Der nächste Vorstoß, das Bargeld abzuschaffen

BargeldGoldNicht nur Mittelklasse-Banker wie der Chef der Deutschen Bank John Cryan verkünden, daß das Bargeld in 10 Jahren verschwunden ist. Dafür gibt es letztlich zwei Gründe.

Treibende Kraft sind Politiker und Wirtschaftstheoretiker

Abgehobene Wirtschaftsprofessoren und Politiker glauben, daß man ohne Bargeld so etwas wie Negativzinsen durchsetzen und damit ihre Volkswirtschaften retten könne. Ein Irrglaube, wie es besonders Japan zeigt, wo das „Quantitative Easing“, also die Gelddruckerei, schon seit über 20 Jahren ohne jeden wirtschaftlichen Erfolg praktiziert wird.

Nach aktuellen Medienberichten werden bald nicht mehr nur einzelne Banken wie die Volksbank Stendal die Negativzinsen voll an ihre Kunden weitergeben. Und das wird dann auch alle Kunden betreffen – nicht nur die mit den hohen Guthabenbeträgen.

Aus der Zeit, als ich geboren wurde, wissen wir, wie eine Wirtschaft ohne Geld funktioniert. Von 1945 bis 1948 blühte der Schwarzhandel in Deutschland.

So lange, wie es aber Ersatzwährungen wie Diamanten, Gold oder fürs Micropayment Zigaretten gibt, wird doch niemand Geld auf eine Bank tragen, um zuzusehen, wie es dort konstant an Wert verliert. Da kauft man sich eher einen Tresor oder gräbt die Kohle einfach unter die Erde wie viele Griechen in der Eurokrise.

StaSi-Informationen nicht mehr von IMs, sondern aus Kontoauszügen

Der zweite Grund für die Bargeldabschaffung ist schon seit jeher ein feuchter Traum der Herrschenden: Man will im Detail wissen, was die Menschen tun, wofür sie sich interessieren und insbesondere wofür sie ihr Geld ausgeben.

Zu deutsch: Bespitzelung durch eine Art Super StaSi, angesiedelt im Finanzministerium. Das ist dann wie die unvermeidliche Frage der Kassiererin bei DM: „Haben Sie Payback?“. Auf diese Frage kann man allerdings auch heute noch „Nein“ sagen…

Der neueste Angriff auf das Bargeld von Kenneth Rogoff

Aktuell hat sich Kenneth Rogoff, ein Harvard-Professor und früherer Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), deutlich gegen das Bargeld geäußert. Er vertritt die Idee einer bargeldlosen Welt und sieht darin das einzige Mittel gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und auch illegale Einwanderung.

Vermutlich auch gegen Haarausfall, Fußpilz und Erektionsprobleme…

Der Mann macht natürlich auch Werbung für sein 254-seitiges Buch zum Thema „Fluch des Bargeldes„, das vor gut einem Monat erschienen ist.

Am 18. Juni 2015 fand eine Konferenz zur Abschaffung des Bargeldes in London statt, ausgerichtet von der Schweizerischen Notenbank (SNB). Die Presse war dazu nicht geladen und aus „Platzgründen“ auf Anfrage laut dem Handelsblatt-Redakteur Norbert Häring auch nicht zugelassen.

Und komme mir niemand mit dem Hinweis auf Finanzminister Schäubles Spruch vom 25. Februar 2016: „Kein Mensch will das Bargeld abschaffen.“ Das klingt wie Walter Ulbricht mit seinem Spruch vom 15. Juni 1961: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Denn der deutsche Wirtschaftsweise und Berater der Bundesregierung, Prof. Peter Bofinger, setzte sich schon im Mai 2015 in einem Spiegel-Interview dafür ein, das Thema Abschaffung des Bargeldes auf die Tagesordnung des G-7-Gipfels in Elmau zu setzen, das sagt doch alles. Und mit dem Beschluss zur Anschaffung des 500 Euro-Scheins hat es ja auch schon begonnen.

Laut FAZ will Schäuble sogar eine deutsche Obergrenze für Bargeldzahlungen, wenn es nicht gelingt, eine solche Grenze für ganz Europa einzuziehen. Fährt man dann in die Niederlande, um ein Geschenk für seine Frau zu kaufen, von dem sie nicht wissen soll, was es gekostet hat?

Bargeld ist Freiheit!

Am nächsten Samstag läuft ab 14 Uhr an der Hauptwache in Frankfurt die Kundgebung „Finger Weg vom Bargeld“. Reden werden dort Prof. Joachim Starbatty (MdEP), Gottfried Heller, der ehemalige Partner der Börsenlegende Andre Kostolany, Dagmar Metzger von der Initiative „Stop-Bargeldverbot“ und Thorsten Schulte, Vorsitzender von Pro Bargeld – Pro Freiheit e.V.


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