Der Leuchtturmwärter

[Rezension] Der Leuchtturmwärter von Camilla LäckbergErica, Patrik und ihre Familie haben einen schlimmen Schicksalsschlag erlitten und Schritt für Schritt geht ihr Leben in die Normalität in dem beschaulichen Dorf Fjällbacka zurück.

In dieser Zeit taucht auch Annie, die früher mit Erica zur Schule ging, mit ihrem Sohn Sam  wieder auf und zieht auf die Leuchtturminsel, auf der der alte Leuchtturm und das Haus des Leuchtturmwärters stehen und, die von allen "die Geisterinsel" genannt wird, weil die Menschen die dort sterben, die Insel angeblich nie mehr verlassen und weiterhin dort leben.

Als Patrik wieder in den Polizeidienst zurückkehrt wird er mit dem Mord an Mats, Annie's erster großen Liebe, konfrontiert und nimmt die Ermittlungen auf.

Schnell wird klar, dass Mats sein Privatleben kaum mit anderen geteilt hat, allseits beliebt war und sich keiner erklären kann, wer ihm was Böses wollt. Die Ermittler tappen im Dunkeln und können sich zunächst keinen Reim auf das Geschehene machen

Währenddessen bleibt Annie einsam für sich auf der Geisterinsel und fühlt sich nie allein, da sie eine derjenigen ist, die die Verstorbenen auf der Insel wahrnehmen kann. Doch irgendetwas stimmt mit Annie nicht und je weiter die Ermittlungen der Polizei fortschreiten, umso klarer wird, dass zwischen Mats' Tod und Annie's Erscheinen in Fjällaback ein Zusammenhang bestehen könnte und, dass Annie auf der Flucht vor ihrere Vergangenheit die Geisterinsel aufgesucht hat.


"Der Leuchtturmwärter" habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen. Naja, eigentlich habe ich es verschlungen.

Der Anfang des Buches ist verwirrend. Die Story springt zu Beginn von einem Protagonisten zum nächsten und es ist nicht ganz einfach sie alle auseinanderzuhalten, aber sobald man die Charaktere und ihre Namen auseinanderhalten kann, wird es einfach dem Buch zu folgen.

Die Story spielt im hier und jetzt. Sie ist spannend, etwas unheimlich und befasst sich sehr viel mit der ermittlerischen Tätigkeit der Polizei. Immer wieder tauchen Rückblenden ins 19. Jahrhundert auf in denen von der frisch verheirateten Emelie, ihrem Mann, Leuchtturmwärter Karl, der sie zu hassen scheint und seiner Aushilfe Julian, der sie nicht minder zu hassen scheint, berichtet wird. Sie sind für mich eigentlich das spannendste am ganzen Buch.

Insgesamt spielen in dieser Story sehr viele verschiedene Personen eine Rolle, doch das ist meiner Meinung nach nur schmückendes Beiwerk.  Für mich ist die zentrale Geschichte all das was Annie erlebt hat und erlebt und die Rückblenden zu Emelie und ihrer Lebensgeschichte.

Von Anfang an stellt sich die Frage, ob die Geisterinsel ein Produkt von Annie's Fantasie ist oder ob das, was dort geschieht, real ist. Die Rückblenden beantworten diese Frage im Verlauf sehr gut und eindrücklich.

Als ich das Ende und die Auflösung gelesen hatte, konnte ich verstehen, wieso ich am dem letzten Drittel des Buches so ein komisches Bauchgefühl hatte, denn das letzte Drittel hat in mir Fragen aufgeworfen, mir kamen Vorkommnisse und Handlungen suspekt vor und haben mich stutzig gemacht und das Ende hat mich erschüttert.

Es ist absolut faszinierend und sehr erschreckend, dass die menschliche Psyche es schafft dem Menschen nach traumatischen Erlebnissen eine Realität vorzugaukeln die alles ausblendet und annehmbar macht, was sonst zu einem völligen Zusammebruch führen würde.
Was ich damit meine versteht man wohl erst, wenn man die Aufklärung des Todesfalls von Mats gelesen hat.
Meiner Meinung nach ist das Buch nichts für zarte Gemüter. Die Geisterinsel und was dort passiert kann schon recht unheimlich sein und das Ende ist einfach erschreckend. 

Die Story ist spannend, an manchen Stellen wirkt es etwas zu ausschweifend, im Nachhinein sind jedoch auch diese Stellen notwendig um zu einem stimmigen Ende zu kommen und sie ist sehr fesselnd. Immer wenn ich das Buch aus der Hand legen wollte kam gerade wieder eine Rückblende die ich unbedingt doch noch lesen wollte und so habe ich Seite um Seite verschlungen.

Für mich ist der Stil von Läckberg sehr flüssig zu lesen und ihre Art den Krimi um mehrere Ecken zu verschachteln und den Leser (genau wie die Ermittler) im Dunkeln tappen zu lassen, hat meiner Meinung nach für sehr viel Spannung gesorgt.

Eine Leseprobe findet Ihr hier.

Von mir gibt es eine absolute Lese-Empfehlung und das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen.

[Rezension] Der Leuchtturmwärter von Camilla LäckbergMein Bewertungssystem kann in der rechten Sidebar nachgelesen werden.

Camilla Läckberg wurde 1974 in Fjällbacka / Schweden geboren. Fjällbacka und seine Umgebung sind auch der Schauplatz ihrer Romane. Sie hat ist verheiratet und hat drei Kinder. Sie lebt mit ihrer Familie derzeit in Stockholm. Camilla Läckberg ist Schwedens erfolgreichste Autorin und hat weltweit über 10 Millionen Bücher verkauft.


Das Buch erschien im 4. Januar 2013 bei List Hardcover /Ullstein Buchverlag und hat ca. 480 Seiten. Preis ca. 19,99€, ISBN: 978-3471350805

Originaltitel: Fyrvaktaren

 


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