Der Rausschmiss

Der Rausschmiss

Foto copyright by S. Hofschläger / pixelio.de

Am nächsten Tag - ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen - rief Dreju an.
Er hatte sich immer noch nicht beruhigt. Dreju kam nicht damit zurecht, dass ich ihn des Lügens bezichtigt hatte.  Er versuchte erst gar nicht, sich zu erklären und kam ohne Umschweife zur Sache: er wollte seine privaten Sachen bei mir abholen.
 
Ungefähr 3 Wochen zuvor war er eines Abends mit einem kleinen Koffer gekommen und hatte ein paar seiner Kleidungsstücke bei mir deponiert, Hosen, Hemden, T-Shirts, Sakkos, Socken und Underwear. Auch seine Toilettenartikel samt Zahnbürste standen seit diesem Zeitpunkt unübersehbar in meinem Badezimmer.
Genau diese Dinge wollte er wieder haben. Ich sagte zu und eine halbe Stunde später stand er vor meiner Türe. Aufrecht, mit einem stolzen, fast schon arroganten Blick, trat er ein. Wir begrüßten uns wie zwei Fremde. Danach holte er seine Sachen aus meinem Schrank und aus dem Bad.
Währenddessen saß ich im Wohnzimmer und versuchte meiner Gefühle Herr zu werden. Seine Arroganz, sein Starrsinn brachte mich zur Weißglut. Was in aller Welt gab ihm das Recht, mich als die Schuldige darzustellen? Dreju war doch derjenige, der bis dato ein falsches Spiel gespielt hatte, der nicht ehrlich war! Nicht ich! Und nun sah alles so aus, als ob er mich verlassen würde, weil ich ihm die Wahrheit gesagt hatte, die er nicht hören wollte.
Mein Stolz meldete sich. Nein! So ging das nicht! Ich beschloss. das er nicht mich verlassen würde, sondern ich ihn!
Als Dreju  fertig mit Packen war, ging ich zu ihm und sagte:"Es ist gut, dass Du Deine Sachen holst. Ich möchte nichts mehr von Dir in meiner Wohnung haben. Ich möchte nichts mehr mit Dir zu tun haben. Ich kann Dir nicht verzeihen, dass Du meine Gefühle und mein Vertrauen ausgenutzt hast. Ich bitte Dich, sofort zu gehen. Wenn sich diese Türe jetzt hinter Dir schließt, dann bleibt sie für alle Zeiten für Dich verschlossen!"
Ich öffnete die Wohnungstüre und machte eine unmissverständliche Handbewegung, mit der ich ihn aufforderte, meine Wohnung zu verlassen.
Fassungslos starrte er mich an! Nicht nur, dass ich ihn mit seinen Lügen konfrontiert hatte, nun besaß ich auch noch die Frechheit, ihn raus zu werfen! Das war zuviel für ihn, den stolzen Mann aus Zaire. Wutentbrannt verließ er meine Wohnung mit den Worten:" Das wirst Du noch bereuen. Niemand wirft mich, Dreju, hinaus. Hörst Du? Niemand!"
Dann war er weg! Für immer gegangen, wie ich zu diesem Zeitpunkt dachte.
Die ganze Zeit hatte ich mühsam versucht, die Fassung zu bewahren und sicher und selbstbewusst zu wirken. Als ich wieder alleine war, brach ich schluchzend zusammen. 5 Wochen waren wir zusammen gewesen. 5 Wochen, die wunderschön waren, wenngleich sich die ersten Wolken am Horizont bereits gezeigt hatten.
Dann kam Dreju mit seinem Geständnis an. Von einem Moment auf den anderen hatte sich dadurch alles geändert.
Nun war er gegangen. Ich war alleine. Wie die letzten Jahre davor. Genau das wollte ich jedoch nicht mehr sein. Ich wollte nicht mehr in das Leben einer alleinerziehenden Mutter zurück kehren, das ich vor Dreju geführt hatte. Plötzlich erschien mir diese Art Leben als trostlos. Es würde keinen Partner mehr geben, der mich in den Arm nahm, der mir das Gefühl vermittelte, dass ich neben der Rolle als Mutter auch eine begehrenswerte Frau war. Es würde keine Zweisamkeit mehr geben, keine adäquaten Gespräche, keine Disco-Besuche mit Freund. Ich würde wieder jeden Abend zuhause sitzen und das Leben würde an mir vorbei ziehen.
Ich war verzweifelt. Ich versuchte, meine Gefühle und Gedanken unter Kontrolle zu bringen. Ich schaffte es nicht. Enttäuschung, Verzweiflung, verletzter Stolz, Zukunftsangst, Einsamkeit, das Gefühl, verraten worden zu sein, Wut auf mich selbst, weil ich mich so an der Nase hatte herum führen lassen, all das kochte in mir hoch.
Apathisch saß ich in meinem Wohnzimmer. Ich kam einfach aus diesem Gefühls-Potpourri nicht mehr heraus. Wie eine Spirale drehten sich meine Gedanken und zogen mich immer weiter nach unten.
Ich schenkte mir ein Glas Rotwein ein. Dann noch eins. Irgendwie musste ich zur Ruhe kommen. Ich hoffte, dass der Rotwein mir dabei helfen würde. Doch mein inneres Chaos wurde durch den Alkohol nicht besser. Im Gegenteil. Ich wurde immer weinerlicher.
Ich wollte mir gerade das dritte Glas Rotwein einschenken, da klingelte das Telefon.


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