Der Ort

Der Ort, an dem sich diese Geschichte zutrug, war ein fantastischer Ort. Und die Leben der Menschen, die hier einst lebten, waren längst vorbei –  Seit so langer Zeit, wie niemand anwesend war, um jeden Tag der Jahre und Jahrzehnte der Jahrhunderte zu zählen, die durch sandiges Ödland, saftig grünen Busch und über gnadenlos stolze Gebirge zogen. Es war so lange her, dass die Zeit das Land veränderte. Denn dereinst grüne Täler waren nun verdorrt und in Farben getaucht, die niemand mehr beschreiben konnte. An anderen Flecken dieser Welt waren ehemals maligne Gebiete zu den prächtigsten Wäldern erwacht, ganz und vollkommen beherrscht von Undurchdringlichkeit. Und von der Zeit zermalmte Städte standen in gewaltigen Ruinen, die eingebettet und fast verschluckt von der Natur um sie herum, kaum noch zu vernehmen waren.

An das Zeitalter der großen Kriege und des Chaos und der Zerrissenheit der Menschen konnte sich kein Lebender mehr erinnern, denn die größten Kämpferinnen, Recken und auch die edelsten Herrscher, die die mächtigen Heere anführten, waren zu Staub zerfallen. Alles war jetzt gut und eine Ära des Friedens legte sich vor langer Zeit über alles, was war.

All die sagenhaften Lebewesen, waren sie auch noch so bizarr und grauenhaft, genossen ihr Dasein einträchtig Seite an Seite mit den wundersamsten und herrlichsten Geschöpfen dieser Welt. Es war friedlich und still. Die Wesen lebten in kleinen und großen Hainen, deren Antlitz saftige Farben in hellsten und düstersten Tönen beherbergte. Sie waren auf weiten unberührten Gefilden, derer man erst mit weitem Blick habhaft werden konnte, um kleine Hügel und Felsen und zugleich prächtige Gebirge zu erfassen. Sie herrschten in verheilten klaren Gewässern, in denen sich der große strahlende Stern in Form von abertausend und desgleich strahlenden Gefunkel reflektierte. Und in den frischen Lüften konnte man mit nur einem Atemzug die ganze Welt einatmen und war in diesem Moment bis zur Gänze Eins mit allem, was war.

Und wäre ein Mensch als Zeuge dieses Glanzes an einem verwitterten Wegesrand gesessen, hätte dieser keine Worte für das gefunden, was zu sehen war. Aber Worte gab es nicht mehr so, wie sie einst waren.  Vernahm man doch freilich bisweilen flüsternde Worte aus dunklen Ecken, so wusste man bereits, dass die Geschöpfe, über die diese Geschichte handelt,  so ganz anders waren als einst die Menschen. Man sagte, es gäbe nur ein paar von ihnen. Die Wahrheit verriet jedoch wie zahlreich und vollkommen sie in ihren Winkeln lebten. Wagte man sich näher heran, so erfuhr man­­ die Geräusche werkelnder Hände, die mit Spitz auf Stumpf schlugen. Ein Klopfen und Hämmern sowie ein Rascheln und Kichern schwebte durch die Luft und machte dieses kleine Eckchen hier an Waldes Rande zu einem belebten und ganz absonderlichen Ort. Absonderlich, da von allen Geräuschen die munter kichernden Stimmchen an den kleinen Feuerstellen im Unterholz des Nelerwaldes die lautesten waren.

Eine kleine goldene Locke, wie der Wirbel eines Schneckenhauses, ragte zwischen dem Geäst hervor. Die Stimmen und das Klopfen, Hämmern sowie ein Knacksen des Feuers war nun klar zu vernehmen. Und man sah zwei sich gegenüber in der Hocke am Feuer sitzende Gestalten. Die eine zierlich mit goldgelockten, langen Haaren, die Ihr bis zu den Fußspitzen ragten und noch darüber hinaus. Die andere mit breitschultriger Statur und kurzen, tiefschwarzen Haaren, sichtlich zerzaust. Bis auf wenige aus Holz gefertigte Geschmeide trugen sie keinerlei Kleidung. Hie und da spuckte das Feuer eine Glutperle aus, die nach nur kurzer Lebensdauer unsichtbar in der Luft verschwand. »Verdammt.« Das goldgelockte Wesen lies ihr soeben vollendetes Etwas aus der Hand fallen. »Schon wieder eine verloren.« Sie strich sich mit dem ganzen Arm ihr dickes, langes und schweres Haar aus dem Gesicht…..

Fortsetzung folg… vielleicht! 😉

Ich begann diesen Text im Jahr 2017. Vielleicht vielleicht werde ich diese kleine Geschichte irgendwann weiterführen.


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