Der Schatten in mir von E.M. Carter

Zwischen Schatten und Schicksal lernte ihr Herz wieder schlagen. Und dort, wo Dunkelheit nach Macht verlangt, entstand ein Licht, das niemand kommen sah. 

Der Schatten in mir von E.M. CarterCover von Der Schatten in mir

Manchmal beginnt Hoffnung genau dort, wo die Welt zerbricht. 

Wenn ein Herz sich opfert und eine Welt den Atem anhält – Es beginnt mit einem Opfer. Einem Versprechen. Einer Entscheidung, die ein Kind trifft, weil niemand sonst es tun würde. Aus diesem einen Moment wächst ein Schicksal, das schwerer wiegt als jede Magie und tiefer schneidet als jedes Schwert. „Der Schatten in mir“ entführt in eine Welt, die rau und wunderschön zugleich ist – eine Welt, die atmet, flüstert und verlangt.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Dieser Roman – erschienen beim Kampenwand Verlag – ist keine leichte Reise. Er fordert hinzusehen. Er fordert mitzuschwimmen in der Dunkelheit, die E. M. Carter fast greifbar macht. Er fordert, die Hand einer jungen Frau zu halten, die zu früh gelernt hat, dass Hoffnung immer einen Preis hat. Und doch ist es ein Buch über das Licht. Jenes, das nicht brennt, sondern wärmt. Jenes, das nicht schreit, sondern erahnt wird. Jenes, das inmitten der tiefsten Schatten geboren wird. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm mit auf eine Lesereise nach Phaeron. Auf geht’s…

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Der Pakt: Eine Kettenreaktion aus Schuld, Liebe und UnausweichlichkeitCaywen wächst mit einer Last auf, die kein Kind tragen sollte: dem Wissen, dass das eigene Leben zum Tauschhandel wurde. Der magische Deal, der einst ihre Mutter rettete, zieht Fäden, die bis ins Erwachsenenalter reichen. Was diesen Einstieg so eindringlich macht, ist die Art, wie E.M. Carter das Motiv Schuld in etwas Lebendiges verwandelt: etwas, das atmet, das wartet, das eines Tages kommt, um seinen Anspruch einzufordern.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Caywen ist nicht die Heldin, die mutig in den Kampf zieht. Sie ist die Heldin, die überlebt. Die weitergeht. Die versucht, in einer ausweglosen Situation die eigene Menschlichkeit nicht zu verlieren. Ihre Stärke entsteht nicht aus Kraft, sondern aus der Kunst des Erduldens – und genau das macht sie so nahbar, so verletzlich, so unendlich menschlich.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Phaeron: Ein Reich zwischen Albtraum und Faszination – Mit Caywens Übergang nach Phaeron entfaltet der Roman seine volle Wucht. Dieses Land ist kein einfaches Fantasy-Setting, sondern ein eigenes Wesen: voller Magie, verdorbener Lichtsplitter und alten Eiden, die in der Luft hängen wie Nebel. Die Beschreibungen von Phaeron wirken wie gezeichnet mit Schatten und splittrigem Silber. Es ist ein Ort, an dem jeder Schritt nachhallt. An dem nichts zufällig geschieht. An dem die Dunkelheit nicht nur ein Element ist – sie ist Struktur, Gesetz, Grundpfeiler der Existenz.

E.M Carter versteht es super, dieses Reich nicht nur zu beschreiben, sondern fühlbar zu machen. Man spürt die Kälte, das Wispern der Prophezeiungen, die drohende Zersetzung eines Landes, das kurz davorsteht, an seinen eigenen Geheimnissen zu zerbrechen. Und mittendrin eine junge Frau, die weder Kriegerin noch Retterin sein möchte – aber vielleicht genau das werden muss.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Audwin Dorchadas: Der Lord der Wünsche und Albträume – Er ist keine romantische Figur im klassischen Sinne. Er ist unnahbar, erschütternd, faszinierend und gefährlich – ein Mann, der eher aus Schatten gemeißelt wirkt als aus Fleisch. Audwin ist nicht böse. Er ist konsequent. Uralte Macht in einem Körper, der längst vergessen hat, wie es ist, menschlich zu sein. Und trotzdem… Zwischen ihm und Caywen beginnt etwas zu flackern, das sich nicht benennen lässt.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Kein Vertrauen. Keine Liebe. Aber ein Band aus Beobachtung, Widerstand, Herausforderung. Er sieht Caywen, als wäre ihr Schmerz ein Spiegel. Und sie sieht in ihm eine Wahrheit, die er selbst zu lange ignoriert hat. Ihre Verbindung ist gefährlich – nicht wegen Leidenschaft, sondern wegen der Dinge, die sie zu verändern droht. Denn wenn ein Schatten beginnt zu lieben, muss er sich entscheiden, ob er Licht zulässt oder in sich selbst zerbricht.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Der rote Faden aus Dunkelheit: Schuld, Macht und die Frage nach Identität – Was den Roman so eindrucksvoll macht, ist die konsequente Darstellung der inneren Kämpfe. Caywen ist nicht nur in einer gefährlichen Welt gefangen – sie ist in sich selbst eingesperrt. Die Themen Schuld, Verantwortung und Identität durchziehen jede Szene. E.M. Carter erzählt nicht laut, sondern in feinen Zwischentönen – in einem Blick, einer Geste, einem unausgesprochenen Gedanken.

Gleichzeitig spinnt sie einen Erzählfaden, der deutlich macht: Caywen wurde nicht zufällig nach Phaeron geführt. Hier wird nicht nur ihr Leben verhandelt, sondern das Schicksal eines ganzen Reiches. Wer ist sie wirklich? Was schlummert in ihr? Und ist sie der Schlüssel zur Rettung – oder zum Untergang?

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Schreibstil: Poetisch, dunkel, atmosphärischE.M. Carter schreibt mit einer Intensität, die nie erdrückt und dennoch tief ins Herz schneidet. Die Sprache ist bildgewaltig, aber nie überladen. Sie wirkt wie ein leises Messer: zart angesetzt, aber unvergesslich im Schnitt. Die Autorin versteht die Kunst des Atems in der Erzählung: mal weit, mal eng, mal brennend, mal flüsternd. Besonders auffällig ist die Art, wie sie Licht und Schatten als wiederkehrende Symbole nutzt – nicht nur optisch, sondern emotional.

Fazit: Ein Roman, der nicht erzählt, sondern verwandelt – Dieser Roman bekommt von mir natürlich eine absolute Leseempfehlung. „Der Schatten in mir“ ist mehr als eine Geschichte. Es ist eine Reise in die Frage, was ein Mensch ist, wenn man ihm alles nimmt. Es ist ein Roman über das Überleben einer Seele, die zu oft geopfert wurde. Und es ist ein Buch über jenes fragile Licht, das in den dunkelsten Räumen entsteht. E.M. Carter erschafft eine Welt, die schmerzt, fasziniert und nicht loslässt. Caywen und Audwin wirken nach – nicht als Heldin und Antiheld, sondern als zwei Seelen, die gleichermaßen versuchen, in einer zersplitterten Realität nicht zu zerbrechen. Ein intensiver Auftakt, der viel verspricht und noch mehr fühlen lässt.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Persönliches Schlusswort: Wenn ein Buch bleibt, obwohl es dunkel ist – Manchmal trifft man auf eine Geschichte, die nicht laut ruft, sondern still die eigene Brust berührt. Der Schatten in mir ist genau so ein Buch. Nicht, weil es leicht ist. Nicht, weil es tröstet. Sondern, weil es zeigt, wie komplex Hoffnung wirklich sein kann. Caywens Weg hat mich berührt, weil er nicht heroisch beginnt, sondern menschlich. Und Audwin… er ist die Art Figur, die einen zwingt hinzusehen, auch wenn man lieber die Augen schließen möchte. Dieses Buch blieb bei mir wie ein Nachhall – ein Schatten, der nicht bedrohlich ist, sondern erinnert: Licht entsteht nicht aus Stärke. Licht entsteht aus der Entscheidung, nicht aufzugeben.

Der Schatten in mir von E.M. Carter

Ein Roman, der mir unter die Haut ging und dort einen stillen, intensiven Platz gefunden hat. Ich habe jede Seite als Einladung empfunden: tiefer zu fühlen, genauer hinzusehen, zu verstehen, wie Licht und Dunkelheit sich gegenseitig formen. Und ich weiß jetzt schon, dass ich Band 2 brauche – nicht als Fortsetzung, sondern als Antwort auf Fragen, die dieser Auftakt erst geweckt hat. Mir bleibt jetzt nur noch dir eine schöne Lesereise zu wünschen, denn gute Geschichten sind selten leicht. Sie sind wahr. Und diese fühlt sich wahr an.

Schatten E.M. Carter

Wieder lege ich ein sehr sehr schönes Buch beiseite und bin jetzt schon sehr gespannt auf den 2. Band. Bis das aber soweit ist, schaue ich auf meinen Reader, denn da warten viele tolle Bücher auf mich. Bleibt also neugierig und bis bald đź«¶


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