre 1968 gewesen, der eine Meister-Elf erleben durfte, der der damalige Vollzeit-Provokateur Peter Handke ein „Gedicht“ gewidmet hatte. Die wenig poetischen Verszeilen schmücken auch kurzzeitig die Feuerschutzwand der Schauspielhaus-Bühne, vor der Kaspar (Felix Mühlen mit gefährlicher Fallsucht) und seine beiden Einsager (Maximilian Pulst mit intelligenten pantomimischen Ideen und Janning Kahnert mit präziser Diktion) zum ersten Mal sehr wörtlich aufeinandertreffen ...

Ausführliche Theaterkritik unter Schau.Bühne