Der Pate III

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Der Pate III

6Drama

Die Familiensaga der Corleones und deren Oberhaupt Michael kommt zu einem Ende, das an Qualität nicht mit den beiden ersten Teilen mithalten kann.

Michael Corleone (Al Pacino) hat alle, die er liebt im Laufe seines Lebens als Pate von sich gestoßen und vertrieben, einzig seine Schwester Connie (Talia Shire) ist noch bei ihm. Im Alter erkennt er jedoch, was ihm wirklich wichtig ist und will sowohl sein Geschäft in legale Bahnen lenken, als auch endlich Frieden und Vergebung für seine Taten finden. Während er sich mit seiner Familie aussöhnt und bemüht ist den Kontakt zu seiner Ex-Frau Kay (Diane Keaton) und seinen Kindern Anthony (Franc D’Ambrosio) und Mary (Sofia Coppola) wiederherzustellen, nimmt er seinen Neffen Vincent Mancini (Andy Garcia), den unehelichen Sohn seines Bruders Sonny (James Caan), unter seine Fittiche, um ihm das Geschäft eines Mafia-Paten beizubringen.

Der Pate III

Es ist schwer zu sagen, woran genau es liegt, wieso der dritte Teil der Reihe nicht mehr funktioniert. Die grundlegende Handlung unterscheidet sich wenig von den Vorgängern, vielleicht ist es genau das. Coppola war einfach nicht mehr derselbe junge, frische Filmemacher und man kann spekulieren, dass die Dreharbeiten zu Apocalypse Now ihren Tribut gefordert und Coppola “gebrochen” haben, womöglich ist das ein Grund für die schwäche von Der Pate III. Es kann aber auch schlicht und ergreifend am Zahn der Zeit liegen, dass die Fortführung der Corleone-Saga ihr Publikum nicht mehr fand und das, was vor über einem Jahrzehnt als bahnbrechend und neu galt, Anfang der 90er Jahre als altmodisch und langsam wahrnahm. Und nicht zuletzt war da die Konkurrenz. Man denke vor allem an Scorseses großartigen Goodfellas, der seinen Fokus nicht auf die Oberhäupter und Machthaber innerhalb des organisierten Verbrechens legte, sondern sich auf die kleinen Leute, auf die Handlanger, Schläger, Diebe und jene, die sich in der harten Welt des Verbrechens durchkämpfen und zu überleben versuchen, konzentrierte.

Egal was der Grund gewesen sein mag, wieso Der Pate III bei weitem schwächer wirkte, als seine Vorgänger, tut dies dem Film dennoch ein wenig unrecht. Klar, man macht sich gerne über Sofia Coppolas grauenhaftes Schauspiel lustig. Die Bildsprache wirkt verbraucht und ausgelaugt, ähnlich wie der gealterte Michael Corleone. Das Drehbuch bietet eine relativ banale Geschichte um Vergeben, Vergessen und Wiedergutmachung, es fehlt den Figuren an Komplexität und subtil ist hier ohnehin nichts mehr. Trotzdem ist Der Pate III nicht der schlechteste Mafia-Film aller Zeiten, es gibt schlechtere. Das Problem ist vielmehr, wie es auch bei jedem guten Drama ist, die Fallhöhe. Man begeht den Fehler ihn mit Der Pate und Der Pate II zu vergleichen und diesem Vergleich kann das Ende der Trilogie keinesfalls standhalten. Deshalb fällt es gleich durch. Kann man die Vorgänger ausblenden oder zumindest ein wenig in den Hintergrund schieben, dann ist Der Pate III ein durchaus unterhaltsames Drama und bringt das Leben von Michael Corleone zu einem passenden Ende.

Regie: Francis Ford Coppola, Drehbuch: Mario Puzo, Francis Ford Coppola, Darsteller: Al Pacino, Diane Keaton, Talia Shire, Andy Garcia, Eli Wallach, Bridget Fonda, Sofia Coppola, Filmlänge: 162 Minuten, DVD/Blu-Ray Release: 06.10.2008


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